REAL TOTAL
·4. September 2026
Erste Mourinho-Pleite: Mbappé vergibt Elfer, Espís Kunstschuss zählt nicht

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Mbappé und Co. erwischten einen gebrauchten Abend – Foto: Fran Santiago/Getty Images
SEVILLA. Auswärts in Sevilla, auswärts gegen Real Betis: Real Madrids Aufgabe zum Auftakt des 4. Spieltags der Primera División war im Vorfeld als erster Härtetest in der noch jungen Saison 2026/27 bezeichnet worden – und dieser wurde nicht bestanden. 0:1-Niederlage!
Vor 66.046 Zuschauern im Estadio de La Cartuja, vorübergehende Heimstätte von Betis wegen des Umbaus des Estadio Benito Villamarín, kam der erste Pflichtspiel-Ausrutscher seit der Rückkehr von José Mourinho durch einen Treffer in der 81. Minute zustande. Der eingewechselte Carlos Espí traf in der 87. Minute sehenswert per Fallrückzieher zum Ausgleich, das 1:1 wurde nachträglich aber wegen einer Abseitsposition einkassiert. Und es kam noch bitterer: Kylian Mbappé vergab einen Handelfmeter (90.+4).
Der FC Barcelona hat somit die Chance, am Sonntag einen Drei-Punkte-Vorsprung aufzubauen. Die Katalanen hatten ebenso einen Neun-Punkte-Start hingelegt und gastieren nun im Estadio Mestalla beim FC Valencia.
Gegen die Andalusier, die nach zwei Siegen zuletzt 2:5 gegen die UD Levante verloren hatten, konnten die Merengues ihr Spiel nicht derart gut aufziehen wie zuletzt bei den deutlichen Heimerfolgen gegen Real Sociedad (4:1) und den FC Málaga (4:0). Und dennoch erarbeiteten sie sich im Laufe des ersten Durchgangs eine Reihe von Chancen, die durchaus zu einer Führung hätten führen können – aber nicht geführt haben.
Mbappé bot sich die beste Gelegenheit – und zwar zweimal binnen Sekunden. Die 43. Minute: Nach einer Eroberung in der eigenen Hälfte steckt Arda Güler den Ball auf Jude Bellingham durch. Der Brite spielt das runde Leder umgehend ideal in den Lauf von Vinícius Júnior, der schließlich lieber auf den lauernden Mbappé querlegt. Der Franzose scheiterte folglich an zwei Verteidigern, die jeweils in höchster Not ihren Rückstand verhinderten. Zuvor waren Dean Huijsen nach einer Güler-Hereingabe an Keeper Álvaro Valles (11.) und Vinícius ebenfalls nach einer Güler-Hereingabe, die zu steil geriet, am linken Pfosten (15.) gescheitert.
Die Gäste bemühten sich auch nach dem Seitenwechsel sichtlich darum, sich mit einem Tor auf die Siegerstraße zu befördern. José Mourinho nahm nach etwas mehr als einer Stunde drei personelle Veränderungen vor, brachte Trent Alexander-Arnold, Bernardo Silva und Yan Diomande. Dafür wich unter anderem Güler, der zuvor Glück gehabt hatte, nicht mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen worden zu sein (54.). Ein Foulspiel des Türken hätte gut und gerne eine zweite Gelbe Karte nach sich ziehen können.
Entgegen der Erwartungen verliehen die Wechsel dem Spiel der Königlichen keinen neuen Schwung. Real hatte Probleme, im gegnerischen Strafraum ernsthafte Gefahrensituationen zu kreieren. Stattdessen wurde der Favorit geschockt, als Troy Parrott nach einer zunächst starken Parade von Thibaut Courtois per Abstauber das Siegtor erzielte. Weiter geht es am Dienstag mit dem Champions-League-Start im Estadio Santiago Bernabéu gegen Inter Mailand (21 Uhr), in LaLiga am Samstag gegen Rayo Vallecano (21 Uhr) – mit dann drei Punkten Rückstand auf Barça?
Mourinho beorderte Alexander-Arnold, Antonio Rüdiger und Brahim Díaz wieder auf die Bank, ließ Denzel Dumfries, Ibrahima Konaté und Güler stattdessen von Anfang an mitwirken. Etwas überraschend durfte Eduardo Camavinga auf der Doppelsechs beginnen, während Bernardo Silva erneut nur zu den Reservisten gehörte.
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