Miasanrot
·6. Februar 2026
FC Bayern zu Gast in Freiburg: Stolperstein oder Pflichtsieg?

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·6. Februar 2026

Die FC Bayern Frauen sind am Freitagabend zu Gast beim SC Freiburg. Dort könnte auf sie trotz zuletzt guter Ergebnisse eine schwere Aufgabe zukommen.
Nach dem 3:0-Heimsieg des FC Bayern gegen RB Leipzig am schneebedeckten Bayern Campus zum Jahresauftakt hatten die FCB-Frauen aufgrund der wetterbedingten Spielabsage für die Partie beim FC Carl Zeiss Jena ein spielfreies Wochenende. Nun sind die Tabellenführerinnen im Breisgau zu Gast.
Während die Bayern die letzten drei Heimspiele gegen den SC Freiburg souverän gewonnen haben (4:0, 3:1 und 4:0), endeten die letzten beiden Bundesligapartien in Freiburg jeweils mit einem 2:2-Unentschieden.
Zum Auftakt des 17. Spieltags haben die Münchnerinnen nun die Chance zumindest vorerst ihren Vorsprung auf den Zweitplatzierten auf neun Punkte auszubauen, da die Partie des VfL Wolfsburg bei Werder Bremen wetterbedingt verschoben wird. Miasanrot schaut darauf, was die Bayern gegen den SC Freiburg erwarten wird.
Einzig beim 0:0-Unentschieden am 3. Spieltag beim Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena haben die Bayern bisher Punkte in dieser Bundesliga Saison liegen gelassen, ansonsten können die amtierenden Meisterinnen auf 14 Siege mit einem Torverhältnis von 57:4 zurückblicken.
José Barcala ist es in den letzten Monaten gelungen, das Fundament, welches sein Vorgänger Alexander Straus geschaffen hatte, weiter auszubauen und das Offensivspiel der Bayern noch weiter zu stärken, sodass sie viele Partien souverän gewinnen konnten.
Nun hat die Mannschaft nach dem Trainingslager in Spanien und vielen Trainingseinheiten in München die Gelegenheit die zweite Saisonhälfte noch erfolgreicher als die Hinrunde zu gestalten. Der Heimsieg gegen RB Leipzig war dabei zwar ein erster Schritt, jedoch waren die Platzverhältnisse aufgrund des Schnees nicht optimal und vor allem das Kombinationsspiel der Bayern litt darunter.
Eine spielerische Steigerung könnte für das Duell mit Freiburg entscheidend werden, die alles daran setzen werden ihre zuletzt positive Heimbilanz gegen die Bayern fortzuführen. Nicht nur diese beiden Unentschieden zeigen die herausragende Heimstärke der Freiburgerinnen – auch gegen andere Spitzenteams kamen sie immer wieder zu Punktgewinnen und aktuell belegen sie in der Heimtabelle der laufenden Saison den zweiten Platz hinter den Bayern mit sechs Siegen und einem Unentschieden in acht Spielen.
Der SC Freiburg gilt seit jeher als guter Ausbildungsverein für junge Talente. So spielten beispielsweise Giulia Gwinn und Klara Bühl in Freiburg, bevor sie zum FC Bayern wechselten und konnten dort wichtige Entwicklungsschritte gehen, indem sie viel Spielzeit sammelten. Auch aktuell befinden sich beispielsweise mit Nia Szenk, Maj Schneider und Leela Egli vielversprechende junge Spielerinnen im Kader von Freiburg.
Für den aktuellen Erfolg und die langjährige Beständigkeit ist jedoch auch die Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielerinnen wichtig. So ist unter anderem seit dieser Saison Laura Benkarth ein wichtiger Rückhalt im Tor, die von 2018 bis 2023 beim FC Bayern gespielt hat. Aktuell befindet sich der SC Freiburg mit 26 Punkten auf dem sechsten Platz. Sie sind mit zwei Auswärtsspielen in das neue Jahr gestartet, auf eine 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln folgte ein 2:0-Sieg beim Hamburger SV.
Einstellen können sich die Münchnerinnen auf einen sehr aggressiven Gegner. Freiburg fühlt sich zudem mit dem Ball als auch in der Arbeit gegen den Ball sehr wohl und kommt auf einen Ballbesitzschnitt von etwas mehr als 52 Prozent. Aus den Daten von Wyscout lässt sich ablesen, dass sie im Pressing nicht passiv agieren.
Zwar erlauben sie ihren Gegnerinnen im Schnitt etwas mehr als zehn Pässe im Aufbau, ehe eine Defensivaktion erfolgt – was leicht über dem Ligaschnitt liegt. Dafür stehen sie auf Platz drei der Liga, was die Intensität anbelangt: Pro Minute Ballbesitz des Gegners haben sie im Schnitt 6,9 Defensivaktionen. Nur Wolfsburg (7,5) und Köln (7,1) stehen vor ihnen – der FC Bayern steht mit sechs auf dem fünftletzten Rang.
Freiburgs Pressing ist variabel. Mal schieben sie hoch raus, wenn sie sich beispielsweise Ballgewinne auf dem Flügel erhoffen, oft agieren sie zunächst aber lauernd, um dann aggressiv zuzupacken, wenn die Spieleröffnung erfolgt ist. Im Hinspiel gelangen ihnen bei der 0:4-Niederlage nur drei hohe Balleroberungen – das dürfte auch diesmal wieder ein Schlüssel für die Bayern sein, um das Spiel zu kontrollieren.
Mit rund 44 abgefangenen Pässen pro 90 Minuten sind sie in dieser Statistik das beste Team aus den Top-6 der Bundesliga – Leverkusen hat 42, Bayern mit 30 die wenigsten. Die Münchnerinnen müssen also aufpassen, dass sie dem Sportclub nicht zu viele Ballverluste und damit Räume anbieten. Und gleichzeitig wird es darum gehen, in den Phasen, in denen der SC den Ball hat, deren Spielstärke zu unterbinden.
Damit die Bayern in Freiburg drei Punkte mitnehmen können, werden sie über die gesamte Partie eine konzentrierte Leistung zeigen müssen. Die Freiburgerinnen haben schon häufiger gezeigt, dass sie gerade vor heimischer Kulisse auch Rückstände wieder aufholen können.
Barcala führte in den vereinseigenen Medien ebenfalls aus: „Mit Freiburg erwartet uns eine Mannschaft von hoher Qualität, die eigene Fehler konsequent bestraft. Taktisch sind sie sehr gut organisiert und extrem gefährlich, wenn du deine Positionen nicht exakt hältst. Zuhause haben sie oft gezeigt, wie stark sie sind.“
Die wenige Spielpraxis nach der Winterpause könnte für die Bayern zwar einen Nachteil darstellen, auf der anderen Seite hatten sie nun jedoch nach den vielen englischen Wochen vor der Pause viele Gelegenheiten zu trainieren und zu regenerieren. Zudem muss Barcala derzeit nur auf die langzeitverletzten Spielerinnen Lena Oberdorf und Sarah Zadrazil verzichten. Damit sind die Voraussetzungen gut für einen weiteren Sieg, mit dem sie ihre Führung in der Bundesliga weiter festigen könnten.








































