FIFA WM 2026 in den USA – Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück | OneFootball

FIFA WM 2026 in den USA – Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Fussballnationalmannschaft.net

Fussballnationalmannschaft.net

·16. April 2026

FIFA WM 2026 in den USA – Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück

Artikelbild:FIFA WM 2026 in den USA – Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück

Die FIFA hat Forderungen aus der US-Politik, die Kosten für den Fan-Transport bei der Weltmeisterschaft zu übernehmen, klar zurückgewiesen. Eine Sprecherin des Weltverbands reagierte auf SID-Anfrage „ziemlich überrascht“ auf das Vorgehen und die Kritik von New-Jersey-Gouverneurin Mikie Sherrill. Der Verband verweist darauf, dass ihm „kein anderes Großereignis“ bekannt sei, bei dem die Organisatoren am MetLife Stadium verpflichtet worden wären, den Anreiseverkehr der Fans zu bezahlen.

Artikelbild:FIFA WM 2026 in den USA – Streit um WM-Transportkosten: FIFA weist Forderungen zurück

FIFA-Präsident Gianni Infantino präsentiert am 29. Januar 2026 beim US Conference of Mayors in Washington D.C. den WM-Pokal und wirbt damit für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Getty Images


OneFootball Videos


FIFA verweist auf übliche Praxis bei Großevents

Nach Angaben der FIFA habe es rund um das Stadion in New Jersey bereits andere Großveranstaltungen gegeben, darunter Sportevents und weltweite Konzerttourneen, „bei denen die Veranstalter verpflichtet waren, den Fantransport zu bezahlen“, sagte der Weltverband. Damit weist die FIFA die politische Forderung aus New Jersey zurück, die nach den aktuellen Planungen des öffentlichen Nahverkehrs noch einmal an Brisanz gewonnen hat.

Sherrill machte die FIFA öffentlich für die Lage verantwortlich. „Während NJ Transit auf einer Rechnung von 48 Millionen US-Dollar sitzt, um Fans sicher zu den Spielen und zurück zu bringen, nimmt die FIFA 11 Milliarden US-Dollar ein“, schrieb die Gouverneurin bei X. „Die FIFA sollte für die Fahrten zahlen.“ Zugleich betonte sie: „Ich werde nicht zulassen, dass New Jersey über den Tisch gezogen wird.“ Auch Chuck Schumer, Minderheitsführer der Demokraten im Senat, verlangte vom Weltverband, die Transportkosten zu übernehmen.

Hohe Preise in New York, Boston und empörte Reaktionen in Europa

Nach Informationen von The Athletic plant New Jersey Transit, für Fahrten von der Penn Station in Manhattan zum MetLife Stadium in New Jersey mehr als 100 US-Dollar zu verlangen. In Boston werden derweil 95 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt im Bus fällig, der Fahrkartenpreis für die Bahn soll auf 80 US-Dollar steigen. Vor allem in Europa sorgten diese Summen für Empörung unter Fans.

Die FIFA verweist darauf, dass die Host-City-Vereinbarungen aus dem Jahr 2018 ursprünglich einen kostenlosen Transport für Anhänger zu allen Spielen vorgesehen hätten. „In Anerkennung der finanziellen Belastung“ seien diese Vereinbarungen aber angepasst worden, sodass „alle Spielticketinhaber und akkreditierten Personen gegen Gebühr den Zugang zu Transportmitteln erhalten“. Das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada vom 11. Juni bis 19. Juli bringe „Millionen von Fans nach Nordamerika“ und habe entsprechend „wirtschaftliche Auswirkungen“, so der Weltverband.

Zum Vergleich verweist die FIFA auf frühere Turniere: Bei der WM 2022 in Katar sowie der EM 2024 in Deutschland erhielten Fans mit Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr. Für das DFB-Team geht es in der Gruppe E am 25. Juni in New York/New Jersey gegen Ecuador, mögliche Partien in der K.o.-Runde könnten anschließend in Boston stattfinden.

Impressum des Publishers ansehen