come-on-fc.com
·14. März 2026
Fabio Vieira – Hamburg hat das spielerische Element, das der 1. FC Köln zurzeit braucht

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·14. März 2026


Simon Bartsch
14 März, 2026
Im Hinspiel sah er die Gelb-Rote Karte und erwies seiner Mannschaft bei der 1:4-Pleite einen Bärendienst. Nun hofft der HSV, dass Fabio Vieira den Unterschied in die andere Richtung macht. Beim FC hätte man aktuell wohl gerne einen Spieler, mit diesen Qualitäten.

Fabio Vieira vom Hamburger SV (Foto Stuart Franklin / Getty Images)
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Für einen Augenblick dürften sich Sorgenfalten auf der Stirn von Merlin Polzin sowie zahlreichen HSV-Fans ausgebreitet haben. Doch der Hamburger Trainer gab auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen die Geißböcke Entwarnung. Fabio Vieira hatte sich am Mittwoch verletzt, wird aber wohl gegen Köln spielen können. Für den HSV ein entscheidender Faktor, denn der vom Tabellenführer der Premier League, dem FC Arsenal, ausgeliehene Mittelfeldakteur ist bei den Rothosen ein absoluter Unterschiedsspieler. Die Leihe im Sommer wurde von nicht wenigen Experten als Transfer-Coup bis hin zum Geniestreich beschrieben. Tatsächlich brauchte der Portugiese aber eine Zeit lang, um bei den Hanseaten in Form zu kommen. „Er ist ein außergewöhnlicher Fußballer, der uns sehr hilft. Sein linker Fuß ist exzellent. Wir sind froh über jeden Tag, den er da ist. Es ist einfach ein fantastischer Spieler für uns“, sagte HSV-Sportdirektor Claus Costa vor einigen Wochen.
Ein Akteur, der eben den Unterschied machen kann in einem Duell, bei dem es für beide Mannschaften um wichtige Punkte geht. Im Hinspiel avancierte der 25-Jährige im Kölner Stadion auch zum Unterschiedsspieler: Allerdings hat sich Coach Polzin seine Rolle damals wohl anders vorgestellt. Denn der ehemalige U21 Nationalspieler Portugals sah gegen die Geißböcke in Müngersdorf nach einer aus Hamburger Sicht „Kontaktaufnahme“ mit Schiedsrichter Daniel Schlager in der 83. Minute die Gelb-Rote Karte. „Fabio fragt, warum Schwäbe sich Zeit lassen kann. Dafür kriegt er Gelb-Rot. Ich muss aufpassen, was ich sage, da ich emotional bin“, sagte Polzin nach der Partie bei DAZN. Eine Entscheidung, die wohl auch ihren Anteil am Endergebnis hatte. Die Kölner setzten sich 4:1 durch.
Mittlerweile ist Vieira so in Form, dass die Hamburger den Spieler eigentlich unbedingt behalten wollen. Eigentlich, weil die Rothosen dafür eine Ablöse in Höhe von 20 Millionen Euro berappen müssten. Doch der Wunsch kommt nicht von ungefähr. Vieira hat in dieser Saison schon vier Tore erzielt, vier weitere vorbereitet. Mich acht Punkten ist der Portugiese damit der absolute Topscorer beim HSV. Zudem gab der 25-Jährige neben Ransford-Yeboah Königsdörffer die meisten Torschüsse der Hamburger ab, kommt auf den zweithöchsten xGoals-Wert der Rothosen und weist eine höhe Effizienz vorm Tor auf. Die Qualität ist unbestritten. Vieira bringt ein spielerisches Element mit, das beim HSV lange unentfaltet blieb, weil der Portugiese nicht so richtig in das Hamburger System passen wollte.
Als klassischer Zentrumsspieler, meist hinter den Spitzen, aber auch schon mal auf der Acht, musste Vieira einige Male auf den Flügel ausweichen, blieb dort hinter seinen Möglichkeiten. „Ich bin da, um zwischen den Linien die letzte Entscheidung zu treffen. Ich kann den letzten Pass spielen und selbst abschließen“, sagte der Spieler selbst im Interview mit bundesliga.de. Beim FC sucht man nach spielerischer Qualität der Marke Vieira. Luca Waldschmidt fehlt beispielsweise die nötige Konstanz, Isak Johannesson sucht nach seiner Form oder Jakub Kaminski ist eigentlich auf der Schiene zu Hause, wird dort aber auch (zu oft) in der Defensive eingesetzt. Dabei sind die Kölner durchaus gefährlich, kommen auf starke 34 Tore in dieser Spielzeit. Doch gerade in den Partien, in denen der FC den Ball hat, das Spiel machen muss, fehlt die Kreativität – so wie gegen den FC Augsburg, aber auch gegen Bremen oder Union Berlin.
Beim FC sucht man zurzeit das spielerische Element, das eine kompakte Defensive, die Lukas Kwasniok auch in Hamburg erwartet, aushebeln könnte. Am Samstagabend wird es für die Kölner nicht nur darum gehen, diesen Unterschiedsspieler zu finden, vor allem den der Hamburger aus dem Spiel zu nehmen.
Live


Live


Live


Live



































