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·5. Mai 2026
Explosive Stimmung am Dolmabahce-Palast: Sergen Yalcin kritisiert Fan-Reaktionen nach Besiktas-Pokalaus gegen Konya

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·5. Mai 2026

Das bittere Ausscheiden von Besiktas im Halbfinale des türkischen Pokals gegen TÜMOSAN Konyaspor hat tiefe Risse zwischen der Mannschaft und ihren Anhängern hinterlassen. Nachdem Enis Bardhi in der 90.+8 Minute per Elfmeter den 1:0-Endstand besiegelte und Konyaspor ins Finale schickte, entlud sich der Zorn der Fans in lautstarken Rücktrittsforderungen gegen den BJK-Vorstand und den Trainer. Sergen Yalcin zeigte sich nach der Partie tief enttäuscht über die Art des Protests. Er betonte, dass man zum Wohle des Vereins arbeite und es ihm leidtue, da das klare Ziel der Gewinn der Trophäe gewesen sei. Der Fußball sei ein interessantes Spiel, in dem man zwar die Kontrolle über die gesamte Begegnung gehabt habe, am Ende aber dennoch mit leeren Händen dastehe.
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Besonders die Heftigkeit der Reaktionen auf den Tribünen stieß dem Coach sauer auf. Sergen Yalcin gab zu Protokoll, dass es nicht sehr gut gewesen sei, dass die Fans so massiv reagierten. Er beklagte eine generelle Ungeduld im Umfeld des Klubs und erklärte, dass in der Vereinsgemeinde keine Geduld herrsche, da ständig dringender, kurzfristiger Erfolg erforderlich sei. Dieses Jahr sei ohnehin nicht einfach zu erreichen gewesen, weshalb er forderte, dass auch der sportlichen Leitung gewisse Rechte eingeräumt werden müssten. Trotz seines Verständnisses für den Frust über das Ergebnis mahnte er an, dass solche Resultate im Fußball schlichtweg eintreten können, ohne dass sofort die gesamte Arbeit infrage gestellt werden dürfe.
Yalcins Worte nach dem Spiel im Detail: „Es tut uns leid, unser Ziel war es, den Pokal zu gewinnen. Fußball ist ein interessantes Spiel. Wir hatten während des gesamten Spiels die Kontrolle. Wir haben gut gespielt, aber so ist Fußball nun einmal. Ich kann die Reaktion der Fans auch verstehen. Manchmal kommt es eben zu solchen Ergebnissen. Dass die Fans so heftig reagiert haben, war ehrlich gesagt nicht gut. Wir setzen uns hier für die Interessen von Besiktas ein. In der Vereinsgemeinschaft ist die Geduld am Ende. Es muss dringend und kurzfristig Erfolg her. Das war in diesem Jahr nicht so einfach zu erreichen. Man muss den Fans auch Recht geben.“

Foto: IHA
Inmitten der aufgeheizten Atmosphäre im Tüpras-Stadion fiel es auch den Akteuren auf dem Rasen sichtlich schwer, Worte für das Geschehene zu finden. Besiktas-Kapitän Orkun Kökcü wirkte nach dem Abpfiff sichtlich gezeichnet und erklärte, dass das Ausscheiden im Halbfinale gegen diesen Gegner nicht dem entspreche, was zur Besiktas-Vereinsgemeinde passe. „Unser einziges Ziel war der Pokal. Was sollen wir sagen. Die letzten zwei Spiele sind noch übrig. Es gibt nicht viel zu sagen. Es ist nicht einfach, nach dem Spiel etwas zu sagen. Ich konnte das Spiel nicht im Kopf bewerten“, so der sichtlich mitgenommene Spielmacher. Er ergänzte entschuldigend, dass man sich bei den Gästen und Fans entschuldige und nun versuche, die verbleibenden zwei Partien professionell über die Bühne zu bringen.







































