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1. FSV Mainz 05

·25. März 2026

Fanbotschafter auch gegen Olmütz unterwegs

Artikelbild:Fanbotschafter auch gegen Olmütz unterwegs

Blau war ziemlich angesagt am Europapokal-Donnerstag im goldenen Mainz. Denn die Fans des tschechischen Clubs Sigma Olmütz dominierten zeitweise das Bild in der Altstadt. Und waren zu einem sehr ordentlichen Teil noch erstaunlich fit, nachdem rund 750 von ihnen eine zwölfstündige Fahrt mit dem (auch überwiegend blauen) Sonderzug und reichlich Pivo hinter sich gebracht hatten. Dass bei vielen Olmützern der rot-blaue Begegnungsschal aus dem Hinspiel zu sehen war, als sie gegen Mittag am Hauptbahnhof eintrafen, freute auch die zehn ehrenamtlichen Fanbotschafterinnen und Fanbotschafter aus der Fanabteilung von Mainz 05. Nach dem absolut positiven Erstkontakt unter den Augen der Polizei auf dem Bahnsteig ging es dann an diesem strahlenden Frühlingstag rasch in die Stadt.

Nicht ganz so rasch für Olmütz-Fan Michael. Dem nämlich waren im Zug irgendwie Jacke und Schuhe abhandengekommen. Und so ließ er sich von den ortskundigen Ehrenamtler der Fanabteilung erst mal den Weg zu einem Schuhladen zeigen, absolvierte den tapfer auf Socken – und bewies dann mit der Auswahl eines Sneaker-Modells in Weiß und Rot einen hervorragenden Geschmack.


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Andere hatten schon gleich eine klare Agenda: "Fanshop – Katedrála – Eisgrub – Arena“ und kaperten ihren Fanbotschafter als Fremdenführer – gern geschehen! So war zwischen Fanshop und Dom ein Abstecher bei Gutenberg auch noch drin – inklusive Ständchen einer Grundschulklasse, die beim Anblick der roten 05-Westen mit ihren Lehrern ein Liedchen anstimmten: "Erste Runde Chisinau, zweite Runde Bern…"

"Der beste Auswärtstag, bei dem ich je dabei war“

Selbst zu St. Stephan mit den weltberühmten Chagall-Fenstern fanden einige Kulturbeflissene den Weg mit Hilfe der ehrenamtlichen Mainzer. Für einige Tschechen sind auch Brauereien offensichtlich magnetische Anziehungspunkte und so wollte eine Gruppe neben dem Eisgrub-Bräu (wo später dann auch die Shuttle-Verbindungen zur MEWA ARENA starteten) auch die Eulchen-Brauerei sowie Kuehn Kunz Rosen im Alten Rohrlager aufsuchen. Ob es diese Gruppe dann anschließend noch ins Stadion geschafft hat, ist nicht überliefert.

"Ahoj“, "Hallo“, "Gude“ oder "Hi“ – vielsprachig ging es zu. Manchmal gab es dabei auch Überraschungen – als sich etwa am Bahnhof eine junge Frau und ihr Vater mit "1919“-Mütze als Sigma-Fans aus Schottland zu erkennen gaben. Angesichts der Mainzer Fanbotschafter erinnerte sich ein tschechischer Fan an eine Auswärtsfahrt in der Europa League 2009/10 ins englische Everton – und daran, wie verloren sie sich als Gäste seinerzeit gefühlt hätten. Kein Wunder, dass die Mainzer Infos, Stadtpläne und Tipps da ganz gut ankamen. Europäische Wettbewerbe sind den Fans aus Mähren ziemlich vertraut, das Auswärtsspiel in Mainz war bereits das 23. allein seit 2000. Dass gerade Mainz Endstation war, hat dann einige gar nicht mehr so geschmerzt, wie ein Instagram-Kommentar vom Freitag zeigt, in dem Student Sebastian sein Fazit zieht: "Wunderschöne Stadt, irre Fans, fantastisches Spiel. Der beste Auswärtstag, bei dem ich je dabei war.“ Er wünsche Mainz für die nächste Runde viel Erfolg und bedanke sich für den herzlichen Empfang: "Thank you for the warm welcome, Danke Schön“.

Für die Fanbotschafterinnen und Fanbotschafter ist das nach ihren Erlebnissen mit Gästen aus Mostar, Florenz, Samsun und Olmütz ein neuer wunderbarer Ansporn fürs Hinspiel im Viertelfinale. Am 9. April heißt es dann: "Bonjour Strasbourg“. Vielleicht auch mit dem ein oder anderen neuen Fanbotschafter (Bewerbungen an [email protected])?

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