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·1. Juli 2026
Frankreichs WM-Wucht: Der Härtetest gegen Paraguay

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·1. Juli 2026

Mbappé traf doppelt, Barcola legte nach, Olise bediente nach Belieben. 3:0 gegen Schweden, Sechzehntelfinale erledigt, kaum Schweiß vergossen. Das war die Statistik. Der eigentliche Test für Frankreich beginnt erst am 4. Juli – gegen einen Gegner, der sich für Statistiken nicht interessiert.
Kein Team im bisherigen Turnierverlauf hat eine Offensive auf diesem Niveau gezeigt. Mbappé, Barcola, Olise – drei Namen, ein Muster: Tempo im letzten Drittel, das keine Verteidigung der Welt komfortabel verwalten kann. Gegen Schweden lief es wie im Lehrbuch. Nur: Lehrbücher schreibt man gegen Gegner, die mitspielen wollen.
Paraguay hat im Achtelfinale gegen Deutschland genau das dеmonstriert, wofür es in Südamerika seit Jahrzehnten steht: kompromissloses Verteidigen, ein Low Block, der keine Lücken anbietet, und die Nervenstärke, ein Turnier notfalls vom Elfmeterpunkt zu entscheiden. Die Frage vor dem 4. Juli ist also nicht, ob Frankreich individuell überlegen ist. Das ist es. Die Frage ist, ob eine Mannschaft, die es gewohnt ist, Räume vorzufinden, auch dann noch trifft, wenn keine Räume da sind.
Genau daran ist Deutschland gescheitert. Genau daran sind auch die Niederlande gegen Marokko gescheitert.
Zwei Favoriten, zwei Ausscheiden im Sechzehntelfinale, ein gemeinsamer Nenner: spielerische Überlegenheit, die an defensiver Disziplin und einem verlorenen Elfmeterschießen zerschellte. Wer das als Zufall zweier schwacher Tage abtut, hat elf Jahre Turnierhistorie nicht verstanden. K.-o.-Fußball bestraft Ungeduld – und Paraguay hat bewiesen, dass es genau darauf spekuliert.
Frankreich ist Favorit. Das war es vor dem Schweden-Spiel, das ist es danach. Aber der Favoritenstatus in diesem Turnier hält selten bis zum Ende, ohne einmal ins Wanken zu geraten.
Norwegen mit einem historisch treffsicheren Haaland, Mexiko als Co-Gastgeber mit einem souveränen 2:0 gegen Ecuador im Rücken – solche Teams gewinnt man nicht auf dem Papier, sondern an einem einzigen Abend, an dem alles passt. Genau das macht sie gefährlich. Auch für Frankreich.
Die individuelle Qualität ist da. Der Matchplan gegen einen Low Block ist die eigentliche Prüfung. Gelingt es Frankreich, Geduld zu entwickeln, ohne das eigene Tempo zu verlieren, bleibt der Titel das logische Ziel. Gelingt es nicht, reiht sich der amtierende Vize-Weltmeister ein in eine Liste prominenter Namen, die in Nordamerika früher nach Hause fuhren, als es ihre Kaderliste vermuten ließ.
Frankreich ist gut genug, um diese WM zu gewinnen. Die Frage ist, ob es am 4. Juli auch geduldig genug ist, es zu beweisen.
Das Spiel ist für den 4. Juli 2026 angesetzt, im Rahmen der Achtelfinalrunde der WM in Nordamerika.
Paraguay eliminierte Deutschland im Sechzehntelfinale durch einen konsequenten Low Block und setzte sich anschließend im Elfmeterschießen durch.
Kylian Mbappé erzielte einen Doppelpack, Bradley Barcola traf zum 3:0, Michael Olise war an mehreren Toren als Vorbereiter beteiligt.
Deutschland scheiterte im Sechzehntelfinale an Paraguay, die Niederlande an Marokko – beide Male entschied letztlich das Elfmeterschießen.
Argentinien wird als einziges Team mit vergleichbarer Kaderbreite gehandelt, während Brasilien nach dem Erreichen des Achtelfinals ebenfalls zum engeren Favoritenkreis zählt.







































