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·21. Juni 2026
Ex-Bundestrainer Vogts: Mögliches Frankreich-Duell als „Ansporn“ für die Nationalmannschaft

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Für Berti Vogts ist die deutsche Nationalmannschaft bei der WM bereits gut für die K.o.-Phase gerüstet, zunächst steht das WM 2026 Sechzehntelfinale. Auch ein frühes Duell mit Frankreich wäre für den früheren Bundestrainer kein Grund zur Sorge, sondern eher ein zusätzlicher Reiz für das Team von Julian Nagelsmann.

Der deutsche Mittelfeldspieler (06) Joshua Kimmich (C) kämpft mit dem französischen Stürmer (10) Kylian Mbappe (L) während des Freundschaftsspiels zwischen Frankreich und Deutschland am 23. März 2024 im Groupama-Stadion in Decines-Charpieu, in der Nähe von Lyon, um den Ball. (Foto: Olivier CHASSIGNOLE / AFP)
Dass Deutschland als Gruppensieger früh im WM Achtelfinale auf die Équipe Tricolore treffen könnte, bewertet Vogts nicht als Problem. In seiner Kolumne für die Rheinische Post schrieb der 76-Jährige, man könne sich zwar Gedanken über dieses Szenario machen. Entscheidend sei aber etwas anderes: „Aber bitte – das ist es doch, was eine WM ausmacht. Irgendwann kommen die großen Gegner, das darf keine Angst machen, sondern muss ein Ansporn sein.“
Nach seiner Einschätzung hat die Konkurrenz inzwischen ohnehin registriert, was die deutsche Auswahl leisten kann. Der 1996er-EM-Siegercoach verwies damit auch auf den jüngsten Auftritt gegen die Elfenbeinküste, den das DFB-Team am Samstag nach Rückstand noch mit 2:1 für sich entschied.
Gerade der späte Erfolg könne sich im Turnierverlauf noch als wertvoll erweisen, meinte Vogts. Den Gegentreffer ordnete er dabei nicht als Schwäche, sondern als Signal ein. „Das Gegentor war sogar gut für unsere Mannschaft. Es war ein Weckruf, mancher Spieler wird gesagt haben: ‚Moment mal, ich will gewinnen, dafür muss ich aber mehr machen.‘ Es war spürbar, dass das Gegentor die Spieler bei der Ehre gepackt hat“, schrieb er.
Für Vogts spricht zudem, dass die Mannschaft auch nach Rückschlägen reagieren kann. Der Last-Minute-Sieg gegen die Elfenbeinküste habe gezeigt, dass das Team von Nagelsmann in engen Spielen Widerstandskraft entwickelt und nicht erst nach einem perfekten Spielverlauf funktioniert.
Besonders heraus hob Vogts Deniz Undav, der mit zwei Treffern erneut als Joker überzeugte. Für den früheren DFB-Coach ist genau diese Rolle im Verlauf eines großen Turniers Gold wert. „Von der Bank so reagieren zu können, kann im Turnierverlauf sehr wichtig sein“, schrieb er.
Dazu zog Vogts eine direkte Parallele zur EM 1996. Damals habe Deutschland mit Oliver Bierhoff einen Angreifer gehabt, der sofort da war, sobald er ins Spiel kam. „Das hat nicht jeder.“
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