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·11. März 2026

"Es macht mir keinen Spaß mehr": Wollitz fühlt sich falsch verstanden

Artikelbild:"Es macht mir keinen Spaß mehr": Wollitz fühlt sich falsch verstanden

Mit einem Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen eröffnet Energie Cottbus am Freitagabend den 29. Spieltag. Im Vorfeld der Partie redete sich Trainer Claus-Dieter Wollitz bei der Spieltags-Pressekonferenz am Mittwoch einmal mehr in Rage – und fühlte sich falsch verstanden.

"Es reicht mir irgendwann"

Vor allem die fehlende Durchschlagkraft und Intensität waren es, die Trainer Claus-Dieter Wollitz als Gründe für den verpassten Sieg gegen Hansa Rostock genannt hatte. Auch, weil über Justin Butler und Merveille Biankadi – beide spielten jeweils eine Halbzeit, was im Vorfeld so abgesprochen war, – nicht so viel nach vorne ging. Das Duo erwähnte der 60-Jährige bei der Spieltags-Pressekonferenz am Mittwoch auch explizit und meinte: "Das war mir von beiden ein Stück zu wenig." Als Enttäuschung über beide Spieler wollte er diese Worte aber nicht verstanden wissen – und reagierte auf eine entsprechende Nachfrage durchaus gereizt: "Ich erkläre hier Fakten und Details. Dass das dann immer Enttäuschung und Kritik sein soll? Nein", machte der Energie-Coach klar.


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"Wenn wir unser Spiel durchdrücken wollen, und davon rede ich seit Monaten, brauchen wir Intensität und mehr Sprintmeter als der Gegner. Und nicht nur einmal, sondern immer wieder." Das sei seinem Team gegen Hansa – im Gegensatz zu den Auftritten davor – allerdings nicht gelungen. Und lediglich das habe er festgestellt. "In jeder Feststellung gleich immer eine Kritik zu suchen … Man Leute, was soll das?", redete sich Wollitz in Rage und wandte sich an die Medienvertreter: "Was wollt ihr? Wollt ihr die Wahrheit oder nur bla bla bla?".

Einmal auf Betriebstemperatur, betonte der Energie-Coach, dass er auch in Bezug auf die öffentlich angeprangerte fehlende Unterstützung der Landesregierung keine Kritik geäußert, sondern lediglich die Fakten dargestellt habe. "Wisst ihr was? Es reicht mir irgendwann. Und es dauert auch nicht mehr lange. Ich gebe es nur mit auf den Weg, weil es macht mir keinen Spaß mehr." Auch, dass zuletzt die Frage in den Raum gestellt worden war, ob Energie risikoreicher spiele müsse, passte Wollitz gar nicht: "Vor zwei Monaten hieß es: Energie Cottbus kriegt zu viele Gegentore. Was wollt ihr? Was wollt ihr von Energie? Was wollt ihr von mir? Was wollt ihr von der Mannschaft? Lass sie doch einfach in Ruhe." Im Aufstiegskampf habe der FCE nur eine Chance, wenn sie Woche für Woche die nötige Intensität abrufe und bei sich bleibe.

Bis zu sieben Ausfälle

Das soll auch am Freitagabend in Aachen der Fall sein. Gegenüber der Partie gegen Hansa will Wollitz zudem "mehr Tiefe im letzten Drittel" und "mehr Sprints" sehen. Kurzum: Um am Tivoli bestehen zu können, "brauchen wir das Beste vom Besten". Schließlich sind die Aachener derzeit gut drauf, haben vier der letzten fünf Spiele gewonnen und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Wollitz bescheinigte den Aachenern eine "gute Dynamik" und eine "hohe individuelle Qualität". Das trifft vor allem auf Lars Gindorf zu, der mit 20 Toren und acht Vorlagen der Topscorer der Liga ist. Den 24-Jährigen in den Griff zu bekommen, wird nicht einfach.

Zumal die Lausitzer auf gleich mehrere Spieler verzichten müssen. Während Lukas Michelbrink nach seiner gelb-roten Karte gesperrt ist, fallen auch Jonas Hofmann (Muskelverletzung) und Tolga Cigerci aus. Der 33-Jährige hat sich gegen Rostock einen kleinen Muskelfaserriss zugezogen und wird drei bis vier Wochen pausieren müssen. Während auch die Langzeitverletzten Jannis Juckel (Schulterverletzung) und Leon Guwara (Oberschenkelverletzung) noch nicht wieder zur Verfügung stehen, sind zudem die Einsätze von King Manu (grippaler Infekt) und Dominik Pelivan (Hüftverletzung) fraglich.

Sollte Letzterer tatsächlich ausfallen, würde es im defensiven Mittelfeld einen Engpass geben. Ein möglicher Kandidat wäre Kapitän Axel Borgmann, wobei der 31-Jährige für Wollitz nicht als einziger Sechser infrage kommt. Verlassen können sich die Cottbuser indes auf ihre Fans: Rund 1.000 Anhänger reisen mit, davon 900 per Sonderzug. Wie Wollitz betonte, seien die Fans bereits zweitligatauglich. Die Mannschaft will mit drei Punkten einen weiteren Schritt in diese Richtung machen.

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