LIGABlatt
·2. Januar 2026
Fenerbahçe macht bei Alexander Sørloth und Ademola Lookman ernst

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Bei Fenerbahçe hat man den Traum von der 20. türkischen Meisterschaft noch nicht aufgegeben, weshalb man nun vor allem in der Offensive in die Vollen gehen und auf dem Transfermarkt mit prominenten Neuzugängen tätig werden will. Wie schon seit längerem bekannt ist, hat man vor allem ein Auge auf Alexander Sørloth von Atlético Madrid sowie Ademola Lookman von Atalanta Bergamo geworfen. Die offiziellen Transferverhandlungen sollen nun bald starten.
Während des Wintertransferfensters hat jeder Verein die Möglichkeit, den bisherigen Saisonverlauf zu analysieren und dementsprechend mit Neuzugängen etwaige Stellschrauben nachzuziehen. Ein türkischer Verein, der in diesem Winter auf dem Transfermarkt wohl sehr aggressiv vorgehen wird, ist Fenerbahçe. Bei den "Kanarienvögeln" ist man vor allem mit der Chancenverwertung und der allgemeinen Durchschlagskraft im gegnerischen Sechzehner unzufrieden, weshalb im Angriff mindestens zwei neue namhafte Spieler kommen sollen. Die Favoriten, die man hierfür gerne holen würde, sind die beiden Ex-Leipziger Alexander Sørloth und Ademola Lookman. Um die Transfers tatsächlich zu finalisieren, hat sich nun eine Gesandtschaft auf den Weg gemacht, um mit den gegenwärtigen Arbeitgebern der beiden Wunschspieler zu verhandeln.
Fenerbahçe will bei Ademola Lookman schneller sein als die Konkurrenz
Wie "beIN SPORTS" berichtet, hat die Fenerbahçe-Führung eine Delegation rund um Vorstandsmitglied Ertan Torunoğulları nach Bergamo geschickt, um dort über einen Transfer von Ademola Lookman zu verhandeln. Der Nigerianer weilt derzeit beim Afrika-Cup, wo er mit zwei Toren und zwei Vorlagen in den ersten beiden Spielen gerade für Schlagzeilen sorgt. Die Sorge bei Fenerbahçe ist nun, dass diese starken Leistungen nun auch das Interesse anderer, womöglich noch zahlungskräftigerer Klubs wecken könnte, weshalb man möglichst schnell Nägel mit Köpfen machen und eine grundsätzliche Einigung mit Atalanta Bergamo erzielen will, bevor man mit dem Spieler selbst verhandelt. Lookman hatte im Sommer einen Wechsel zu einem anderen Klub forcieren wollen und war dafür dem Mannschaftstraining ferngeblieben. Der Wechsel kam nicht zustande und Lookman wurde suspendiert. Im Laufe der Saison wurde er zwar wieder ins Team aufgenommen, grundsätzlich möchte Atalanta den 28-Jährigen aber loswerden und sucht nun nach einem geeigneten Abnehmer.
Alexander Sørloth weiterhin im Hauptfokus von Fenerbahçe
Abgesehen von Ademola Lookman, der in der Offensive vielseitig einsetzbar ist und auf den Flügeln und als hängende Spitze spielen kann, sucht man noch nach einem klassischen kopfballstarken Strafraumstürmer, wobei man vor allem Alexander Sørloth von Atlético Madrid im Blick hat. Der Norweger kennt die Süper Lig gut und hatte in der Saison 2019/20 auf Leihbasis ein Jahr lang für Trabzonspor gespielt, wobei ihm wettbewerbsübergreifend in 49 Pflichtspielen 33 Treffer und elf Vorlagen gelangen, ehe er damals für 20 Millionen Euro zu RB Leipzig in die Bundesliga gewechselt war. Bei den "Roten Bullen" war er vor dem gegnerischen Tor zwar weniger erfolgreich, nach seinem Wechsel zum FC Villarreal fand er allerdings seinen Torriecher wieder und schoss in seinem Jahr dort in 41 Pflichtspieleinsätzen 26 Tore und bereitete sechs weitere Treffer vor, weshalb er dann im Sommer 2024 für 32 Millionen Euro zu Atlético Madrid wechselte.
Nach einer starken ersten Saison bei den "Rojiblancos" sind die Leistungen Sørloths in der laufenden Spielzeit allerdings eher schwankend, weshalb man nun über einen Verkauf des 30-Jährigen nachdenkt. Hatte er in seiner ersten Saison in der spanischen Hauptstadt noch 26 Scorer in 50 Einsätzen gesammelt, steht er nun bei wettbewerbsübergreifend fünf Toren und einer Vorlage in 25 Spielen. Bei der norwegischen Nationalmannschaft zeigt der 1,95 Meter große Mittelstürmer nach wie vor, dass er weiß, wo das gegnerische Tor steht und bildete zusammen mit Erling Haaland das torgefährlichste Sturmduo der zurückliegenden WM-Qualifikation, mit 21 Treffern in nur acht Spielen. Diese Offensivstärke will sich nun Fenerbahçe sichern, weshalb nach dem anstehenden Halbfinalspiel gegen Samsunspor in der Süper Kupa am 6. Januar eine weitere Delegation nach Madrid reisen soll, um dort mit dem Klub und dem Spieler zu verhandeln.
Für beide Transfers zusammen sind Spieleverkäufe nötig
Ob man einen oder gar beide Wunschspieler am Ende auf bekommt, ist derzeit noch fraglich. Auch wenn die derzeitigen Arbeitgeber der beiden Kicker wohl durchaus gewillt sind, die beiden abzugeben, dürfte es für Fenerbahçe trotzdem eine teure Tasse Tee werden. Zwar heißt es, dass die Vereinsführung ein Budget von bis zu 40 Millionen Euro bereitstellen will, doch wird man einen Transfer von Ademola Lookman und Alexander Sørloth nur dann finanziell stemmen können, wenn vorher noch ein prominenter Name geht. Als aussichtsreichster Abgangskandidat gilt weiterhin Youssef En-Nesyri, der immer wieder mit einem möglichen Wechsel nach Saudi-Arabien in Verbindung gebracht wird. Auch ist die Offensive nicht der einzige Mannschaftsteil, der bei den Marineblau-Gelben verstärkt werden soll. So wurde zuletzt bekannt, dass man auch im Mittelfeldzentrum nach einem hochklassigen Neuzugang suche, weshalb man sich zuletzt nach Davide Frattesi von Inter Mailand erkundigt habe.
Foto: Marco Luzzani / Getty Images









































