Faktor René Wagner: Rani Khedira könnte eine Soforthilfe sein – oder greift der FC doch in ein höheres Regal? | OneFootball

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·12. August 2026

Faktor René Wagner: Rani Khedira könnte eine Soforthilfe sein – oder greift der FC doch in ein höheres Regal?

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Matthias Wilhelm

12 August, 2026

Der 1. FC Köln sucht seit geraumer Zeit nach einem erfahrenen Sechser, der die Mannschaft anführt. Ein Kandidat ist Rani Khedira von Union Berlin. Obwohl der Saisonstart keine zwei Wochen mehr entfernt ist, könnte gerade der 32-Jährige sich jedoch schnell zurechtfinden beim 1. FC Köln: Wird Wagner bei Khedira zum entscheidenden Faktor?

Laut „Sky“ soll der 1. FC Köln Gespräche mit Rani Khedira führen. Dabei könnte die gemeinsame Vergangenheit mit FC-Trainer René Wagner ein entscheidender Faktor für eine mögliche Verpflichtung des Sechsers sein.

Rani Khedira könnte von Union zum FC kommen (Foto: Maja Hitij/Getty Images)

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Das erste Pflichtspiel der Saison in Würzburg rückt näher und die Kaderplanung beim 1. FC Köln ist noch nicht abgeschlossen. Die höchste Priorität hat dabei die Verpflichtung eines neuen defensiven Mittelfeldspielers, der viel Erfahrung mitbringt. Viel Zeit bleibt dem Neuzugang jedoch jetzt schon nicht mehr, um sich an den Verein, den Trainer und das neue System zu gewöhnen. Das ist auch der Fall bei Rani Khedira. Gerüchte um den 32-Jährigen kursieren schon länger am Geißbockheim. Jetzt berichtete „Sky“ am Dienstag davon, dass der FC aktuell mit dem tunesischen Nationalspieler spricht. Dabei hat er gegenüber anderen Kandidaten einen entscheidenden Vorteil, der die Eingewöhnungszeit deutlich verkürzen und auch der Grund für einen potenziellen Wechsel in die Domstadt sein könnte.

Gemeinsame Vergangenheit mit Wagner

Khedira hat nämlich bereits mit René Wagner zusammengearbeitet hat. Als Co-Trainer von Steffen Baumgart stand der heutige FC-Coach im Jahr 2025 einige Monate bei den Eisernen unter Vertrag. Trainer und Spieler sind sich dementsprechend nicht unbekannt. Wagner weiß um die Stärken von Khedira, wie er innerhalb einer Mannschaft funktioniert und um die tägliche Zusammenarbeit. Gleichzeitig kennt der Weltmeister-Bruder die Arbeit mit Wagner und seine Idee von Fußball. Von dieser Bekanntschaft der beiden könnten also Verein und Spieler profitieren. Der 1. FC Köln würde seinen gesuchten Anführer auf der Sechs bekommen. Dass Khedira ein Führungsspieler ist, hat er in den letzten Jahren in Berlin unter Beweis gestellt. 149-mal ist er für Union in der Bundesliga aufgelaufen, in einigen davon auch als Kapitän, und erzielte dabei acht Tore für die Köpenicker. Über alle Stationen hinweg kommt der Defensivspezialist sogar auf 287 Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse. Genau das Profil, das am Geißbockheim gesucht wird.

Aber auch Khedira selbst könnte von diesem Wechsel profitieren. Mit Aljoscha Kemlein hat sich in Berlin letztes Jahr in defensiver Mittelfeldspieler hervorgetan, dem die Zukunft gehört. Auch Andras Schäfer gilt als gesetzt bei den Eisernen. Für Khedira besteht also das Risiko, dass seine Einsatzzeit unter dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli deutlich zurückgeht. Beim FC wäre er hingegen als Anführer im Mittelfeld eingeplant. Darüber hinaus kennt er Wagner und seine Vorstellungen von Fußball und würde sich vermutlich schnell darin einfinden. Mit seiner Erfahrung wäre der 32-Jährige in der Lage, in einer jungen Kölner Mannschaft Verantwortung zu übernehmen und seine Mitspieler mitzureißen. Ein spannendes Projekt, dass für den Tunesier in den letzten Jahren seiner Karriere noch einmal verlockend sein könnte. Nach Paul Okon-Engstler und Gideon Mensah wäre Khedira zudem der dritte WM-Fahrer, der noch im Sommer des Turniers nach Köln wechselt.

Khedira oder doch ein höheres Regal?

Wie mehrere Spieler im Laufe der Sommervorbereitung bereits berichteten, legt René Wagner großen Wert auf eine Vertrauensbasis zwischen ihm und seinen Spielern. Jeder soll wissen woran er ist und der regelmäßige Austausch mit seinen Schützlingen steht auf der Tagesordnung. Während die Zeit bis zum Pflichtspielauftakt immer weniger wird, wäre im Fall Khedira womöglich eine deutlich schnellere Integration in die Gruppe möglich, da Spieler und Trainer bereits wissen, wie ihr Gegenüber tickt. Einen Wechsel an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach soll Khedira selbst kürzlich noch abgesagt haben. Dem FC soll er hingegen etwas offener gegenüber stehen. Ob das auch an Wagner liegt?

Trotzdem gibt es aus FC-Sicht einen wichtigen Faktor, der gegen eine Khedira-Verpflichtung sprechen könnte. Wenn die Geißböcke Said El Mala verkaufen, hätten sie genügend Geld, um nochmal in ein höheres Regal zu greifen. In dem Fall wäre die Frage, was die Verantwortlichen um Sportgeschäftsführer Thomas Kessler und Trainer Wagner priorisieren: Einen Spieler wie Khedira, den Wagner kennt und der sich schneller eingewöhnen kann oder einen teureren Spieler mit noch größeren Qualitäten, der kurzfristig vielleicht Anpassungsprobleme haben könnte, jedoch langfristig eventuell dem Kader einen Qualitätsschub verleiht.


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