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·25. April 2026

FC Bayern liefert furioses Comeback in Mainz

Artikelbild:FC Bayern liefert furioses Comeback in Mainz

Nach einer blutleeren ersten Halbzeit dreht der FC Bayern einen 0:3-Rückstand in Mainz. Den Großteil des Comebacks verantworten eingewechselte Stammspieler.

Vor dem CL-Kracher gegen PSG ging es für den FC Bayern an einen Bundesliga-Nachmittag in Mainz. Die Gastgeber könnten mit einem Sieg gegen die Rekord-Bayern den Klassenerhalt sichern. Die Münchner sind in der heimischen Liga vor allem noch auf Rekordjagd.


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Wie gewohnt und erwartet rotierte Kompany dabei intensiv: Davies, Laimer, Pavlović und Díaz waren die einzigen Spieler aus der ersten Reihe, die auch in Mainz von Beginn an auf dem Rasen waren. Stattdessen gab es noch ein Startelf-Debüt beim FC Bayern: Bara Ndiaye durfte diesen Meilenstein abhaken.

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Mainz Urs Fischert den FC Bayern

Das Spiel begann zunächst ruhig. Bayern hatte zwar eine gewisse Ballkontrolle, doch es war auch vom Anstoß weg zu erkennen, wie Mainz 05 heute das Spiel angehen wollte. Kompakt stehen, den Spielaufbau im Mittelfeld stören und dann vertikale Gegenangriffe fahren.

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Im Laufe der ersten 15 Minuten klappte das auch immer mehr. Während der FC Bayern zu Beginn noch die eine oder andere Strafraumaktion hatte, wurden die Gastgeber selbst immer gefährlicher. Das krönten sie dann in der 15. Minute:

Nach einer weggefausteten Ecke, kam der Ball halbrechts zu Kaishu Sanu. Der Japaner legte sich den Ball wunderschön mit dem Außenrist zurecht und gab dann in die Mitte zu Dominik Kohr, der per Volley unhaltbar ins linke Eck traf.

Wer danach mit einer intensiven Bayern-Offensive gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Der FCB hatte viel den Ball und machte wenig draus, stattdessen verloren sie immer wieder den Ball und gaben Mainz Kontermöglichkeiten.

So auch in der 29. Minute, als der bockstarke Sano einen der vielen Mainz-Gegenstöße einleitete. Den ersten Abschluss von Amiri konnte Urbig nur nach vorne abprallen lassen, wo Paul Nebel danke sagte und zum 2:0 einschob.

Es wurde und wurde nicht besser. Immer wieder schenkten die Gäste Konter und Standardsituationen her, die fehlende Spannung war klar zu erkennen. Und als sich die Hälfte der Spieler auf dem Platz bereits in der Halbzeit wähnten, schlug Mainz sogar noch einmal zu.

Wieder ein Konter, wieder Amiri von links, wieder eine Parade von Urbig, die – diesmal mit Umweg über die Latte – nach vorne wegspringt und wieder ein Abstauber ins Tor. Mit einem eklatanten 3:0-Rückstand ging es also in die Halbzeit.

FC Bayern Vincent Kompaniert Mainz

Zur Halbzeit kamen Kane und Olise für Pavlović und Díaz, doch trotzdem ging es erstmal wieder mit einem Mainzer Konter los. Wenn hier noch irgendwas gehen sollte, dann mussten die Bayern früh treffen und wenigstens mal die Anzeichen von Offensiv-Momentum.

Und genau das lieferte Nicolas Jackson: Nach Hereingabe von Laimer konnte der Senegalese den Mainzer Keeper bezwingen, allerdings hätte Daniel Batz den wohl haben können.

In der Folge wachten die Bayern tatsächlich mehr und mehr auf. Zunächst blieb es offensiv teils weiterhin etwas harmlos, aber die Absicherung funktionierte in der zweiten Halbzeit ohne Frage viel besser.

Doch wenn es im Verbund nur schleppend läuft, dann muss eben der Generalschlüssel her, der schon die ganze Saison Tore in ganz Europa aufschließt: Michael Olise. Von der rechten Strafraumkante drehte der französische Nationalspieler einen wunderbaren Schuss ins lange Eck – so wie wir es kennen.

Der 2:3-Anschlusstreffer sorgte dann endgültig dafür, dass die Bayern aufs Gaspedal drückten. Nur sieben Minuten später lieferte dann der nächste Einwechselspieler den Ausgleich. Musiala leitete den Spielzug mit einem starken Dribbling selbst ein, legte dann raus auf Olise, der zurück in die Mitte gab. Dort gab es Chaos auf kleinem Raum, an dessen Ende Musiala nur noch ins leere Tor abdrücken musste.

Und jetzt wollten die Bayern auch alle drei Zähler, oder wie man es von Phonzie Davies‘ Lippen ablesen konnte: „One more!“ Und keine drei Minuten nach dem Ausgleichstreffer wurde der Wunsch des Kanadiers wahr: Wieder war Musiala entscheidend beteiligt, diesmal mit einem guten Lauf auf dem Flügel.

Stanišić schickte den eingewechselten Musiala in den Strafraum, dort flankte er scharf vors Tor. Wieder sah Daniel Batz nicht gut aus, denn er wehrte die Hereingabe direkt vor die Füße von Harry Kane ab. Dem Engländer war es dann ein leichtes, zum siebten Tor des Tages einzuschieben und dem FC Bayern den 26. Saisonsieg zu bescheren.

Denn am Ende blieb es bei dem 4:3. In den letzten zehn Minuten kontrollierten die Münchner das Spiel weitestgehend und brachten die hart erarbeitete Führung. Nach diesem ungewollt spektakulären Bundesligasieg jetzt also voller Fokus auf eine gewisse französische Hauptstadt.

FC Bayern vs Mainz: Dinge, die auffielen

Bara Ndiaye hat noch viel zu lernen.

Wenn man einem 18-Jährigen sein Bundesliga-Startelf-Debüt gibt, dann sind Nerven zu erwarten. Und in keinem Spiel ist es weniger schlimm als in einem Auswärtsspiel bei Mainz 05, wenn die Meisterschaft schon geklärt ist.

Trotzdem war heute gerade in der ersten Halbzeit zu sehen, dass Bara Ndiaye noch viel zu lernen hat. Immer wieder traf er Entscheidungen mit Ball zu langsam, was immer wieder mit Ballverlusten bestraft wurde.

Und auch gegen den Ball wurden dem senegalesischen Youngster immer wieder die Grenzen aufgezeigt. Vor allem natürlich beim 3:0, als Amiri ihn auf den Hosenboden schickte, bevor er den Schuss abfeuerte, der dann von Becker zum Tor abgestaubt wurde.

Doch in der zweiten Halbzeit wurde es besser. Ndiaye wirkte sicherer am Ball und robuster in Duellen. Er belohnte Kompany dafür, dass der Coach ihn auf dem Feld ließ – was sicherlich auch ein Zeichen an den jungen Spieler war, dass Fehler bei ihm toleriert werden. Meiner Meinung nach ist das der richtige Ansatz bei einem Teenager.

Mentalität: Ja! Nein! Doch! Ja!

Nachdem in den letzten Wochen immer wieder die bayerische Mentalität gelobt wurde, nachdem die Meisterschaft schon lange (so gut wie) durch ist und die Mannschaft trotzdem Woche für Woche und egal in welcher Besetzung Topleistungen zeigte.

Als diese Mentalität in der ersten Halbzeit dann scheinbar zusammenbrach, konnte man sich schon bereit machen, anzumerken, dass diese Mentalität plötzlich weg war. Doch dann kam die zweite Halbzeit.

Es ging nicht sofort furios los, aber je weiter der zweite Durchgang fortschritt, desto stärker wurden das Spiel und der Einsatz der Bayern. Am Ende belohnten sie sich auch noch wirklich mit dem Sieg. Bei weitem keine Selbstverständlichkeit an diesem Punkt der Saison mit einem solchen Spiel vor der Brust am Dienstag.

Die Breite muss zum nächsten Jahr trotzdem qualitativ verbessert werden.

Trotz alledem hat der FC Bayern ein Breitenproblem. Und zwar nicht in der Menge der Spieler. Wenn alle fit sind, ist das kein Minikader. Aber die Qualität und die Profile, mit denen einige Kaderplätze besetzt sind, reichen nicht ganz.

Mit den Abgängen von Goretzka, Guerrero und Jackson gehen da schon mal drei Planstellen auf, die man qualitativ und vom Profil her passender besetzen könnte. Eventuell sollte man das auch noch mit einer weiteren Position in der Defensive und der Offensive machen, aber das wird die Aufgabe für Max Eberl und Co. im Sommer.

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