Nur die Raute
·22. April 2026
Es gibt 5 Optionen: So könnte der HSV Muheim ersetzen!

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·22. April 2026

HSV-Sportdirektor Claus Costa war trotz der ernüchternden Nachricht über das wohl bevorstehende Saisonaus von Miro Muheim sichtlich darum bemüht, zumindest einen Hauch von Optimismus zu verbreiten.
„Jeder, der Miro kennt, weiß, dass er alles daran setzen wird, dass er möglichst schnell wieder auf dem Platz stehen und im Saison-Endspurt ganz am Ende zur Verfügung stehen wird“, erklärte Costa am Montag. Damit rechnen tut im Volkspark allerdings niemand. Nicht umsonst vermeldeten die Rothosen in ihrer offiziellen Pressemitteilung, dass der 28-Jährige „voraussichtlich für den Rest der Saison“ fehlen werde.
Das Trainerteam rund um Merlin Polzin muss in den verbleibenden vier Wochen also ohne seinen Vielspieler planen. Muheim absolvierte bislang 28 von 30 möglichen Partien, stand dabei satte 27 Mal von Beginn an auf dem Platz. Da es jedoch bei eben jener Zahl bleiben dürfte, stellt sich nun die Frage nach möglichen Alternativen. Zumindest auf dem Papier kommen fünf verschiedene Spieler für die offene Position auf der linken Defensivseite infrage.
Der Franzose, normalerweise auf der rechten Schiene zu Hause, bringt die wohl besten Argumente für einen kurzfristigen Rollenwechsel mit. In der Rückrunde steht er regelmäßig in der Startelf und überzeugt vor allem mit offensiver Durchschlagskraft. Vier Assists sprechen eine klare Sprache. Gelegentlich half Mikelbrencis zudem auf der jetzt vakanten linken Defensivseite aus. Besonders beim 2:2 gegen den FC Bayern zeigte er dort eine starke Leistung und arbeitete gemeinsam mit Muheim gegen Superstar Michael Olise. Defensiv bleibt er anfällig, dennoch gilt er aktuell als wahrscheinlichste Lösung. Rechts könnte dann Bakery Jatta übernehmen.
Auch der Georgier ist eigentlich Rechtsverteidiger und startete stark in die Saison. In fünf der ersten sechs Spiele stand er in der Anfangsformation und war zunächst gesetzt. Doch ein deutlicher Formabfall warf ihn im Laufe der Hinrunde zurück. Seitdem ist er nur noch Gelegenheitsspieler. Einmal – beim 0:1 gegen Bayer Leverkusen – durfte er in Abwesenheit des gesperrten Muheim auf der linken Seite ran. Dieser Auftritt war jedoch alles andere als ein Bewerbungsschreiben.
Aufgrund seines Tempos und seiner Athletik testete Polzin den Linksaußen vor wenigen Wochen erstmals als defensiven Schienenspieler. Ähnlich hatte es der Coach in der Hinrunde auch mit Jatta auf der rechten Seite gemacht. Der Plan ging jedoch nicht auf: Baldé konnte die 0:4-Klatsche gegen den VfB Stuttgart nicht verhindern und stand beim Nordderby eine Woche später nicht einmal mehr im Kader. Dass der portugiesische Junioren-Nationalspieler in den kommenden Wochen nochmals starten wird, kann wohl nahezu ausgeschlossen werden.

Foto: Getty Images
Auf dem Papier wäre er die logischste Lösung. Katterbach ist gelernter Linksverteidiger und eigentlich als Backup für Muheim eingeplant. Doch die Realität sieht anders aus: Der 24-Jährige kam in dieser Saison noch zu keiner Minute in der Bundesliga. Laut Hamburger Abendblatt sieht das Trainerteam vor allem seine defensiven Schwächen kritisch. An mangelndem Vertrauen oder persönlichen Differenzen soll es hingegen nicht liegen. Ein Einsatz in den verbleibenden Spielen ist trotzdem unwahrscheinlich. Zumal der Ex-Kölner im Sommer wechseln dürfte.
Die wohl überraschendste Variante ist zugleich die unwahrscheinlichste. Lemke ist erst 16 Jahre alt und könnte noch in der B-Jugend spielen. Seit November 2025 darf der Teenager jedoch in der U21 des HSV ran und hinterlässt dabei einen blendenden Eindruck. Er gilt als das aktuell größte Talent des Vereins und steht bei zahlreichen Top-Klubs auf dem Zettel. Einmal schaffte er es sogar schon in den Bundesliga-Kader. Weitere Nominierungen in den kommenden Wochen sind durchaus denkbar. Dass Polzin den Schüler in das eiskalte Wasser des Abstiegskampfes wirft, darf jedoch arg bezweifelt werden.









































