Borussia Dortmund
·10. Juni 2026
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·10. Juni 2026
Jaci, nach 15 Jahren in Essen geht es für dich im Sommer sportlich wieder zurück in deine Heimatstadt. Was hat dich bewogen, ab Sommer das BVB-Trikot tragen zu wollen?Es war immer ein Ziel, zurück in meine Heimatstadt zu gehen und meine Karriere hier zu beenden. Und natürlich kommt auch mein privates Leben ins Spiel: Ich möchte gerne mehr Zeit mit meinen Zwillingen verbringen und das kann mir Dortmund bieten.
15 Jahre bei der SGS Essen, unzählige Vereinsrekorde, Legendenstatus. Wie schwierig war die Entscheidung, Essen zu verlassen, trotz der Überzeugung, zum BVB wechseln zu wollen?Nach 15 Jahren ist es nie einfach, einen Verein zu verlassen, mit dem man Höhen und Tiefen erleben durfte, wo man Rekorde aufgestellt hat und als Vereinslegende angesehen wird. Trotzdem freue ich mich auf meine neue Aufgabe.
Wie hast du in den letzten Jahren die Entwicklung des Frauenfußballs bei Borussia Dortmund wahrgenommen?Ich fand es sehr gut, dass der BVB in der Kreisliga angefangen hat. Ich finde es wichtig und richtig, sich nicht schon in die Regionalliga oder so einzukaufen, sondern wie jeder andere Verein auch von unten zu starten. Das ist das Besondere an Borussia Dortmund. Sie sind die ersten vier Jahre immer aufgestiegen. Dieses Jahr leider nicht, aber so ist das nun mal im Sport: Manchmal gibt es einen Stein, der den Weg blockiert. Dann muss man halt einen kleinen Umweg gehen. Trotzdem ist die Entwicklung hervorragend und ich freue mich sehr, den Weg mit Borussia Dortmund weitergehen zu können – auch in der Regionalliga.
Vor vier Jahren hast du gesagt: „Das ist halt Borussia Dortmund. Ist für mich auch ein Herzensverein. Vielleicht gehe ich da auch irgendwann mal in Rente. Aber ich werde da definitiv keine Bundesliga spielen.“ Da müssen wir nachfragen. Erklär zunächst doch deine Beziehung zu Borussia Dortmund.Ich bin in Dortmund geboren. Mein erster Club war SG Phoenix Eving. Das ist quasi Dortmund durch und durch. Mein Vater und meine Mutter sind hier aufgewachsen. Dortmund ist unsere Heimatstadt. Ich bin als kleines Kind schon im Stadion gewesen. Und auch wenn wir alle nicht mehr in Dortmund leben, ist es trotzdem noch unser Verein. Mein Papa hat Dauerkarten, ist bei jedem Spiel der Männer und in Zukunft auch bei den Frauen (lacht).
Was bedeutet es dir vor diesem Hintergrund persönlich, ab Sommer das BVB-Trikot mit deinem Namen zu tragen?Das kann man gar nicht in Worte fassen. Da ist ganz viel Stolz. Etwas, worauf ich hingefiebert habe. Es ist einfach das Größte für mich und meine Familie, dass ich ab Sommer das BVB-Trikot tragen darf.
Ich bin in einem Alter, da geht es in Richtung Rente (lacht). Ich habe meine Karriere in Dortmund angefangen, ich möchte meine Karriere hier in Dortmund beenden. Wie lange die Zeit hier dauert, hängt auch davon ab, was mein Körper sagt, und der Verein möchte. Aber ganz klar: Ich möchte meine Karriere beim BVB beenden.
Aber Bundesliga wirst Du hier definitiv nicht spielen?(Lacht). Naja, diese Aussage würde ich heute sicher nicht mehr so treffen. Natürlich möchte ich mit Dortmund Bundesliga spielen. Das ist das Ziel.
Gibt es nur das eine Ziel oder auch mehrere?Natürlich ist mein Ziel, dass ich mein Möglichstes dazu beitragen kann, dass der BVB in die erste Bundesliga aufsteigt und ich vielleicht noch ein paar Spiele in der Bundesliga sammeln darf. In meinem Alter ist es aber das wichtigste Ziel, dass ich verletzungsfrei bleibe.
Beschreib dich als Spielerin. Welche Stärken bringst du mit in die Mannschaft?Ich bin schon eine relativ ruhige Spielerin. Ich gebe klare, kurze Kommandos, statt lange Reden zu halten. Mich zeichnet sicher meine Schnelligkeit und Defensivarbeit aus.
Stichwort Kommandos. Wirst du die auch beim BVB geben?Ich nehme auf jeden Fall Verantwortung auf mich. Das ist auch zu erwarten. Ich komme aus der Bundesliga, ich soll vorangehen, das Team mit meiner Erfahrung mitreißen, aber auch in schwierigen Spielsituationen mit meiner Art beruhigen. Das ist sicher eine Stärke von mir.
Die Stärke kennt sicherlich auch Markus Högner, der dich viele Jahre trainiert hat und auf den du jetzt wieder triffst. Da freue ich mich riesig drauf. Markus kennt mich, seitdem ich 17 bin. Er hat mich damals auch mit in die Nationalmannschaft gebracht. Ich bin gespannt, ob er sich durch das Jahr, das wir getrennt voneinander verbracht haben, verändert hat beziehungsweise noch mal ein Stück weit gereift ist als Trainer. Darauf freue ich mich sehr, bin aber besonders aufs Team gespannt.







































