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·18. April 2026

FC Bayern – Hoeneß-Ansage in der Neuer-Frage: Urbig & Nübel als Azubis?

Artikelbild:FC Bayern – Hoeneß-Ansage in der Neuer-Frage: Urbig & Nübel als Azubis?

Uli Hoeneß hat die Torwartfrage beim FC Bayern mit einer klaren Linie versehen. Der Ehrenpräsident möchte Manuel Neuer noch ein weiteres Jahr halten und ihn zugleich als eine Art Mentor für Jonas Urbig einsetzen. Für Alexander Nübel, derzeit an den VfB Stuttgart verliehen, deutet die Richtung dagegen auf eine Rückkehr ohne echte Perspektive hin.

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Jonas Urbig, Torwart des FC Bayern München, verfolgt einen losen Ball im UEFA Champions League-Achtelfinale (Rückspiel) gegen Atalanta BC in der Football Arena München am 18. März 2026. Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images


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Im Podcast „Auf eine weiß-blaue Tasse“ der Bayerischen Staatsregierung mit Ministerpräsident Markus Söder (59/CSU) sprach der 74-Jährige offen über seine Vorstellung für die Zukunft im Bayern-Tor. Angesprochen auf den im Sommer auslaufenden Vertrag von Neuer sagte Hoeneß: „Wenn es nach mir geht, werden wir versuchen, ihn noch ein Jahr bei uns zu behalten, und ihn bitten, so ein Patronat für den Urbig zu machen. Dass er sich zusammen mit ihm bereiterklärt, in manchen Spielen zu verzichten, damit Jonas, von dem wir sehr viel halten, wirklich glauben, dass er Nachfolger wird.“

Neuer als Patenschaft für Urbig geplant

Hoeneß legte nach: „Was er bisher gezeigt hat, lässt wirklich hoffen, dass er es schaffen kann. Das kann er aber nur schaffen, wenn er spielt. Deswegen wird es sehr wichtig sein, dass Manuel bereit ist, eine Patenschaft für ihn zu übernehmen. Sie verstehen sich übrigens sehr gut. Mit Nübel war das bisschen was anderes.“

Mit dieser Konstellation würde Bayern auf ein Modell mit gemeinsamer Verantwortung zwischen dem 40 Jahre alten Neuer und dem 22-jährigen Urbig setzen. Für den bisherigen Ersatzmann könnte das bedeuten, dass er in der kommenden Saison mehr Einsätze von Neuer erhält, sofern der Kapitän seinen Vertrag verlängert. Sollte Neuer sogar aufhören, wäre Urbig als Nummer eins vorgesehen.

Nübel rückt nach aktuellem Stand ins Abseits

Für Nübel, dessen Vertrag beim FC Bayern bis 2030 läuft, wäre in einem solchen Jobsharing-Modell wohl kein Platz mehr. Eine Rückkehr an die Säbener Straße wäre aus seiner Sicht nur dann sinnvoll, wenn er sich dort in einem offenen Konkurrenzkampf regelmäßig Spielzeit erarbeiten könnte. Genau diese Perspektive gäbe es in der von Hoeneß favorisierten Lösung aber nicht.

Damit spricht immer mehr dafür, dass Nübel bei Bayern nicht als Neuer-Nachfolger eingeplant ist. Schon seit Wochen soll die Tendenz in der Vereinsführung klar sein: Urbig soll in der kommenden Saison mehr Spiele erhalten, falls Neuer noch ein Jahr dranhängt, oder direkt die Nachfolge antreten, wenn der Kapitän aufhört. Für Nübel würde dann ein Verkauf angestrebt.

Das dürfte sich allerdings als schwierig erweisen. Der 29-Jährige verdient laut Einschätzung ein Jahresgehalt von rund 10 Millionen Euro, hinzu käme eine Ablöse. Sein Marktwert wird auf transfermarkt.de mit zwölf Millionen Euro angegeben. Ein Käufer wäre deshalb nicht leicht zu finden.

Freund bestätigt die entspannte Bayern-Lage

Gut möglich also, dass Nübel zum Trainingsauftakt Ende Juli zunächst wieder in München auftaucht. Nach den Aussagen von Hoeneß allerdings wohl ohne reale Zukunft beim Rekordmeister. Bayern-Sportdirektor Christoph Freund äußerte sich am Sonntag vor dem Bundesliga-Spitzenspiel daheim gegen Stuttgart (17.30 Uhr) auf BILD-Nachfrage dennoch gelassen.

Freund sagte: „Wir haben ja jetzt schon öfter über Manu gesprochen und seine Situation und gesagt, dass es an Manu liegt. Manu wird entscheiden, wie er sich fühlt, was sein Bauchgefühl sagt, ob es noch ein Jahr weitergeht. Aktuell ist er fit, zeigt tolle Leistungen. Das ist das alles Entscheidende. Wir haben schon oft besprochen, dass wir uns alle wünschen, dass Manu noch ein Jahr bei uns bleibt – sowohl als Kapitän als auch als Führungsspieler in der Kabine und auf dem Platz. Speziell für Jonas (Urbig) ist das natürlich eine super Situation. Das haben wir schon öfter erwähnt und da hat sich jetzt nicht viel geändert.“

Zum Thema Nübel ergänzte Freund: „Über Alex Nübel haben wir auch schon öfter gesprochen. Er spielt wieder eine gute Saison, spielt die letzten Jahre sehr, sehr gut. Wir haben eine sehr, sehr gute Situation mit unserer Torhüter-Konstellation und sind da deshalb sehr entspannt.“

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