FC Bayern: Mit neuen „Robbery“ zum großen Coup | OneFootball

FC Bayern: Mit neuen „Robbery“ zum großen Coup | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: 90PLUS

90PLUS

·13. Januar 2026

FC Bayern: Mit neuen „Robbery“ zum großen Coup

Artikelbild:FC Bayern: Mit neuen „Robbery“ zum großen Coup

Nach einer weiteren beeindruckenden Torgala wurden beim übermächtigen FC Bayern Erinnerungen an glorreiche „Robbery“-Zeiten wach. Der elegante Michael Olise als Arjen Robben, der unberechenbare Luiz Díaz als Frank Ribéry, und dazu noch Torgarant Harry Kane in der Hauptrolle: Die Münchner Super-Offensive ließ den Rekordmeister nach dem 8:1 (2:1) gegen den VfL Wolfsburg noch mehr vom großen Coup träumen – wie 2013 beim historischen Triple mit „Rib“ und „Rob“.

Man könne Olise und Díaz „auf jeden Fall“ mit den Klublegenden vergleichen, sagte Kane bestimmt: „Sie haben eine großartige Verbindung zueinander und sind auf beiden Seiten extrem gefährlich, können Außenverteidiger und Abwehrreihen vor große Probleme stellen.“


OneFootball Videos


Natürlich hätten „Michael und Lucho noch viele Jahre vor sich, um es konstant abzurufen. Aber die Beiden sind auf einem sehr guten Weg – und mit der Einstellung, die sie haben, können sie dieses Niveau sicher erreichen“, ergänzte der Torjäger.

Bayern will die großen Titel angreifen

Auch Sportvorstand Max Eberl geriet ins Schwärmen. Man habe „den filigranen, den eleganten, den kreativen Spieler mit Michael. Und wir haben ein bisschen den kreativen Chaos-Maker mit Lucho. Also wir haben momentan eine Flügelzange, die außergewöhnlich ist“, betonte Eberl und rückte gut gelaunt das große Ganze in den Fokus: „Es passt sehr, sehr viel zusammen. Und das musst du auch haben, wenn du dann irgendwann im März, April wirklich in die entscheidenden Spiele gehst.“

Aktuell können die Bayern den entscheidenden Wochen mit viel Optimismus entgegenblicken, zumal eine Rückkehr von Zauberfuß Jamal Musiala kurz bevor steht. Satte elf Punkte beträgt der Vorsprung auf „Verfolger“ Dortmund nach nur 16 Spielen, dazu kommt eine unglaubliche Tordifferenz von plus 51. Mit einem weiteren Sieg am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Köln winkt sogar die bisher beste Bundesliga-Hinrunde. Selbst der Tore-Rekord aus der Saison 1971/72 (101) dürfte bei derzeit schon 63 (!) Treffern fallen.

Der Hunger ist jedenfalls groß. „Es steht 5:1, 6:1, wir wechseln, bringen junge Spieler und schießen trotzdem noch zwei, drei Tore. Das ist gerade genau unsere Mentalität“, unterstrich Eberl: „Wir haben immer Spieler, die etwas Besonderes machen können. Das macht Spaß.“

Alleine Kane (20 Tore/4 Vorlagen), Olise (9/11) und Díaz (9/9) haben in der Liga schon 62 Scorerpunkte gesammelt, gegen ein bemitleidenswertes Wolfsburg waren es alleine zehn. Olise verbuchte zwei Treffer und zwei Assists, Díaz traf einmal und legte dreimal vor, Kane schoss ein Traumtor und bereitete für Raphael Guerreiro uneigennützig zum 5:1 vor.

„Ich mache immer das, was in dem Moment am besten für die Mannschaft ist“, sagte Kane lapidar. Dies sage aber, meinte Eberl, „viel über die Mentalität aus, die wir in der Mannschaft haben. Da ist kein Egomane, das sind Jungs, die ein gesundes Selbstvertrauen haben, natürlich auch auf sich schauen, aber immer den Teamgedanken nach vorne stellen.“

Nach dem Schützenfest hatte selbst Trainer Vincent Kompany wenig auszusetzen. Es gebe „viele Dinge, mit denen man zufrieden ist“, sagte er, schränkte aber gleich wieder ein: „Es ist völlig egal, wie viele Punkte wir vorne sind. Es geht wieder bei null los.“

Auch beim Thema „Robbery“ bremste der Belgier: „Dafür habe ich zu viel Respekt vor diesen beiden.“ Olise und Díaz müssten „ihren eigenen Weg gehen. Wenn irgendwann der große Titel da ist, können wir vielleicht über dieses Thema sprechen…“

Impressum des Publishers ansehen