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Philipp Overhoff·28. Januar 2026

Ex-Star zurück in Frankfurt: Comeback mit Geschmack oder Wiedersehensparty?

Artikelbild:Ex-Star zurück in Frankfurt: Comeback mit Geschmack oder Wiedersehensparty?

Am Mittwoch steht für Eintracht Frankfurt das letzte Spiel dieser CL-Saison an. Die bereits ausgeschiedenen Adlerträger empfangen Europa-League-Sieger Tottenham Hotspur und wollen ihren Fans einen letzten versöhnlichen Flutlichtabend bescheren.

Für die Spurs wiederum geht es um eine ganze Menge. Als Tabellenfünfter besitzen die Nord-Londoner beste Chancen auf eine direkte Achtelfinal-Qualifikation. Ein Auswärtssieg am Main würde in dieser Hinsicht für klare Verhältnisse sorgen.


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An Motivation wird es Tottenham also nicht mangeln. Für einen Spieler gilt das allerdings mehr als für alle anderen. Knapp zweieinhalb Jahre nach seinem SGE-Abschied kehrt Randal Kolo Muani nach Frankfurt zurück – und damit an den Ort, an dem ihm einst der große internationale Durchbruch gelang. Der Franzose erlebte in Frankfurt mit Abstand das beste Jahr seiner Karriere und verzückte die hessischen Anhänger regelmäßig. Das belegt nicht zuletzt seine Fabelquote von 23 Toren und 17 Vorlagen in wettbewerbsübergreifend 46 Pflichtspielen.

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📸 Christian Kaspar-Bartke - 2023 Getty Images

Kolo Muani bescherte der SGE einen Geldsegen

Am 1. September 2023 endete die Zusammenarbeit zwischen Kolo Muani und der Eintracht jedoch mit einem faden Beigeschmack. Vor dem Rückspiel der Conference-League-Qualifikation gegen Lewski Sofia hatte er seinen Wechselwunsch zum französischen Meister Paris Saint-Germain bekannt gegeben und das Abschlusstraining bestreikt, woraufhin er aus dem Kader für die Partie gestrichen wurde.

Im Laufe des Deadline Days erfüllten sich die Träume des Goalgetters, der für satte 95 Millionen Euro in die französische Hauptstadt transferiert wurde und der Eintracht damit Rekordeinnahmen bescherte. Eine Saison mit Kolo Muani brachte der SGE also nicht nur zahlreiche sportliche Glanzmomente, sondern auch einen Finanz-Boost zuvor ungekannten Ausmaßes ein.

So glücklich wie in der Bankenmetropole wurde der Rechtsfuß seit seinem Weggang jedoch nicht mehr. Nach anderthalb mäßig erfolgreichen Jahren bei PSG schloss er sich im Januar 2025 Juventus an. Die Alte Dame verpflichtete den dynamischen Angreifer bis Saisonende auf Leihbasis. Trotz guter Leistungen und einer beachtlichen Torquote konnten sich Juve und PSG nicht auf einen dauerhaften Transfer einigen. Und so zog es Kolo Muani im vergangenen Sommer zu den Spurs – ebenfalls auf Leihbasis.

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Zwei verschiedene Gesichter bei Tottenham

So richtig angekommen ist der 27-Jährige auf der Insel bislang noch nicht. Elfmal stand er in der Premier League in der Startelf, einen Torerfolg sucht man allerdings vergebens. Auch das mannschaftliche Zwischenzeugnis fällt einigermaßen ernüchternd aus: Die ambitionierten Spurs finden sich aktuell auf einem indiskutablen 14. Tabellenplatz in der Premier League wieder.

Besser läuft es in der Königsklasse. Tottenham holte starke 14 Punkte aus sieben Spielen und kann mit einem Sieg das direkte Achtelfinal-Ticket klarmachen. Auch Kolo Muani performt auf der größtmöglichen Bühne des europäischen Vereinsfußballs deutlich oberhalb seines Liga-Levels. Mit zwei Toren und zwei Assists besitzt er einen großen Anteil an der hervorragenden Ausgangsposition der Nord-Londoner.

In seiner ehemaligen Heimspielstätte will der Offensivstar die starke Ligaphase seiner Mannschaft nun veredeln. Spannend wird dabei zu sehen sein, ob es zur großen Wiedersehensparty mit den SGE-Fans kommt. Einerseits nahm ihm der Anhang seinen erstreikten Last-Minute-Wechsel zu PSG enorm krumm. Andererseits heilt die Zeit im Fußball nun mal alle Wunden. Große Teile der Supporter werden sich beim Anblick Kolo Muanis an die starken Leistungen erinnert fühlen, die ihr Ex-Schützling einst für die eigenen Farben auf den Rasen des Deutsche Bank Parks zauberte.


📸 DANIEL ROLAND - AFP or licensors

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