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·11. September 2026

Flaschenwurf, Rücktritt, Verwirrung: Chaos bei Fenerbahce

Artikelbild:Flaschenwurf, Rücktritt, Verwirrung: Chaos bei Fenerbahce

Bei Fenerbahce Istanbul herrscht nach dem Champions-League-Auftakt gegen die AS Rom große Unruhe. Obwohl die Türken beim 1:1 gegen den italienischen Klub eine ordentliche Leistung zeigten, sorgte Trainer Ismail Kartal nach der Partie mit seinem überraschenden Rücktritt für Aufsehen.

Nur rund eine Stunde nach dem Abpfiff verkündete Kartal auf der Pressekonferenz seinen Rücktritt: „Ich habe heute Abend mein Amt niedergelegt. Ich habe diese Entscheidung getroffen, um meinem Verein den Weg für die Zukunft freizumachen“, erklärte der 56-Jährige. Er habe sich zu diesem Schritt entschlossen, solange dies noch möglich gewesen sei, und schloss eine Rückkehr auf die Trainerbank aus.


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„Ich bin zurückgetreten, solange es noch ging, und habe nicht die Absicht, jemals zurückzukehren“, sagte Kartal, der bereits zwischen 2014 und 2015, im Jahr 2022 und von 2023 bis 2024 an der Seitenlinie des türkischen Top-Klubs stand.

Kartal bedankte sich zudem bei seinen Unterstützern und betonte, die Entscheidung gemeinsam mit seinem Team getroffen zu haben. Dabei hatte Fenerbahce gegen die Roma keineswegs enttäuscht. Nach dem Führungstreffer der Gäste durch Bryan Cristante glich Archie Brown kurz nach der Pause aus. Insgesamt hatten die Gastgeber sogar die besseren Möglichkeiten.

Präsident widerspricht Trainer

Für zusätzliche Verwirrung sorgte anschließend Präsident Aziz Yildirim. Dieser widersprach Kartals Darstellung und erklärte, der Coach sei weiterhin Trainer von Fenerbahce.

„Ich habe mit İsmail Kartal gesprochen. Er hat jetzt drinnen gesprochen. Er sagt, Fans haben Flaschen auf ihn geworfen. Er spricht von Druck.“ Noch sei Kartal allerdings Trainer von Fenerbahce, betonte Yıldırım. „Die Fans sollen zu ihrem Trainer stehen“, ergänzte der Vereinspräsident.

Der Klub reagierte im Nachgang mit einem ausführlichen Statement von Yildirim auf den Vorfall.

„Er ist unser Junge! Haben Sie jemals gehört, gesehen oder erlebt, dass ich – Aziz Yıldırım – oder meine Kollegen während meiner 20-jährigen Amtszeit als Präsident einen Trainer, mit dem wir begonnen hatten, vor Saisonende entlassen oder weggeschickt haben? (Abgesehen von zwei Ausnahmen, für die es jeweils Gründe gab.) Wir machen weiter! Ohne Erfahrung und Ähnliches könnten wir diesen Stress gar nicht ertragen. Solchen Stress hält man sonst kaum aus“, heißt es in dem Statement.

Außerdem erklärte Yilidirm, dass Kartal weiterhin Trainer von Fenerbahce bleiben soll: İsmail Kartal muss gar nicht erst sagen: ‚Ich mache weiter.‘ Ich bin der Ältere, ich habe das Sagen. Ich habe gesagt: ‚Du machst weiter‘, und damit ist die Sache erledigt. Wir sind eine Familie! Von unserer Seite aus gibt es kein Problem.“

Solange ich im Amt bin, bleibt İsmail Kartal Trainer – oder wie auch immer man seine Position bezeichnen mag. Wenn ich gehe, kann er meinetwegen mit mir gehen, aber solange ich hier bin, wird er den Verein nicht verlassen“, heißt es abschließend im Statement.

Unruhe trotz Rückkehr in die Königsklasse

Fenerbahce ist in dieser Saison erstmals seit der Spielzeit 2008/09 wieder in der Champions League vertreten. Kartal hatte den Klub zuvor durch drei Qualifikationsrunden gegen Górnik Zabrze, Sturm Graz und Olympique Lyon geführt.

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In der türkischen Liga lief es zuletzt allerdings weniger erfolgreich. Die 1:2-Niederlage im Derby gegen Besiktas erhöhte den Druck auf den Trainer offenbar zusätzlich.

Nun ist völlig offen, wie es mit Kartal weitergeht. Während der Coach seinen Rücktritt öffentlich verkündete, hält der Präsident weiterhin an ihm fest. Die widersprüchlichen Aussagen sorgen damit für ein bemerkenswertes Chaos rund um Fenerbahce.

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