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·15. Juli 2026

Falklandkonflikt: Argentinier feiern mit "Malvinas"-Banner

Artikelbild:Falklandkonflikt: Argentinier feiern mit "Malvinas"-Banner

Nach dem 2:1 gegen England zeigt Argentinien ein Banner mit Anspielung auf den Falklandkrieg. Wegen des Verbots politischer Botschaften droht Ärger mit der FIFA.

Argentiniens Fußball-Nationalmannschat hat den WM-Halbfinalsieg über England mit einem politischen Banner mit einer Anspielung auf den Falklandkrieg gefeiert. "Las Malvinas son argentinas" ("Die Malwinen sind argentinisch") - diese Botschaft stand auf einem weißen Plakat, das Lisandro Martínez und Giovani Lo Celso kurz nach dem Finaleinzug gegen die Three Lions (2:1) präsentierten.


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Das Banner bezieht sich auf den Konflikt um das Gebiet im Südatlantik, das in Großbritannien als Falklandinseln und in Argentinien als Islas Malvinas bekannt ist und vor 44 Jahren zu einem 74-tägigen Krieg führte. Mehr als 900 Menschen starben dabei. Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf das Britische Überseegebiet unterstreichen. Die Vizepräsidentin des südamerikanischen Landes, Victoria Villarruel, verschärfte die Spannungen im Vorfeld des Anpfiffs, indem sie die Engländer als "usurpierende Piraten" bezeichnete.

Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor dem Spiel zwar betont, dass es sich "lediglich um ein Fußballspiel" handele. Die Erinnerung an den Falklandkrieg von 1982 ist in Argentinien bis heute tief verankert. "Wir waren uns bewusst, was dieses Spiel für dieses Land bedeutete. Wir haben versucht, unser Land und all jene, die diesen traurigen Moment unserer Geschichte miterlebt haben, zu repräsentieren, damit sie sich mit uns identifizieren konnten und wir ein positives Bild vermitteln konnten", sagte Nationalspieler Leandro Paredes.

Die US-Behörden hatten das Halbfinale als Hochrisikoereignis eingestuft. Mit über 1600 Einsatzkräften rund um das Stadion sollte möglichen Ausschreitungen oder politischen Provokationen vorgebeugt werden. Da politische Botschaften durch Spieler und Offizielle verboten sind, droht Argentinien Ärger durch den Weltverband FIFA.

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