MillernTon
·12. Mai 2026
„Es ist ein Privileg, für so einen Club zu spielen“

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Nikola Vasilj sprach in der Medienrunde über den Kampf gegen den Abstieg, den Magen-Darm-Virus, der Kadersorgen erzeugt und lobte die Fans.Titelfoto: Stefan Groenveld
Der FC St. Pauli steht vor dem letzten Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz. Am Samstag hat die Mannschaft die letzte Chance, mit einem Sieg gegen Wolfsburg den Relegationsplatz zu sichern. Auch Heidenheim müsste dafür Punkte liegen lassen oder weniger Tore schießen. Und als wäre die Situation nicht schon angespannt genug, plagt seit letztem Wochenende ein Magen-Darm-Virus die Mannschaft. So waren beim heutigen Training nur eine Handvoll Spieler dabei, als Vorsichtsmaßnahme. Manolis Saliakas, Karol Mets, Jannick Robatsch und Lars Ritzka drehten zudem ein paar Laufrunden. Eric Smith war im heutigen Mannschaftstraining nicht dabei, obwohl er eigentlich an der heutigen Medienrunde teilnehmen sollte. Für ihn stellte sich Nikola Vasilj erneut vor die Mikros und Kameras. Bereits vor zwei Wochen sprach er zu den anwesenden Medienvertreter*innen.
Nikola Vasilj ist dem Anschein nach vom Virus verschont geblieben und fühlt sich fit: „Ich fühle mich gut und bin bereit für das Wochenende.“ Dennoch ist die Personalsituation durch den Virus-Ausbruch eng. Die Hoffnung, dass alle zum Wochenende wieder gesund sind, ist aber da: „Einige fühlen sich schon wieder besser, aber die Woche ist ja auch noch lang. Wir haben noch ein paar Tage, hoffentlich kommen sie alle wieder rechtzeitig zurück.“ Vasilj setzt außerdem auf die fitten Spieler und bleibt wie gewohnt positiv: „Es ist schwer, aber viele andere Spieler sind bereit einzuspringen. Alle haben gute Leistung gezeigt und das ist eine positive Sache. Wenn welche es nicht schaffen sind andere da und motiviert – und das brauchen wir im kommenden Spiel.“

Nikolas Vasilj bei einem seiner zahlreich gehaltenen Elfmeter // (c) Stefan Groenveld
Den VfL Wolfsburg habe Vasilj noch nicht tiefergehend analysiert: „Ich habe das letzte Spiel gesehen, als wir aus Leipzig zurückgefahren sind, aber wir wissen alle, dass sie ein gutes Team haben. Sie haben viel Qualität und sie haben eine sehr gute Performance in den letzten Wochen gezeigt.“ Aber Wolfsburg ist auch nicht der Hauptfokus der Mannschaft, denn: „Am Ende ist die wichtigste Sache, dass wir uns auf uns selbst und unser Spiel fokussieren. Wir haben endlich ein gutes Spiel gezeigt, nachdem die letzten nicht gut genug waren. Das ist etwas, was wir ins nächste Spiel mitnehmen müssen, um für unsere Fans eine gute Performance zu zeigen. All-in gehen und einfach versuchen, dieses Spiel zu gewinnen.“ Auch von Wolfsburg erwartet Vasilj, dass sie gewinnen wollen, doch wir haben einen Vorteil: „Sie kommen ans Millerntor mit dem Wissen, dass sie gewinnen müssen. Aber für uns ist der größte Vorteil, dass wir ein Heimspiel haben.“
FC St. Pauli, 1. FC Heidenheim, VfL Wolfsburg… alle stehen mit 26 Punkten im Tabellenkeller. Einen spannenderen letzten Spieltag hat es in der Form kaum gegeben. Während die Meisterschaft schon lange feststeht, schauen am letzten Spieltag also alle nach unten. Großer Druck für die Vereine, die es alle in die Relegation schaffen wollen. Insbesondere Heidenheim hat in den letzten Spielen ordentlich aufgeholt. Sie spielen parellel zu Hause gegen Mainz 05. Vasilj setzt den Fokus auf das eigene Team, statt auf die anderen zu schauen: „Es ist viel Druck bei allen Teams. Wir sitzen alle im selben Boot, aber für uns ist es wichtig, dass wir die Zukunft für uns entscheiden. Das ist der Hauptfokus.“ Wie immer geht Vasilj positiv mit diesem Druck um: „Der Druck ist riesig, aber am Ende musst du als Spieler das nächste Spiel annehmen. Elf gegen Elf und alles geben. Da ist noch eine Chance für uns, eine große. Und solange da noch eine Chance ist, sind es nur positive Vibes.“
Fraglich bleibt, ob man während des eigenen Spiels darauf guckt, was zeitgleich in Heidenheim passiert. Vasilj vertraut in das Coaching-Team: „Ich glaube es ist wichtig, vor dem Spiel nicht darüber nachzudenken, weil wir eh wissen, dass wir gewinnen müssen. Außerdem haben wir unseren Coach und Staff auf der Bank. Wenn es Veränderungen gibt oder es etwas gibt, das unser Spiel beeinflusst, werden sie uns darüber informieren. Aber der Fokus muss in unserem Spiel bleiben, das wir selbst beeinflussen können.“
Der Heimvorteil ist den Fans geschuldet, die eine solche Atmosphäre am Millerntor schaffen. Die Unterstützung hatte Vasilj auch in den letzten Spielen gespürt, auch wenn die Ergebnisse für Frust sorgten. So fand er erneut nur positive Worte für die Fans:„Besonders nach dem letzten Heimspiel. Obwohl wir verloren haben, waren sie die ganze Zeit bei uns, auch nach dem Spiel. Es ist etwas so besonderes, für uns, für dieses Team. St. Pauli hat einen Heimvorteil und wir haben es genutzt in manchen Spielen. Wir haben Spiele zu Hause gewonnen, was auch für Sonntag unser größter Vorteil ist.“
Und das ist nicht das einzige was er zu den Fans zu sagen hatte, Vasilj führte weiter aus: „Sie sind das Besondere, die Fans in diesem Club. Sie stehen immer hinter uns. In den fünf Jahren die ich hier bin, hatten wir schlechte Phasen in der zweiten Liga und sie standen immer hinter uns. Das hat sich nie verändert und wir sind einfach dankbar, weil es ein Privileg ist für so einen Club zu spielen. Auch in Zeiten wenn es nicht so gut läuft. Sie merken wenn wir uns schwertun und können uns den Push geben.“ Der Grund warum der FC St. Pauli in der Bundesliga bleiben sollte ist für Vasilj: „Wir sind ein großer Club, haben eine große Fanbase, eine tolle Stadt. Ich weiß nicht was da nicht für die Bundesliga spricht.“Am Samstag heißt es also auf dem Rasen und auf den Rängen: Alles geben!
Immer weiter vor!// Nina
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