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·20. Juni 2026

FIFA WM 2026 & Gehirnerschütterungen: Experte kritisiert die FIFA wegen Untersuchungen

Artikelbild:FIFA WM 2026 & Gehirnerschütterungen: Experte kritisiert die FIFA wegen Untersuchungen

Der Neurowissenschaftler Chris Nowinski hat die FIFA nach einem Vorfall im WM 2026 -Spiel des Hauptgastgebers USA scharf für ihr Protokoll bei möglichen Gehirnerschütterungen kritisiert. Besonders problematisch sei aus seiner Sicht, dass Untersuchungen direkt auf dem Spielfeld erlaubt sind. Dadurch würden Spieler einem Risiko ausgesetzt und erhielten keine optimale medizinische Diagnostik.

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Alex Freeman erzielt per Kopfball das 2:0 für die USA im WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe D gegen Australien am 19. Juni 2026 im Seattle Stadium in Seattle. (Emilee Chinn / Getty Images)


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Kritik am Ablauf nach Kopfzusammenstoß

Auslöser der Debatte war das zweite Gruppenspiel der US-Nationalmannschaft gegen Australien, das die USA mit 2:0 gewannen. In der 38. Minute prallten Alex Freeman und der Australier Paul Okon mit den Köpfen zusammen. Freeman wirkte danach deutlich benommen, durfte nach einem kurzen Check durch das medizinische Team auf dem Rasen aber weiterspielen.

Wenig später schlug der Verteidiger dann sogar selbst zu und erzielte das 2:0 für die USA. Genau dieser Ablauf sorgt nun für zusätzliche Diskussionen über den Umgang mit möglichen Gehirnerschütterungen im Fußball.

Nowinski fordert Auswechslung auf Zeit

Nowinski, Mitbegründer des CTE-Zentrums der Boston University und Geschäftsführer der Concussion & CTE Foundation, wirbt seit Längerem für eine vorübergehende Auswechslung. Dadurch sollen betroffene Profis abseits des Spielfelds gründlicher untersucht werden können.

Nach den aktuellen, vom IFAB festgelegten Regeln erlaubt die FIFA bei einem Verdacht auf Gehirnerschütterung derzeit nur eine klassische zusätzliche Auswechslung. Für Nowinski ist das nicht ausreichend, weil Ärzte dadurch gezwungen seien, auf dem Platz überstürzt zu prüfen. Gegenüber The Athletic sagte er, dass Spieler so einem Risiko ausgesetzt sind und keine optimalen medizinischen Diagnosen erhalten.

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