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·26. April 2026
FC Bayern München nach spektakulären 4:3-Comeback bereit fürs Paris Halbfinale

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Bayern München hat sich mit einem spektakulären 4:3-Comeback in Mainz noch einmal reichlich Schwung für das Champions-League-Halbfinale in Paris geholt. Nach einem 0:3-Rückstand zur Pause drehte der Meister die Partie und feierte ein Comeback, das intern als wichtiges Signal für die Königsklasse gilt. Harry Kane sprach von einem erhaltenen „Momentum“ und einem bewahrten „Gewinnergefühl“, die Mannschaft sei nun „bereit“ für den Kracher am Dienstag um 21.00 Uhr.
Jonathan Tah vom FC Bayern München bejubelt den Sieg im Bundesliga-Spiel gegen die 1. FSV Mainz 05 am 25. April 2026 in der MEWA Arena in Mainz. (Sona Maleterova / Getty Images)
Im Grunde hatte das Gastspiel beim FSV Mainz 05 sportlich kaum noch Bedeutung, doch die Münchner zogen aus der wilden Aufholjagd eine ganze Menge Selbstvertrauen. Erst zum zweiten Mal überhaupt und erstmals seit 50 Jahren gelang den Bayern in der Bundesliga ein Sieg nach einem 0:3-Rückstand zur Pause. Für Vincent Kompany ist genau dieses Erlebnis im Titelrennen und auf dem Weg zur Triple-Mission von besonderem Wert, weil eine solche Partie im entscheidenden Moment den Glauben an das Unmögliche festigen könne.
Wenn es am Ende eines Tages ein Wunder brauche, sagte der Chefcoach sinngemäß, müsse man vorher schon das Gefühl entwickelt haben, dass so etwas möglich ist. Solche „Schlüsselmomente“ könnten am Saisonende „der Unterschied zwischen einem Titel mehr oder weniger“ sein. Nach dem Spiel schwärmte Sportdirektor Christoph Freund von einer „einmaligen“ Mentalität und einem Teamgeist, der der Mannschaft „ganz, ganz viel Energie für Dienstag“ gebe.
Die erste Halbzeit lief aus Münchner Sicht komplett gegen die eigene Planung. Kompany setzte auf eine weitgehend veränderte B-Elf, und laut dem Belgier sei in den ersten 45 Minuten „alles falsch“ gelaufen. Die Gegentore durch Dominik Kohr in der 15. Minute, Paul Nebel in der 29. Minute und Sheraldo Becker in der 45.+2 brachten die Bayern scheinbar auf die Verliererstraße.
Nach der Pause kippte die Begegnung jedoch mit den Wechseln und der Rückkehr der großen Namen. Erst als Harry Kane in der 83. Minute und Michael Olise bereits in der 73. Minute eingewechselt wurden, kurz darauf auch Jamal Musiala in der 81. Minute, kam die Münchner Offensive ins Rollen. Nicolas Jackson hatte bereits in der 53. Minute getroffen und den Startpunkt für die Aufholjagd gesetzt.
Für das Halbfinal-Hinspiel im Parc des Princes wartet mit Paris Saint-Germain dennoch ein Gegner von einem ganz anderen Kaliber. Auch die Franzosen setzten bei ihrer Generalprobe auf Rotation und gewannen gegen Angers souverän mit 3:0, nach 2:0-Halbzeitstand. Kane zeigte sich deshalb vorsichtig und stellte auf ein „schwieriges Spiel“ ein, PSG sei ein „sehr starker Gegner mit einer guten Qualität“.
Freund rechnet mit einem „extrem spannenden, intensiven, aggressiven Fußballspiel mit viel individueller Qualität“ und wollte keinen Favoriten benennen. Fehlen wird den Bayern im Hinspiel allerdings Kompany selbst, der nach seiner Gelb-Sperre nicht an der Seitenlinie stehen darf. In Mainz hatte er das Team noch mit einer „lauten“ Halbzeitansprache und klugen Wechseln auf Kurs gebracht. Kane nannte ihn deshalb „unseren Leader und Boss“ und betonte zugleich, dass im Team jeder wisse, „was zu tun ist, auch wenn der Boss nicht an der Seite ist“.
Die Assistenten um Aaron Danks sollen die Aufgabe nun übernehmen, und Freund ist überzeugt, dass sie es „gut hinbekommen“ werden. Personell kann Bayern bis auf den Langzeitverletzten Serge Gnabry wieder aus dem Vollen schöpfen. Joshua Kimmich und Dayot Upamecano waren aus Gründen der Belastungssteuerung gar nicht erst nach Mainz gereist, und nach dem 2:0 im Pokal-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen verblieben lediglich drei Spieler in der Startelf.
Mit dem Last-Minute-Erfolg in Mainz verbesserten die Münchner außerdem zwei weitere Bestmarken. Nach dem Sieg stehen nun 53 Auswärtstore und insgesamt 18 Jokertore in dieser Saison zu Buche. Auch die historische Punkte-Marke von 91 Zählern bleibt weiter erreichbar, doch bei den Bayern zählt am Ende vor allem eines, und genau dafür soll der Auftritt in Paris nun die Grundlage legen.
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