Ex-Bayern-Boss Kahn unterstützt die Meister-Ambitionen des BVB | OneFootball

Ex-Bayern-Boss Kahn unterstützt die Meister-Ambitionen des BVB | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: FCBinside.de

FCBinside.de

·11. Februar 2026

Ex-Bayern-Boss Kahn unterstützt die Meister-Ambitionen des BVB

Artikelbild:Ex-Bayern-Boss Kahn unterstützt die Meister-Ambitionen des BVB

Kann Borussia Dortmund dem FC Bayern im Titelrennen noch einmal gefährlich werden? Nach 21 Spieltagen trennen beide Klubs nur sechs Punkte – und beim BVB wächst der Glaube an die eigene Chance. Innenverteidiger Nico Schlotterbeck formulierte die Ambitionen zuletzt ungewöhnlich offensiv. Unterstützung erhält er nun von prominenter Seite: Oliver Kahn stärkt dem Dortmunder demonstrativ den Rücken.

„Man muss auch mal den Anspruch haben als BVB, auch mal den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden“, hatte Schlotterbeck nach dem 3:2-Arbeitssieg gegen Heidenheim betont. Sechs Punkte Rückstand seien aufholbar, man wolle „jetzt angreifen“. Eine klare Ansage – die in Deutschland nicht überall auf Zustimmung stößt.


OneFootball Videos


Kahn hingegen sieht genau darin den richtigen Ansatz. Auf LinkedIn bezeichnete der frühere Vorstandsvorsitzende des FC Bayern Schlotterbecks Worte als „klare und selbstbewusste Zieldefinition“. Dass sich der Nationalspieler im Anschluss beinahe rechtfertigen musste, wertet Kahn als Symptom eines grundsätzlichen Problems.

Kahn kritisiert deutsche Zurückhaltung

„In Deutschland gilt es noch immer als Tugend, Erwartungen zu dämpfen“, schreibt Kahn. Demut und Bescheidenheit würden häufig als Sicherheitsmechanismus verstanden. Man wolle nichts versprechen, um sich später nicht messen lassen zu müssen. Kurzfristig schaffe das Ruhe – langfristig aber fehle der Maßstab.

Ohne klar formulierte Ziele werde Leistung beliebig, so Kahns Analyse. „Starke Mentalität ist die Fähigkeit, Erwartung auszuhalten und Konsequenzen zu akzeptieren.“ Wer sage: „Wir wollen Meister werden“, erhöhe nicht automatisch den Druck, sondern schaffe Orientierung. Spieler wüssten dann, woran sie gemessen werden.

Gerade im Vergleich mit dem FC Bayern sieht Kahn hier Nachholbedarf bei der Konkurrenz. Bereits im Januar hatte er kritisiert, dass viele Bundesligisten Duelle mit dem Rekordmeister innerlich abhaken würden. Mit einer solchen Haltung werde es schwer, den Münchnern dauerhaft Paroli zu bieten.

Zwischen Perspektive und Personalpolitik

Artikelbild:Ex-Bayern-Boss Kahn unterstützt die Meister-Ambitionen des BVB

Foto: IMAGO

Kahns Aussagen klingen dabei fast wie eine indirekte Warnung an den BVB. Denn auch mit Blick auf mögliche Vertragsverlängerungen spiele die Perspektive eine entscheidende Rolle. „Leistungsträger denken nicht in Narrativen, sondern in Perspektiven“, so der 55-Jährige. Wenn sie kein echtes Ziel erkennen, für das es sich zu bleiben lohnt, zögen sie ihre Konsequenzen – „still, professionell, ohne öffentliche Kritik“.

Im Fall von Schlotterbeck ist das durchaus relevant. Sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2027, eine Verlängerung steht bislang aus. Mit seiner Meister-Ansage hat der Abwehrchef zumindest klargemacht, wohin die Reise aus seiner Sicht gehen soll.

Impressum des Publishers ansehen