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·24. Juni 2026

Eskalation am Mikro: Warum ein WM-Kommentator nach Schimpftirade plötzlich draußen ist

Artikelbild:Eskalation am Mikro: Warum ein WM-Kommentator nach Schimpftirade plötzlich draußen ist

Ein kurzer Aussetzer mit heftigen Folgen: Ein paraguayischer Radioreporter hat sich bei der WM zu einer heftigen Schimpftirade hinreißen lassen – jetzt ist er für den Rest des Turniers aus dem Verkehr gezogen.

Rote Karte mit Folgen –?und ein Kommentator rastet aus

Auslöser war eine historische Szene: Paraguays Star Miguel Almirón sah im Duell mit der Türkei die erste Rote Karte der WM-Geschichte, weil er mit verdecktem Mund zu einem Gegenspieler gesprochen hatte. Hintergrund ist eine neue Turnierregel, die verhindern soll, dass Spieler mögliche Beleidigungen oder diskriminierende Aussagen hinter der Hand verstecken.


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Diese Entscheidung brachte den Kommentator Jorge Vera vom Sender ABC komplett aus der Fassung. Während der Live-Reportage beschimpfte er den Unparteiischen als Dieb und attackierte anschließend verbal die Spitze des Weltverbandes sowie den Chef des südamerikanischen Kontinentalverbandes. Die Tirade richtete sich unter anderem direkt gegen Gianni Infantino und CONMEBOL-Boss Alejandro Domínguez.

Weltverband greift durch – Akkreditierung weg

Die Antwort des Weltverbandes fiel knallhart aus: Vera wurde mit sofortiger Wirkung die WM-Akkreditierung entzogen. Damit verliert er den Zugang zu den Stadien und die offizielle Erlaubnis, das Turnier vor Ort zu kommentieren. Besonders bitter für den Reporter: Paraguay hat sich mit dem 1:0-Erfolg gegen die Türkei eine sehr gute Ausgangsposition im Kampf ums Sechzehntelfinale erspielt – eigentlich wären ihm noch einige heiße Spiele sicher gewesen.

Der Entzug der Akkreditierung gilt für die komplette restliche WM in den USA, Kanada und Mexiko. Damit ist die WM für ihn beruflich praktisch beendet, obwohl seine Nationalmannschaft sportlich noch alle Chancen hat.

Sender und Reporter gehen in die Offensive

Vera und sein Arbeitgeber versuchen nun, den Schaden einzugrenzen. Der Kommentator entschuldigte sich öffentlich in einem Video und räumte ein, dass seine Worte falsch gewesen seien und er die Verantwortung dafür trage. Er betonte, in den entscheidenden Sekunden kein gutes Vorbild gewesen zu sein.

Der Sender ABC bat den Weltverband gleichzeitig, die Strafe zu überprüfen. Man argumentiert, es handle sich um einen einmaligen Ausrutscher, der sofort eingeräumt und mit einer Entschuldigung versehen worden sei. Der dauerhafte Entzug der Akkreditierung für das gesamte Turnier sei aus Sicht des Senders eine überzogene und unverhältnismäßige Reaktion.

  • Nach einer Live-Schimpftirade verliert ein paraguayischer Radioreporter seine WM-Akkreditierung
  • Auslöser war die Rote Karte gegen Miguel Almirón nach Verstoß gegen die neue „Hand-vor-den-Mund“-Regel
  • Sender und Kommentator haben sich entschuldigt und fordern eine Rücknahme oder Abmilderung der drastischen Strafe
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