Miasanrot
·9. Mai 2026
FC Bayern zähmt die Wölfe

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Zwei Hälften, zwei Gesichter: FC Bayern siegt knapp beim VfL Wolfsburg – dank starkem Keeper und Halbzeitsteigerung.
Mit der Enttäuschung über das Champions-League-Aus gegen Paris in den Knochen ging es in der Bundesliga weiter gegen die stark Abstiegsbedrohten Wölfe. Und wie in den vergangenen Wochen auch, setzte Vincent Kompany auf Rotation.
Urbig stand wieder im Tor und die Innenverteidigung wurde von Ito und Kim gebildet. Vorne durfte aber Harry Kane weiter auf Torjagd gehen. Für die Hecking-Elf ging es im vorletzten Spiel um alles. Durch die Niederlage von St. Pauli am Nachmittag, wussten sie auch bereits was sie brauchten.
Mit jedem Punktgewinn würde die VW-Truppe auf dem Relegationsplatz bleiben und ihnen würde am letzten Spieltag ein Unentschieden reichen, um sich in die Relegation zu retten. Doch selbst bei einer Niederlage mit weniger als fünf Toren Abstand, konnten die Gastgeber ihren Tabellenplatz verteidigen.
In der Anfangsphase war der Ansatz des VfL direkt zu erkennen: Sicher stehen und dann auf Konter und Standardsituationen setzen. So kamen sie auch zur ein oder anderen Chance, doch Urbig war bei der ersten großen Chance zur Stelle und parierte den Souza-Kopfball.
Nach den ersten fünfzehn Minuten meldete sich dann auch der FCB an und erhöhte den Druck, aber Tom Bischof traf nur das Kreuzeck und auch der Nachschuss kam nicht aufs Tor. Doch auf diese dominante Phase des FC Bayern folgte direkt wieder eine Druckphase der Gastgeber.
Wieder wurde Urbig getestet, nachdem kurz zuvor bereits Tom Bischof einen gefährlichen Schuss per Block entschärfen musste. Immer wieder brachen die Wölfe über die linke Abwehrseite durch. Während die Wolfsburger sich über ihre eigene Chancenverwertung ärgern durfte, ließ sich auf der anderen Seite Harry Kane davon inspirieren.
Nach einem langen Ball auf Olise, wurde der Franzose im Strafraum gefoult. Harry Kane trat an und verschoss seinen allerersten Bundesliga-Elfmeter. Wobei man fairerweise erwähnen muss, dass er dabei mit seinem Standbein leicht abrutscht. In der Folge übernahm doch wieder der VfL das Zepter des Handelns, konnte sich aber vor der Halbzeit nicht für starke 45 Minuten belohnen und es ging torlos in die Pause.
Kompany reagierte auf die schwache erste Halbzeit mit einem Doppelwechsel: Upamecano und Laimer kamen für Kim und Goretzka. In Kombination mit der Halbzeitansprache hatten die Änderungen auch direkt einen spürbaren Einfluss auf den Spielfluss. Der FC Bayern kontrolloerte das Spiel und kam zu deutich mehr Gelegenheiten.
Es war dann mal wieder ein Moment der Brillianz von Michael Olise, der die Führung brachte. Alle wussten, dass es kam und doch konnte es niemand stoppen: Olise nimmt den Ball, zieht nach innen und zirkelt ihn mit dem linken Fuß ins Kreuzeck. 1:0.
Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu dem genauen Gegenteil der ersten Halbzeit: Der FC Bayern behielt die Kontrolle und kam auch immer wieder in gefährliche Zonen. Und so verlief das Spiel auch bis tief in die Schlussphase ohne einen Wolfsburger Abschluss in der zweiten Halbzeit.
Kurz vor Schluss wachten die Wölfe dann nochmal auf und Svanberg hatte nochmal eine riesige Chance nach einem Konter, die er allerdings an den Pfosten setzte. Und so gewann der FC Bayern durch ein Traumtor von Michael Olise mit 1:0.
Es war mal wieder ein Spiel über neunzig Minuten für Tom Bischof. Und er machte seine Sache gut – mehr oder weniger. Was er weniger gut machte? Stellungsspiel gegen den Ball als Linksverteidiger. Der Rest war sehr überzeugend vom 20-Jährigen.
Immer wieder setzte er robuste Zweikämpfe und seine Fähigkeiten mit Ball sind ja bereits bekannt. Er brachte 95% seiner Pässe an und spielte zwei Chancen heraus. Und dann zeigte er auch mal wieder eine Fähigkeit, die er seiner Konkurrenz im Mittelfeld des FC Bayern voraus hat:
Seine Schusstechnik. Mit diesem linken Fuß könnte er uns in den kommendne Jahren noch viel Spaß machen. Vor allem wenn er in Zukunft wirklich regelmäßig aus dem Mittelfeld kommen sollte und häufiger in die richtige Position kommen kann.
Mit dem Abgang von Leon Goretzka wird in der Bayern-Mittelfeld-Rotation ein Platz frei. Doch die Verantwortlichen sollten sich hüten den zu hochkarätig zu ersetzen, denn es gibt da so einen jungen Spieler im Kader, der sich ganz dringend entwickeln will.
Der nächste junge Spieler, der überzeugen konnte, stand zwischen den Pfosten. Jonas Urbig hielt vor allem in der ersten Halbzeit die Null fest. Immer wieder reagierte er brillieant of der Linie und machte sich in den entscheidenden Duellen groß – perfekt Torwarttechnik.
Auch mit Ball am Fuß machte der 22-Jährige zum wiederholten Male eine sehr gute Figur. Im Kurzpasspiel strahlt er Ruhe aus und seine langen Bälle werden immer wieder gefährlich. Urbig zeigt in seinem Spiel wirklich kaum eine Schwäche.
Manuel Neuer saß heute auf der Bank. Sollte er seinen Vertrag tatsächlich nochmal um ein Jahr verlängern, dann sollte er auch nächste Saison viel Zeit dort verbringen. Bisher war es so, dass Neuer die wichtigen Spiele bekam und Urbig den Rest. Das sollte kommende Spielzeit umgekehrt sein.
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