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·13. Juli 2026
Frankreich gegen Spanien: Ein Blockbuster mit Nebengeräuschen

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·13. Juli 2026

Für viele ist es schon das vorweggenomme WM-Finale. Kylian Mbappé gegen Lamine Yamal, französische Offensiv-Power gegen spanische Defensiv-Kunst, Vize-Weltmeister gegen Europameister – mehr Fußball-Blockbuster geht nicht.
„Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder sie erreichen das dritte WM-Finale in Folge, oder wir schlagen sie zum dritten Mal hintereinander“, sagte Spaniens Jungstar Yamal voller Tatendrang. Am Tag nach seinem 19. Geburtstag würde er Frankreichs Toptorjäger Mbappé zu gern die Show stehlen und bei seiner ersten WM direkt ins Endspiel einziehen. Er habe „absolut keine Angst“, versicherte er.
Mbappé lässt sich von derlei Aussagen nicht verrückt machen, er vertraut vor dem Halbfinal-Showdown am Dienstag in Dallas (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) ganz den eigenen Stärken. „Wir haben das größte Potenzial. Ich bin zuversichtlich“, sagte Frankreichs Kapitän. Sein Ziel: Der historische Final-Hattrick mit Les Bleus.
Doch die Vorfreude auf das Aufeinandertreffen der beiden bislang besten Teams des Turniers ist getrübt. Kurz vor dem Duell sorgten Aussagen des früheren spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy für den nächsten Rassismus-Skandal dieser WM und zogen in beiden Ländern höchste politische Kreise. Ziel der böswilligen Attacke war erneut das französische Team.
Nur wenige Tage nach den üblen rassistischen Beleidigungen einer paraguayischen Senatorin gegen Offensivstar Mbappé war es diesmal der Ex-Regierungschef Spaniens, der die Equipe Tricolore in einem Gastbeitrag für ein Online-Medium völlig realitätsfern als „Kader von höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen“ abkanzelte.
Die Reaktionen folgten prompt. Von „unerträglichen rassistischen Untertönen“, schrieb etwa Frankreichs Verbandspräsident Philippe Diallo. Die französische Regierung beklagte „wiederholte rassistische Entgleisungen“, eine Ministerin sprach gar von einem „systematischen und verharmlosten Hass auf Frankreich“.
Spaniens amtierender Ministerpräsident Pedro Sánchez war derweil spürbar um Deeskalation bemüht und versuchte, den Fokus zurück auf den Sport zu lenken. „Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale“, schrieb er bei X: „Möge der Bessere gewinnen und der Rassismus verlieren.“
In dieser Gemengelage fällt die Konzentration auf den Fußball gar nicht so leicht, obwohl das „Duell zwischen den Giganten dieses Jahrhunderts“ (L’Equipe) rein sportlich allerhand verspricht. Da sind zum einen die Spanier, die Europameister-Mannschaft, die perfekt geölte Tiki-Taka-Maschine, die seit 36 Spielen nicht mehr verloren und bei dieser WM erst ein Gegentor kassiert hat.
Und da sind die Franzosen, die unverwüstliche Offensivmacht, die mit ihrem Luxusangriff „von einem anderen Planeten“ (Gazzetta dello Sport), bestehend aus Mbappé (acht Treffer in sechs Spielen), Ousmane Dembélé (5) und Michael Olise, bei dieser Endrunde schon 16 Tore fabriziert haben – und nun erneut ins Finale einziehen können. Drei WM-Endspiele in Serie hat in der Geschichte bislang nur Brasilien (zwischen 1994 und 2002) erreicht.
„Wir haben schon gezeigt, dass wir gegen sie gewinnen können“, frohlockt allerdings Mittelfeld-Strippenzieher Rodri. Das Vertrauen in die eigene Stärke speist sich bei den Iberern auch aus den jüngsten Erinnerungen. Die beiden letzten Vergleiche gingen an La Roja: 5:4 hieß es im Halbfinale der Nations League des vergangenen Jahres, auf dem Weg zum EM-Triumph 2024 gewannen Yamal (damals 16 Jahre alt) und seine Mitspieler in der Runde der letzten vier mit 2:1.
Nicht zuletzt prallen in Dallas zwei Fußballphilosophien aufeinander. Während Les Bleus im letzten Turnier von Trainerikone Didier Deschamps vor allem auf individuelle Stärke und Pragmatismus setzen, hat Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente bei seinem Team ein perfekt abgestimmtes Tiki-Taka 2.0 implantiert. Wie bei der Weltmeisterelf um den begnadeten Xavi 2010 ist Ballbesitz das Markenzeichen, doch die neue Generation um Yamal und den omnipräsenten Rodri agiert deutlich direkter, vertikaler und aggressiver als noch vor einigen Jahren.
Wer sich am Ende durchsetzt? „Wir haben größten Respekt vor unseren Gegnern, sind aber überzeugt, dass wir jedes Team schlagen können“, sagt de la Fuentes selbstbewusst. Deschamps vertraut auf sein Team: „Wir haben einen unerschütterlichen Glauben an unsere Stärken.“ Na dann: Die Show kann beginnen.







































