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·28. August 2026

Europa League Round-up: Spektakuläre Comebacks, Premieren und klare Favoritensiege

Artikelbild:Europa League Round-up: Spektakuläre Comebacks, Premieren und klare Favoritensiege

Die letzten Play-off-Rückspiele der Europa League boten reichlich Dramatik, historische Qualifikationen und einige Überraschungen. Besonders Viktoria Pilsen und Omonia Nikosia drehten Rückstände aus dem Hinspiel noch um, während mehrere Vereine erstmals die Ligaphase eines europäischen Wettbewerbs erreichten.

Die spektakulärste Wende gelang Viktoria Pilsen. Nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel gegen Roter Stern Belgrad schien das Aus bereits besiegelt, doch die Tschechen lieferten vor heimischem Publikum eine außergewöhnliche Aufholjagd.


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In einer chaotischen zweiten Halbzeit erhielt Pilsen gleich drei Elfmeter zugesprochen. Nachdem Prince Adu zunächst vom Punkt scheiterte und Belgrad zudem einen Platzverweis hinnehmen musste, sorgten Denis Višinský und Christophe Kabongo dafür, dass das Duell wieder ausgeglichen war. In der Verlängerung nutzte Pilsen die Überzahl konsequent und David Krčík erzielte den entscheidenden Treffer zum 5:1-Endstand.

Für Roter Stern ist die Enttäuschung groß. Nach zwei verlorenen K.o.-Duellen in Folge findet sich der serbische Traditionsklub nun erstmals in der Conference League wieder.

Omonia dreht das Duell gegen Sint-Truiden

Auch Omonia Nikosia schaffte nach einer Hinspielniederlage noch die Wende. Die Zyprer besiegten Sint-Truiden mit 4:2 und zogen mit einem Gesamtergebnis von 4:3 in die Europa League ein.

Zum Matchwinner avancierte Lois Diony, der einen Hattrick erzielte. Den Schlusspunkt setzte Nikolas Panagiotou kurz vor dem Ende. Für Sint-Truiden bleibt trotz des Ausscheidens die erstmalige Teilnahme an der Ligaphase der Conference League.

Ferencváros marschiert souverän weiter

Eine der überzeugendsten Vorstellungen des Abends zeigte Ferencváros. Die Ungarn fertigten Trabzonspor in Budapest mit 4:0 ab und machten damit ihre erfolgreiche Qualifikationskampagne perfekt.

Von der 13. Minute an spielte Ferencváros in Überzahl, später sogar mit zwei Mann mehr. Diesen Vorteil nutzte der ungarische Meister konsequent aus und qualifizierte sich ohne Niederlage durch alle vier Qualifikationsrunden für die Europa League.

Trabzonspor dagegen scheiterte bereits zum dritten Mal in Folge in einem europäischen K.o.-Duell.

Salzburg und Anderlecht lassen nichts anbrennen

Red Bull Salzburg bestätigte seine Favoritenrolle eindrucksvoll und setzte sich auch im Rückspiel gegen Mjällby souverän mit 3:0 durch. Nach dem 1:0-Auswärtssieg im Hinspiel stand am Ende ein ungefährdeter 4:0-Gesamterfolg. Für die Österreicher ist es bereits die zehnte Teilnahme an der Europa-League-Gruppen- beziehungsweise Ligaphase.

Ebenfalls dominant präsentierte sich Anderlecht. Die Belgier besiegten Kairat Almaty erneut mit 3:0 und wiederholten damit exakt das Resultat des Hinspiels. Mit einem Gesamtergebnis von 6:0 ließ Anderlecht keinen Zweifel am Weiterkommen.

Benfica eliminiert Aarhus

Benfica machte gegen AGF Aarhus ebenfalls kurzen Prozess. Wie bereits im Hinspiel gewannen die Portugiesen mit 3:1.

Besonders Gianluca Prestianni überzeugte mit einem Doppelpack. Für Benfica bedeutet der Erfolg die Rückkehr in die Europa-League-Hauptrunde, nachdem der Klub zuvor vier europäische Auswärtsspiele in Serie nicht gewinnen konnte.

Ararat-Armenia schreibt Geschichte

Für einen historischen Moment sorgte Ararat-Armenia. Der Klub sicherte Armenien erstmals überhaupt einen Teilnehmer in der Europa-League-Hauptrunde.

Gegen Universitatea Craiova lagen die Statistiken klar zugunsten der Rumänen, doch die Gastgeber schlugen in letzter Minute zu. Sandro Lima scheiterte zunächst mit einem Elfmeter, verwandelte jedoch den Nachschuss zum umjubelten Siegtreffer und machte den 2:1-Gesamterfolg perfekt.

Lilleström und die polnischen Vertreter jubeln

Lilleström benötigte gegen Egnatia die Verlängerung, ehe die Norweger mit einem Treffer in der 94. Minute die Entscheidung herbeiführten und sich insgesamt mit 2:1 durchsetzten.

Jagiellonia Białystok setzte sich derweil souverän gegen Iberia 1999 durch und gewann das Duell insgesamt mit 6:1. Damit erreicht der polnische Klub erstmals die Europa-League-Ligaphase.

Landsmann Lech Poznań folgte ebenfalls in die Hauptrunde. Das 2:2 bei Thun reichte nach dem klaren Hinspielerfolg zum deutlichen 9:2-Gesamtsieg.

Kauno Žalgiris überrascht trotz Ausscheidens

Eine der größten Überraschungen des Abends gab es in Litauen. Kauno Žalgiris besiegte Besiktas mit 1:0 und feierte damit den wohl bedeutendsten Einzelsieg seiner Europapokalgeschichte.

Für das Weiterkommen reichte der Erfolg allerdings nicht. Besiktas setzte sich insgesamt mit 3:1 durch und löste das Ticket für die Ligaphase.

OFI Kreta überzeugt gegen CSKA Sofia

OFI Kreta komplettierte die Reihe der Qualifikanten mit einem souveränen 2:0-Auswärtssieg bei CSKA Sofia. Die Griechen gewannen damit beide Spiele deutlich und zogen mit einem beeindruckenden Gesamtergebnis von 5:0 in die Europa League ein.

Blick auf die Auslosung

Mit Abschluss der Play-offs stehen die letzten Teilnehmer der Europa-League-Ligaphase fest. Die zwölf erfolgreichen Play-off-Sieger stoßen nun zu den direkt qualifizierten Teams sowie den Absteigern aus der Champions-League-Qualifikation.

Die Auslosung der Ligaphase findet am Freitag statt. Der erste von acht Spieltagen beginnt am 16. September. Europas zweithöchster Vereinswettbewerb verspricht damit schon vor dem Start zahlreiche spannende Geschichten.

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