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·3. Januar 2026
Fenerbahce plant Lookman- und Sörloth-Coup: Milliarden-Plan, KAP-Kapitalerhöhung, Becao-Angebot und Saran-Klartext

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·3. Januar 2026

Fenerbahce geht mit hoher Schlagzahl in die Winterphase: Auf dem Transfermarkt stehen prominente Namen im Fokus, parallel laufen finanzielle Weichenstellungen in Milliardenhöhe. Während sich die Klubführung um Verstärkungen wie Ademola Lookman und Alexander Sörloth bemüht, rückt zugleich ein möglicher Einnahmenrekord in den Mittelpunkt. Dazu kommen eine offizielle Mitteilung zur Kapitalerhöhung über die Plattform für öffentliche Bekanntmachungen und neue Entwicklungen rund um Rodrigo Becao. Auch Präsident Sadettin Saran setzt intern Signale und spricht mit Teilen der Mannschaft persönlich.
Bei den Gelb-Blauen stehen zwei Offensivnamen ganz oben auf der Agenda. Nach Informationen von beIN SPORTS ist Ertan Torunogullari, zuständig für den Fußballbereich bei Fenerbahce, nach Italien gereist, um den Transfer von Ademola Lookman vorzubereiten. Torunogullari führt demnach Gespräche mit den Verantwortlichen von Atalanta Bergamo, um die Rahmenbedingungen auszuloten und den Deal in die Spur zu bringen. Damit unterstreicht der Klub, dass er im Winterfenster nicht nur reagieren, sondern gezielt nach oben angreifen will.
Parallel bleibt Alexander Sörloth ein weiteres Ziel. Nach dem Halbfinale der Supercup gegen Samsunspor plant Fenerbahce laut beIN SPORTS Gespräche mit Atletico Madrid, um einen möglichen Wechsel des Stürmers zu verhandeln. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Erst der sportliche Fokus auf das Pokalspiel, dann die Transfergespräche mit dem spanischen Klub. In der Gesamtschau wirkt es wie eine Doppelstrategie, die den Kader kurzfristig auf ein neues Niveau heben soll.
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Neben den Transferplänen rückt die finanzielle Seite in den Vordergrund. Sözcü berichtet, dass Fenerbahce durch den Verkauf von Grundstücken in Atasehir und Kayisdagi sowie durch eine Kapitalerhöhung insgesamt 291,3 Millionen Euro beziehungsweise 14,7 Milliarden TL einnimmt. Hinzu kommen weitere Beträge, die den Weg zu einer neuen Größenordnung ebnen sollen. Die Zielrichtung ist klar: Schuldenabbau, strukturelle Entlastung und ein Schritt in Richtung finanzieller Unabhängigkeit.
Im Januar fließen laut Sözcü allein durch die genehmigte Kapitalerhöhung 3,8 Milliarden TL in die Kassen. Zudem sollen die ersten Raten aus den Grundstücksverkäufen noch vor Ende Januar eingehen, wodurch Fenerbahce finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von vier Milliarden TL bedienen und aus dem Bankenverband austreten kann. Nach dem Austritt steht dem Klub laut Sözcü auch die Nutzung von 2,6 Milliarden TL aus einer Hypothek offen. In Summe ergibt das ein Gesamtvolumen von 343 Millionen Euro beziehungsweise 17,3 Milliarden TL, das als historischer Einnahmenrekord im Raum steht.
Die Kapitalmaßnahme ist auch offiziell dokumentiert. Fenerbahce übermittelte die vom Kapitalmarktausschuss genehmigte Erklärung zur Kapitalerhöhung gegen Bareinlage an die Plattform für öffentliche Bekanntmachungen (KAP). In der Mitteilung heißt es, dass das Unternehmenskapital von 1,25 Milliarden Lira auf 6,25 Milliarden TL erhöht wird, also um 400 Prozent. Die neuen Bezugsrechte können dabei mit einem Nennwert von 1 TL je Aktie zu 2 TL ausgeübt werden.
Als erwartete Einnahmen nennt die KAP-Mitteilung zehn Milliarden TL. Nach Abzug der Emissionskosten in Höhe von 24.777.500 TL soll ein Kapital von 9.975.222.500 TL erzielt werden. Der Klub plant, mindestens 70 Prozent der Einnahmen für finanzielle Verbindlichkeiten zu verwenden, zusätzlich sind Mittel für Spielergehälter vorgesehen. Damit liefert die Mitteilung nicht nur eine Zahl, sondern einen klaren Kurs: Entlastung der Bilanz und zugleich Handlungsfähigkeit für die sportliche Seite.
Auch im Kader gibt es Bewegung nach außen. Rodrigo Becao, seit dem 8. Dezember aus dem Kader gestrichen, steht im Fokus des AC Florenz. Nach Informationen von Corriere dello Sport hat der italienische Klub eine Ablösesumme von rund fünf Millionen Euro als Richtwert festgelegt. Fenerbahce will einen maximalen Ertrag erzielen, zeigt sich aber angesichts der Kadersituation verhandlungsbereit, weil Becao sportlich zuletzt keine Rolle mehr spielt.
Im Raum steht dem Bericht zufolge auch eine Leihe, während beide Seiten gleichzeitig über eine dauerhafte Lösung sprechen. Beim Gehalt passt das Profil: Corriere dello Sport nennt eine Million Euro pro Jahr, in anderen Quellen kursiert eine Angabe von 1,8 Millionen Euro, was aus Sicht der Italiener finanzierbar bleibt. Becao kommt bei Fenerbahce auf 38 Spiele mit zwei Toren und einer Vorlage. Für den Klub ist der Fall ein Gradmesser: Transfererlös sichern, gleichzeitig die Kaderstruktur für die Rückrunde neu sortieren.
Präsident Sadettin Saran setzt derweil interne Akzente. Nach seiner Ankündigung, am Ende der Saison eine außerordentliche Wahlversammlung abzuhalten (GazeteFutbol berichtete), folgte ein weiterer Schritt. TRT Spor berichtet, dass Saran mit einigen Spielern persönliche Gespräche führte und dabei die Linie für die kommenden Monate vorgab. Er kündigte an, bis zum Saisonende im Amt zu bleiben und den Fokus konsequent auf sportlichen Erfolg zu legen.
In seiner Erklärung machte Saran seine Motivation deutlich und verband sie mit den Projekten und Zielen der neuen Führung. Er sagte: „Ich werde mein Amt als Präsident bis zum Ende der Saison weiterführen und dann unseren Verein zusammen mit unserem Vorstand zu einer außerordentlichen Generalversammlung führen.“ Zudem betonte er: „In diesem Prozess liegt mein ganzer Fokus darauf, die mir bis zum Saisonende übertragenen Aufgaben vollständig zu erfüllen.“ Die Botschaft an die Mannschaft ist eindeutig: Stabilität im Präsidium, klare Zielsetzung im Sport und ein Zeitfenster, in dem Transfers, Finanzen und Titelambitionen zusammengeführt werden sollen.
Das Gesamtbild ist ungewöhnlich dicht: Lookman und Sörloth als potenzielle Top-Verstärkungen, parallel eine Kapitalmaßnahme in Milliardenhöhe und konkrete Bewegungen bei Abgängen wie Becao. Dazu kommt ein Präsident, der öffentlich den Rahmen bis Saisonende absteckt und intern die Mannschaft einschwört. Für Fenerbahce entscheidet sich in diesen Wochen, ob der Klub die sportliche Offensive und die finanzielle Neuordnung synchronisiert. Genau in dieser Kombination liegt die Sprengkraft: Wenn die Zahlen stimmen und die Deals passen, könnte der Winter die Statik der Saison nachhaltig verändern.









































