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·25. Juni 2026

Frankreich Presskonferenz vor Norwegen mit Guy Stéphan: Les Bleus trotz Deschamps-Ausfall auf Kurs

Artikelbild:Frankreich Presskonferenz vor Norwegen mit Guy Stéphan: Les Bleus trotz Deschamps-Ausfall auf Kurs

Frankreich hat das Sechzehntelfinale der WM 2026 bereits erreicht, doch im letzten Gruppenspiel gegen Norwegen (Freitag, 26. Juni, 21 Uhr MESZ) geht es um den Gruppensieg in der hochkarätig besetzten Gruppe I. Nach dem überraschenden Todesfall von Didier Deschamps‘ Mutter reist der Nationaltrainer vorübergehend nach Frankreich und wird an der Seitenlinie durch seinen langjährigen Assistenten Guy Stéphan vertreten. Auf der Pressekonferenz sprach der 69-Jährige über die schwierige Situation innerhalb der Mannschaft, die Kommunikation mit Deschamps, personelle Fragen sowie die Bedeutung des Duells mit Erling Haaland und Co.

Norwegen – FrankreichI


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Fr 26.06. · 21:00 Uhr · ZDF

Artikelbild:Frankreich Presskonferenz vor Norwegen mit Guy Stéphan: Les Bleus trotz Deschamps-Ausfall auf Kurs

BOSTON, MASSACHUSETTS – 10. Juni: Frankreichs Co-Trainer Guy Stéphan trifft am Boston Logan International Airport ein. Die französische Nationalmannschaft bezog dort vor Beginn der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ihr Quartier. (Foto: Jaiden Tripi/Getty Images)

Stéphan übernimmt nach familiärem Schicksalsschlag

Zu Beginn der Pressekonferenz richtete Guy Stéphan zunächst sein Mitgefühl an Didier Deschamps und dessen Familie. Der Co-Trainer machte deutlich, dass die gesamte Mannschaft und das Trainerteam den Nationalcoach in dieser schweren Zeit unterstützen. Trotz der außergewöhnlichen Umstände stehe man in ständigem Kontakt. Noch kurz vor der Pressekonferenz habe es einen Austausch gegeben, der bis unmittelbar vor dem Spiel fortgesetzt werden solle. Lediglich am Tag der Beisetzung werde Deschamps verständlicherweise andere Prioritäten haben.

Stéphan erklärte, seine Aufgabe bestehe nun darin, den Alltag für Mannschaft und Trainerstab so normal wie möglich weiterzuführen und die Verantwortung bis zur Rückkehr des Cheftrainers zu übernehmen.

Klare Zielsetzung: Frankreich will den Gruppensieg

Obwohl Frankreich mit zwei Siegen bereits sicher für die K.o.-Runde qualifiziert ist, soll gegen Norwegen der erste Platz gesichert werden. Stéphan machte deutlich, dass dieses Ziel bereits gemeinsam mit Deschamps festgelegt worden sei.

Der Gruppensieg bringe vor allem logistische Vorteile. Im riesigen Gastgeberland würden sich Reisezeiten, Spielorte und äußere Bedingungen je nach Platzierung deutlich unterscheiden. Deshalb wolle Frankreich die Vorrunde unbedingt als Gruppenerster abschließen und sich die günstigere Ausgangslage für die K.o.-Phase sichern.

Keine komplette Rotation trotz sicherem Sechzehntelfinale

Zur möglichen Startelf hielt sich Stéphan erwartungsgemäß bedeckt. Er deutete jedoch an, dass Belastungssteuerung und Wettkampfpraxis gleichermaßen berücksichtigt würden. Einige Spieler hätten bereits zweimal über die volle Distanz gespielt, andere bislang kaum Einsatzminuten erhalten. Gleichzeitig betonte er, dass weiterhin das bestmögliche Team auflaufen solle.

William Saliba werde das Abschlusstraining vorsorglich aussetzen und auch gegen Norwegen fehlen. Marcus Thuram werde wegen leichter Wadenprobleme ebenfalls geschont, könne für das Spiel aber grundsätzlich noch infrage kommen. Als wahrscheinlicher Ersatz für Saliba deutete Stéphan indirekt Ibrahima Konaté an.

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HAMBURG – 4. Juli: Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps (r.) unterhält sich mit Co-Trainer Guy Stéphan während des Trainings der französischen Nationalmannschaft vor dem Viertelfinale der UEFA EURO 2024 gegen Portugal im Volksparkstadion in Hamburg. (Foto: Stu Forster/Getty Images)

Ständiger Austausch mit Didier Deschamps

Auch während der Abwesenheit des Nationaltrainers bleibe der Kontakt eng. Stéphan erklärte, beide hätten bereits zahlreiche Gespräche über die Mannschaft, mögliche Spielverläufe und taktische Varianten geführt. Für das Norwegen-Spiel existiere ein klar ausgearbeiteter Plan.

Am Spieltag selbst werde der Austausch allerdings deutlich eingeschränkt sein, da Deschamps an der Beisetzung seiner Mutter teilnehmen werde. Die Verantwortung an der Seitenlinie liege deshalb vollständig beim langjährigen Assistenten.

Eingespielter Trainerstab soll Stabilität geben

Stéphan hob hervor, dass Frankreich seit rund 14 Jahren mit nahezu unverändertem Trainerstab arbeite. Diese eingespielten Abläufe erleichterten es, den kurzfristigen Ausfall des Cheftrainers aufzufangen.

Gemeinsam mit Torwarttrainer Franck Raviot und Co-Trainer Cyril Moine werde die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Stéphan selbst werde die Mannschaft vom Aufwärmen bis zur Ansprache in der Kabine begleiten, während die übrigen Trainer ihre gewohnten Aufgaben übernehmen.

Große Wertschätzung für Norwegen

Vor dem Gegner zeigte der Franzose großen Respekt. Norwegen verfüge mit Erling Haaland, Martin Ødegaard und Alexander Sørloth über herausragende Einzelspieler und sei taktisch hervorragend organisiert. Besonders das aggressive Pressing, die Kopfballstärke sowie gefährliche Standardsituationen hätten Eindruck hinterlassen.

Außerdem lobte Stéphan den starken Teamgeist der Skandinavier. Die makellose Qualifikation und die beiden Siege bei dieser Weltmeisterschaft seien Ausdruck der hohen Qualität dieser Mannschaft. Frankreich bereite sich deshalb auf einen Gegner vor, der dem Titelkandidaten alles abverlangen werde.

Tabelle der WM Gruppe I mit Frankreich und Norwegen

Mbappé in Bestform und als Führungsspieler unverzichtbar

Viel Lob fand Stéphan auch für Kapitän Kylian Mbappé. Er stellte heraus, dass der Angreifer während seiner gesamten Karriere konstant Tore erzielt habe und sich von gelegentlichen Diskussionen über seine Form nie aus der Ruhe bringen ließ.

Neben seinen außergewöhnlichen Tempovorteilen und seiner Abschlussstärke hob der Trainer insbesondere dessen Führungsqualitäten hervor. Mit mittlerweile 60 Länderspieltoren und rund 100 Einsätzen in vergleichsweise jungem Alter gehöre Mbappé bereits zu den größten Persönlichkeiten des französischen Fußballs. Zudem spüre man innerhalb der Mannschaft seinen großen Ehrgeiz, bei dieser Weltmeisterschaft möglichst weit zu kommen.

Breiter Kader soll Frankreich im Turnier helfen

Zum Abschluss sprach Stéphan über die Entwicklung des französischen Kaders. Im Vergleich zu früheren WM-Mannschaften verfüge das aktuelle Aufgebot über eine größere Leistungsdichte. Zwar fehle vielen Spielern aufgrund ihres jungen Alters noch WM-Erfahrung, doch ihre Qualität und Lernbereitschaft seien außergewöhnlich.

Gerade dieser Konkurrenzkampf innerhalb des Teams mache die Kaderplanung anspruchsvoll und sorge dafür, dass jeder Spieler den Anspruch habe, sich für einen Platz in der Startelf zu empfehlen. Genau diese Entwicklung sehe der Trainerstab als wichtigen Baustein für einen erfolgreichen Turnierverlauf.

Wer die Aussagen von Guy Stéphan im Original hören möchte, findet hier die komplette Pressekonferenz vor Frankreichs WM-Spiel gegen Norwegen.

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