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·19. Januar 2026

FCK-Insights: Ein Lieberknecht-Sieg wie aus dem Bilderbuch

Artikelbild:FCK-Insights: Ein Lieberknecht-Sieg wie aus dem Bilderbuch

Nach dem enttäuschenden Jahresausklang im Heimspiel gegen Magdeburg stand dem 1. FC Kaiserslautern mit Hannover 96 ein echter Härtetest bevor. Die Niedersachsen hatten zuletzt namhaft auf dem Transfermarkt zugeschlagen und zeigten auf dem Betzenberg zumindest phasenweise, warum sie zu den Aufstiegsfavoriten zählen. Beide Teams lieferten sich ein denkwürdiges und hochintensives Spiel, das einerseits zeigte, dass der FCK über viel individuelle Qualität verfügt, und andererseits, dass der Betzenberg eine absolute Wucht sein kann.

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Lauernde Lautrer gegen spielbestimmende Gäste

Wer bei eisigen Temperaturen ein mitreißendes Spektakel erwartete, wurde zunächst enttäuscht. Denn während Hannover sehr schwungvoll und spielbestimmend in die Partie startete, schien der FCK der Wucht der Niedersachsen bis etwa zur Mitte der ersten Halbzeit wenig entgegensetzen zu können. Auch in der Folge überließ der FCK den technisch versierten Hannoveranern den Ball, was sich in 56 Prozent Ballbesitz widerspiegelt (bundesliga.de). Ein Blick auf die Statistik der erspielten Großchancen zeigt jedoch, dass der FCK trotz seiner eher abwartenden Haltung keineswegs ungefährlich war. So brachten es die Pfälzer auf drei Großchancen und damit genauso viele wie der Gegner (fotmob.com).

Eindrucksvoll war vor allem die Intensität, mit der das Team von Torsten Lieberknecht spielte. Am Ende der Partie hatten die Roten Teufel bei der Anzahl gewonnener Zweikämpfe (91 vs. 87, bundesliga.de) die Nase vorn, wohingegen Hannover bei der Laufleistung (117,52 km vs. 118,47 km, kicker.de) hauchdünn vorne lag. Allerdings muss man anmerken, dass beide Mannschaften eine bemerkenswerte Laufleistung zeigten und Hannover aufgrund der gelb-roten Karte in der Schlussphase zwangsläufig mehr laufen musste. Bei den erwarteten Toren von 2,22 gegenüber 1,32 (bundesliga.de) waren die Lautrer am Ende deutlich im Vorteil. Dabei wurde jedoch allein das 3:1 durch Naatan Skyttä mit 0,99 bewertet (fotmob.com). All diese Zahlen belegen, dass sich der FCK diesen Heimsieg trotz spielerischer Nachteile durchaus verdient hat.

Unruheherd Naatan Skyttä

Beim Last-Minute-Heimsieg gegen die Gäste vom Maschsee wusste mit Naatan Skyttä ein Lautrer wie gewohnt zu überzeugen. Der 23-Jährige war unglaublich umtriebig und verzeichnete mit fünf Abschlüssen die meisten aller eingesetzten Akteure (bundesliga.de). Zudem zeigte der Linksfuß auch im Kampf um den Ball eine starke Leistung und gewann sechs seiner sieben Zweikämpfe (fotmob.com). Damit bewies der finnische Sommerneuzugang einmal mehr, wie unverzichtbar er für seine Mannschaft ist, und machte gleichzeitig deutlich, dass er zurecht jüngst in der Bundesliga-App zum Zweitliga-Spieler der Hinrunde gewählt wurde.

Sahin belohnt sich endlich

Ein weiterer Name ist in diesem Artikel unverzichtbar: Matchwinner Semih Sahin. Er stand überraschend erstmals seit seiner Ankunft beim FCK nicht von Beginn an auf dem Rasen. Eine Entscheidung des Trainers, die ihn mächtig anzuspornen schien. So riss der gebürtige Mannheimer nach seiner Einwechslung das Spiel an sich, verbuchte in nur 31 Spielminuten einen Pre-Assist, das entscheidende 2:1 sowie die Vorlage zum 3:1 und avancierte damit zum Spieler des Tages. Darüber hinaus wirkte die Nummer acht im Passspiel deutlich konzentrierter und erreichte am Ende eine Passquote von 100 Prozent (fotmob.com). Eine Leistung, die dem sehr selbstkritischen Spielmacher enorm viel Selbstvertrauen verleihen wird.

Weitere Statistiken:

Pässe: 372 vs. 419

Passquote: 77% vs. 82%

Torschüsse: 16 vs. 11

Flanken: 35 vs. 13

Ecken: 5 vs. 6

Pfälzer Sechs-Punkte- Sieg

Auch wenn es eine oft belächelte Floskel ist: Mit dem späten Sieg haben die Roten Teufel ein echtes Sechs-Punkte-Spiel für sich entschieden. Außer den Lautrern hat keine der ersten sieben Mannschaften der Tabelle dreifach gepunktet. Dadurch konnte der Abstand zu den vorderen, angestrebten Tabellenplätzen vorübergehend verkürzt werden.

Wenngleich spielerisch sicher noch deutlich Luft nach oben bestand und die gelb-rote Karte die Aufholjagd der Pfälzer begünstigte, waren die große Leidenschaft und der Zusammenhalt der Mannschaft beeindruckend. Mindestens genauso bemerkenswert war zudem die Qualität, mit der der FCK erstmals seit langer Zeit ohne eine Vielzahl von Verletzten nachlegen konnte. All dies stimmt zuversichtlich, dass mit den Männern in Rot zu rechnen ist.

Quelle: Treffpunkt Betze

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