Ex-Spieler in Klub integrieren: Der große Wunsch des FC Bayern wird meist zum Albtraum | OneFootball

Ex-Spieler in Klub integrieren: Der große Wunsch des FC Bayern wird meist zum Albtraum | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Frühes-Tor.de

Frühes-Tor.de

·4. September 2026

Ex-Spieler in Klub integrieren: Der große Wunsch des FC Bayern wird meist zum Albtraum

Artikelbild:Ex-Spieler in Klub integrieren: Der große Wunsch des FC Bayern wird meist zum Albtraum

Bild: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Wieder träumt ein Funktionär des FC Bayern davon, Ex-Spieler in den Klub zu integrieren. In der Regel scheitert das Vorhaben.


OneFootball Videos


Fast wöchentlich erklären die aktuellen Funktionäre des FC Bayern, dass sie sehr gerne Ex-Spieler in den Verein integrieren würden.

Werden Müller und Neuer später Funktionäre beim FC Bayern?

Derzeit geht es vor allem um Thomas Müller und Manuel Neuer, die zwar noch aktiv sind, deren Karriereende jedoch absehbar ist. Präsident Herbert Hainer sagte nun der Bild-Zeitung über Neuer: „Es war immer das Ziel des FC Bayern, ehemalige Fußballer in das Management einzubinden. Beste Beispiele sind Franz Beckenbauer, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß. Natürlich ist es unser Wunsch, auch in Zukunft ehemalige Spieler – wenn sie denn bereit dazu sind – einzubinden. Denn sie haben eine unheimliche Erfahrung, kennen den Klub und den Profifußball in- und auswendig, und genau das ist es, was uns hilft.“

Und: „Sollte Manuel tatsächlich aufhören, würde er bestimmt erst mal eine gewisse Zeit durchpusten. Und dann wird er sicher mal schauen, was er denn gerne machen würde. Dann muss man sich dazu unterhalten.“

Nur die 1970er-Generation hat Jobs behalten

Faktisch scheitert die Integration von Ex-Spielern seit den 1990er-Jahren jedoch nahezu immer. Uli Hoeneß wurde Anfang der 1980er-Jahre Manager, Anfang der 1990er-Jahre kamen dann Franz Beckenbauer und Karl-Heinz Rummenigge hinzu. Zwischenzeitlich zählte noch Paul Breitner dazu. Alle vier waren Teil der legendären Mannschaft aus den 1970er-Jahren, Rummenigge und Breitner gingen zudem noch in den 1980er-Jahren auf Torejagd.

Danach scheiterten aber alle Versuche, die Generation Lothar Matthäus und die Generation Oliver Kahn in den FC Bayern zu integrieren. Die Generation Philipp Lahm / Bastian Schweinsteiger hat wiederum noch keine passenden Angebote erhalten, währenddessen bereits über den Einbau der Generation Müller/Neuer geträumt wird.

Nur ein paar Beispiele, die nicht funktioniert haben: Klaus Augenthaler wurde in den 1990er-Jahren als Co-Trainer gefördert, Cheftrainer war er danach aber nur bei anderen Bundesligaklubs wie Bayer 04 Leverkusen.

Mehmet Scholl sollte in der zweiten Mannschaft des FC Bayern Erfahrung sammeln, um sich dann für höhere Aufgaben zu empfehlen. Der Plan ging nicht auf.

Philipp Lahm sollte Ende der 2010er-Jahre Manager des FC Bayern werden, allerdings nur mit sehr eingeschränkten Befugnissen. Lahm winkte ab.

Kahn und Brazzo wurden gefeuert

Oliver Kahn als Klubchef und Hasan Salihamidzic als Manager wurden 2023 am letzten Spieltag der Bundesliga unrühmlich gefeuert.

Lothar Matthäus wurde einst nicht mal für die Aufgabe des Platzwarts („Greenkeeper“) als integer genug befunden.

Seit 35 Jahren wird also fast immer dieselbe Schallplatte aufgelegt, aber wenn überhaupt ein Ex-Spieler eine Chance im Klub bekommt, endet diese meist unrühmlich.

Warum der große Wunsch des FC Bayern meist zum Albtraum wird, dafür gibt es sicherlich unterschiedliche Gründe. Am Ende macht sich aber stets Enttäuschung breit. Man darf also gespannt sein, wie mit den nächsten Ex-Spielern verfahren wird.

Impressum des Publishers ansehen