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·11. August 2026

FC Bayern baut Zukunft: Verjüngungskur im Mittelfeld

Artikelbild:FC Bayern baut Zukunft: Verjüngungskur im Mittelfeld

Der FC Bayern hat seinen jungen Senegalesen Bara Sapoko Ndiaye fest verpflichtet und damit die nächste Weiche für den Umbau des Mittelfelds gestellt. Der bisherige Leihspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2031 und ersetzt im Kader den 13 Jahre älteren Leon Goretzka. Für den 18-Jährigen geht damit ein Traum in Erfüllung, wie er selbst bei der Unterschrift mit breitem Grinsen betonte.

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Bara Sapoko Ndiaye vom FC Bayern München zieht mit dem Ball davon. Der Nachwuchsangreifer kam beim Testspiel gegen den FC Rottach-Egern am 30. Juli 2026 im Stadion am Birkenmoos zum Einsatz. (Alexander Hassenstein / Getty Images)


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Vor gut einem halben Jahr war Ndiaye noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt, als er aus Gambia nach München wechselte. Seither hat sich der Senegalese rasant entwickelt und soll nun die Zukunft im Zentrum des deutschen Rekordmeisters mitgestalten. Sportvorstand Max Eberl begründete die feste Verpflichtung damit, dass Ndiaye „aus sportlicher Sicht und darüber hinaus bestens zu unserer strategischen Kader-Ausrichtung“ passe.

Verjüngungskur im Mittelfeld schreitet voran

Die Münchner treiben den Generationswechsel in der Zentrale konsequent voran. Längst zählt Eigengewächs Aleksandar Pavlovic, ebenfalls erst 22 Jahre alt, an der Seite von Chefstratege Joshua Kimmich zum Stammpersonal. Nun gesellen sich mit Ndiaye und Tom Bischof zwei weitere junge Kräfte hinzu. Der 21-jährige Bischof, im vergangenen Sommer von der TSG Hoffenheim gekommen, hat sich durch seine taktische Flexibilität in der abgelaufenen Saison sowie eine starke Vorbereitung für größere Aufgaben empfohlen. „Den nächsten Schritt machen“ wolle er nun, hatte er kürzlich erklärt.

Bischof, der bei den Bayern die Rückennummer 8 von Goretzka übernommen hat, war in der Vorsaison überwiegend als Linksverteidiger im Einsatz, ist nun aber als erster Rückgriff für Kimmich oder Pavlovic auf der Sechserposition eingeplant. Dahinter soll sich Ndiaye, der in der Rückrunde bereits vier Einsätze für die Profis sammelte, kontinuierlich weiterentwickeln.

Tempo und schnelle Integration als Pluspunkte

Ein entscheidender Trumpf des Senegalesen ist seine Schnelligkeit. Mit seiner Dynamik bringt Ndiaye dem Mittelfeld Qualitäten, die anderen Konkurrenten um die Plätze bisweilen fehlen. Bereits mit 36 km/h hatte der WM-Teilnehmer auf dem Bayern-Campus für einen Geschwindigkeitsrekord gesorgt.

Auch menschlich hat sich der 18-Jährige schnell eingefügt. Sportdirektor Christoph Freund lobte ihn in höchsten Tönen: „Bara ist ein toller Charakter, der sich in sehr kurzer Zeit in einer völlig neuen Umgebung beim FC Bayern zurechtgefunden und schnell eine hohe Akzeptanz im Team erarbeitet hat.“ Die vielen französischsprachigen Spieler im Kader hätten ihm den Einstieg nach seinem Wechsel im vergangenen Winter erleichtert, berichtete Ndiaye. Mittlerweile spricht er zudem Deutsch. Freund betonte, eine derart schnelle Eingliederung sei „alles andere als selbstverständlich“.

Vom Vorort Dakars bis zur Nationalmannschaft

Ndiaye wuchs in einer Kleinstadt in der Nähe der senegalesischen Hauptstadt Dakar auf, bevor er 2022 in die Akademie der Gambinos Stars Africa in Gambia wechselte. Über Probetrainings bei der Bayern-U19 sowie bei den Grasshoppers Zürich empfahl er sich sowohl für den deutschen Rekordmeister als auch für die Nationalmannschaft des Senegal. Bei der Weltmeisterschaft kam er zuletzt zu einem Einsatz, nun krönte der erste Profivertrag beim FC Bayern seinen bisherigen Werdegang.

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