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·4. Mai 2026
FC Bayern: Comeback im Heimspiel? Mut- und Sorgenmacher fürs Rückspiel gegen Paris

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Das Halbfinal-Rückspiel des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain in der heimischen Allianz Arena steht vor der Tür. Beim Blick auf die Champions-League-Historie des Rekordmeisters finden sich sowohl Mut- als auch Sorgenmacher für die Partie.
Nüchtern betrachtet liegt der FC Bayern München nach dem 4:5-Spektakel in Paris zur Halbzeit mit 0:1 hinten. Noch bleiben also (mindestens) 90 Minuten Zeit, diesen Rückstand zu drehen, und erstmals seit 2020 wieder in ein Finale der Champions League einzuziehen.
Mit Rückständen kennen sich die Münchner ohnehin bestens aus, die in der laufenden Saison bereits zahlreiche Comebacks feiern konnten. Außerdem findet die Partie kommenden Mittwoch auch noch in der Allianz Arena vor heimischem Publikum statt.
Günstige Vorzeichen also – trotz Rückstand? Oder gibt es auch Statistiken für die Pessimisten unter den Bayernfans? Miasanrot mit einem Blick in die Champions-League-Historie der Münchner. Dabei finden sich sowohl Mut- als auch Sorgenmacher für die Partie gegen Paris.
Blickt man auf die reine Bilanz, die der FC Bayern nach Niederlagen in einem Hinspiel seit Einführung der Champions League 1992/93 vorweisen kann, dürften sich vor allem die Pessimisten in ihrer Herangehensweise für das Spiel bestätigt fühlen.
Von insgesamt 16 Hinspiel-Pleiten, in denen man 12-mal zuerst auswärts ran musste, konnte der Rekordmeister lediglich vier Duelle noch zu seinen Gunsten entscheiden. Zwar werden in dem Fall natürlich alle Spiele ausgeklammert, in denen der FCB das Hinspiel gewann oder zumindest nicht verlor, doch in unserem historischen Rückblick geht es ja vor allem darum, Szenarien wie gegen PSG durchzugehen.
Von den genannten 16 Hinspiel-Niederlagen gingen die Münchner zehnmal mit einem Rückstand von einem Tor in die Partie. Bei sechs dieser Niederlagen musste der FCB zuerst auswärts ran. Dabei schaffte der Rekordmeister in drei Fällen noch den Turnaround.
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Vor allem gegen europäische Schwergewichte zogen die Bayern in der Vergangenheit nach Hinspiel-Niederlagen regelmäßig den Kürzeren. Egal ob gegen Manchester City, den FC Barcelona, Atlético Madrid oder mehrmals Real Madrid, die Münchner konnten keine dieser Hinspiel-Pleiten mehr in der Allianz Arena drehen.
Das letzte Mal gelang dem FCB ein solches Comeback gegen ein europäisches Topteam im Achtelfinale der Saison 2006/07, als man Real Madrid nach einer 2:3-Pleite in der spanischen Hauptstadt noch mit einem 2:1-Sieg (aufgrund der Auswärtstorregel) aus dem Wettbewerb warf. Roy Makaays Führungstor nach 10,12 Sekunden sei Dank.
Die anderen beiden Teams, die der Rekordmeister nach einer Ein-Tor-Auswärtspleite noch bezwang, gehören mit dem FC Basel (2011/12) und Lazio vor zwei Jahren höchstens zum europäischen Mittelmaß.
Was dagegen Mut macht, ist die bisherige Bilanz der Bayern gegen Paris Saint-Germain in der heimischen Allianz Arena. Seit ihrer Eröffnung 2005 traf der Rekordmeister viermal mit den eigenen Fans im Rücken auf die Franzosen.
Dabei ging der FCB dreimal als Sieger vom Platz. Sowohl in den beiden Gruppenspielen 2017 (3:1) und 2024 (1:0) als auch im Achtelfinal-Rückspiel der Saison 2022/23 gegen Mbappé und Messi (2:0) überzeugten die Münchner und gewannen sämtliche Partien mehr als verdient.
Die einzige Pleite musste der FC Bayern im Viertelfinal-Hinspiel in der Spielzeit 2020/21 hinnehmen, bei der man in einer chancenreichen Partie mit 2:3 verlor. Ausgerechnet in dieser Partie waren aufgrund der Corona-Pandemie aber keine Fans zugelassen, was das Ausscheiden trotz eines 1:0-Siegs in Paris aufgrund der Auswärtstorregel absurd und bitter zugleich machte.
Wichtig ist zudem die Tatsache, dass die Auswärtstorregel nicht mehr existiert. 2016 hätten die Bayern ohne diese Regelung beispielsweise die Verlängerung erreicht.
Doch am Mittwoch sind die Fans des FC Bayern wieder mit von der Partie. Und wenn es nach Vincent Kompany geht, der sich bei der Pressekonferenz nach dem Hinspiel mit einem Appell direkt an die Bayernfans richtete, dann soll die mit 75.000 Zuschauern gefüllte Allianz Arena zum entscheidenden Faktor werden.
„Falls ihr ein Ticket habt, euch aber am Tag des Spiels nicht fit fühlt, dann bleibt daheim und überlasst eure Karte den fittesten Leuten, die dabei helfen können, die Allianz Arena in eine Festung zu verwandeln“, schwört Kompany die Fans ein.
„Wir müssen gewinnen und wir brauchen den Support von 75.000 Leuten im Rücken. Sie müssen die Partie mit uns zusammen spielen“, führt der Bayern-Coach aus, der seine Mannschaft auch wieder von der Seitenlinie aus betreuen darf. Eine Kombination, die auch den Pessimisten unter den Bayernfans Mut machen dürfte.
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