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·28. November 2025
Fan-Schikane in London: Bayern-Boss fordert Aufklärung

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·28. November 2025

Was ein Fußballfest werden sollte, wurde für viele Bayern-Anhänger zu einem Abend voller Frust und Unverständnis. Kurz vor Anpfiff des Champions-League-Duells beim FC Arsenal kam es im Emirates Stadium zu einem Zusammenstoß zwischen Fans des Rekordmeisters und englischen Ordnern – ausgerechnet wegen Details, die eigentlich längst geklärt waren. Bayern-Sportdirektor Christoph Freund kündigte an, dass man die Geschehnisse in Ruhe aufarbeiten wird.
Schon vor der Partie hatten Fanvertreter des FC Bayern alle Abläufe mit dem Ordnungsdienst abgestimmt. Die Regeln waren klar: Zaunfahnen durften aufgehängt werden, die Vorsänger sollten wie üblich auf erhöhten Positionen vor dem Block stehen – ein Standardprozess, der bei vielen Auswärtsspielen problemlos funktioniert.
Doch nur Minuten vor dem Anstoß wurde genau das plötzlich unterbunden. Ordner verhinderten das Aufspannen eines Banners und versuchten, die Vorsänger vom Podest zu drängen. Es entstand ein kurzes, aber intensives Gerangel – laut Augenzeugen nicht provoziert von den Bayern-Fans, sondern ausgelöst durch missinformierte oder übereifrige Ordner.
Dass sich anschließend rund 40 Sicherheitskräfte provokativ vor dem Gästeblock postierten, verschärfte die Lage zusätzlich.

Foto: IMAGO
Noch belastender wurde der Abend nach dem Schlusspfiff. Beim Verlassen des Stadions sollen Teile des Bayern-Anhangs von der Londoner Polizei eingekesselt und ohne erkennbaren Anlass attackiert worden sein.
Mehrere Fans berichten, dass sie geschlagen oder gestoßen wurden. Einige mussten sogar im Krankenhaus behandelt werden. Der Vorfall erinnert viele an das Chaos beim Bayern-Auswärtsspiel in Paris vor wenigen Wochen – erneut ein Champions-League-Abend, der für die FCB-Fans mit einem bitteren Beigeschmack endete.
Sportdirektor Christoph Freund reagierte am Freitag auf die Vorfälle in London. „Zu streiten ist nicht der Ansatz, aber diskutieren wollen wir“, sagte der 46-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Duell gegen St. Pauli. „Was in Paris passiert ist, war nicht erfreulich. Auch in London gab es Szenen, die man nicht sehen will. Das wird aufgearbeitet von unseren Fan-Beauftragten.“
Freund betonte, wie wichtig der direkte Austausch mit den Anhängern sei – gerade bei großen internationalen Spielen, die eigentlich Höhepunkte der Saison sein sollten: „Diese Highlight-Spiele in der Champions League sollen Positiverlebnisse sein. Wir sind im Austausch.“
Die erneuten Probleme mit Ordnern und Polizei werfen erneut die Frage auf, wie sicher Champions-League-Auswärtsfahrten für Fans überhaupt noch sind. Während UEFA und Vereine regelmäßig härtere Strafen gegen Fangruppen aussprechen, bleiben Sanktionen gegen Ordner- oder Polizeieinsätze in der Regel aus.
Besonders brisant: Auch beim Europa-League-Spiel des VfB Stuttgart am Donnerstagabend gegen die Go Ahead Eagles aus den Niederlanden, kam es erneut zur Gewalt gegen Fans. In den sozialen Medien kursieren Bilder und Videos, wie die niederländische Polizei im Vorfeld des Spiels die Anhänger der Schwaben augenscheinlich unverhältnismäßig hart attackieren. Teilweise ewig lang festhalten und ihnen so den Eintritt ins Stadion verwehren wollen.









































