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·18. Juli 2026

Europapokal-Debakel: Als der HSV bei Rapid Wien unterging

Artikelbild:Europapokal-Debakel: Als der HSV bei Rapid Wien unterging

Der HSV absolviert am heutigen Samstagabend bei Rapid Wien seinen ersten Test. Die Traditionsvereine duellierten sich schon auch schon in Pflichtspielen, wobei vor allem das erste Aufeinandertreffen in Erinnerung blieb.

Am 17.09.2009 traten die Hanseaten als klarer Favorit zum Gruppenauftakt der Europa League, die frisch vom UEFA-Cup umfirmiert und im Modus veränderte wurde, an. Sie befanden sich in blendender Verfassung, spielten unter dem Saisonbeginn verpflichteten Trainer Bruno Labbadia einen sehr anschaulichen Offensivfußball und grüßten mit 13 Punkten aus fünf Bundesliga-Partien von der Spitze. In der österreichischen Hauptstadt sollte es jedoch den ersten herben Dämpfer setzen.


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Foto: IMAGO

Hochkarätig besetzter HSV von der Rolle

Rapid wich extra in das mit 49.500 enthusiastischen Besuchern ausverkaufte Nationalstadion – benannt nach dem legendären Trainer Ernst Happel, der zwischen 1981 und 1987 die erfolgreichste Phase der Hamburger Vereinsgeschichte verantwortete – aus. Der HSV tat sich von Beginn an schwer, fand trotz höherer Feldanteile keine Lösungen und präsentierte sich defensiv anfällig. Die von Peter Pacult gecoachten Wiener ließen erste Chancen noch ungenutzt. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Vereinsikone Steffen Hofmann – heute als Geschäftsführer tätig – flog an allen Beteiligten vorbei unhaltbar für Torhüter Frank Rost ins Netz – 1:0 (35.).

Noch vor der Pause fiel der zweite Treffer, bei dem Nikica Jelavic eine Einladung des an diesem Donnerstagabend überforderten Jerome Boateng dankend annahm. Obwohl Labbadia zur zweiten Hälfte mit Guy Demel und Jonathan Pitroipa zwei frische Kräfte brachte, änderte sich nur wenig am Bild auf dem Spielfeld. Seine Mannschaft blieb weiter ungefährlich. Darüber hinaus ließ sie sich nochmals übertölpeln. Mit Beginn der Rapid-Viertelstunde – so bezeichnen die Fans aus historischen Gründen die letzten 15 Minuten des Spiels – ließ Christopher Drazan mehrere Gegenspieler aussteigen und stellte mithilfe des Innenpfostens den 3:0-Endstand her.

Rapid Wien – Hamburger SV 3:0 (2:0)

Rapid: Payer,-Kulovits, Eder, Soma, Katzer,-Pehlivan, Heikkinen, Boskovic (60. Drazan),-Kavlak, Hofmann,-Jelavic (85. Salihi)

HSV: Rost,-Boateng (46. Demel), Rozenahl, Mathijsen, Aogo,-Jarolim, Zé Roberto,-Trochowski (46. Pitroipa), Elia,-Berg (73. Torun), Petric

Der HSV legte einen spektakulären Fehlstart in die Europa League hin, der aber folgenlos blieb. Denn er erreichte souverän die K.o-Runde, gewann dabei auch das Rückspiel mit 2:0. Rapid wiederum erlangte keinen weiteren Sieg und schloss sogar als Letztplatzierter ab. Die Hamburger Europa-League-Reise führte trotz vieler Turbulenzen in der Rückserie dagegen sogar bis ins Halbfinale. Erst der FC Fulham stoppte die inzwischen schon nicht mehr von Labbadia angeleiteten Rothosen. Es war zugleich eine der schmerzhaftesten Niederlagen der Vereinsgeschichte. Das Endspiel fand nämlich im Volksparkstadion statt.

Im letzten Duell gab es einen Sieg

Auf die europäische Bühne kehrte der HSV seitdem nicht mehr zurück. Bei Rapid Wien gastierte er dennoch ein zweites Mal. Im Sommer 2018 gewann der damalige frischgebackene Bundesliga-Absteiger ein Testspiel im Allianz-Stadion, das auch heute Austragungsort sein wird, mit 2:1. Für die Tore zeigten sich Matti Steinmann und Tatsuya Ito verantwortlich. Namen, die schnell wieder von der Hamburger Bildfläche verschwanden.

Ohnehin stand aus dem aktuellen Kader kein Spieler bereits unter Vertrag. Einige von ihnen waren angesichts ihres jungen Alters noch weit von einer Profi-Laufbahn entfernt und wollen heute dazu beitragen, dass der HSV eine wesentlich bessere Figur als 2010 abgibt und sie selbst eine größere Rolle einnehmen, als etwa Steinmann oder Ito taten.

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