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·26. April 2026
Frauen Fußball heute: Trotz Rot-Frust: haben Bayern-Frauen „gespürt, was möglich ist“

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Die Bayern-Frauen reisen mit reichlich Selbstvertrauen, aber auch mit zwei schmerzhaften Personalverlusten zum Halbfinal-Rückspiel der Champions League nach Barcelona. Nach dem 1:1 gegen den FC Barcelona lebt der Traum vom ersten Endspiel der Vereinsgeschichte weiter, doch im Camp Nou fehlen mit Franziska Kett und José Barcala zwei zentrale Figuren.
Giulia Gwinn vom FC Bayern München wärmt sich vor dem Google Pixel Frauen-Bundesliga-Spiel gegen 1. FC Union Berlin am 22. April 2026 im Stadion An der Alten Försterei in Berlin auf. (Maja Hitij / Getty Images)
Giulia Gwinn blickt dem Auftritt im Camp Nou mit großer Vorfreude entgegen. Beim Gedanken an den von ihr erwarteten „Hexenkessel“ leuchteten der Führungsspielerin des FC Bayern die Augen. „Ich habe noch nie dort gespielt und freue mich riesig“, sagte sie mit Blick auf das Rückspiel am kommenden Wochenende in Barcelona und ergänzte: „Wir kommen sehr motiviert.“
Auch nach dem hart erkämpften 1:1 im Halbfinal-Hinspiel ist der Glaube an den großen Coup ungebrochen. „Wir haben gespürt, was möglich ist“, erklärte Gwinn nach dem Duell mit dem spanischen Serienmeister. Gleichzeitig stellte sie klar, dass die Münchnerinnen im Rückspiel nicht alles auf sich zukommen lassen wollen: „Es wurde alles auf Null gesetzt. Wir haben nichts zu verlieren.“
Der starke Auftritt vor 31.000 Fans in der Allianz Arena wurde aus Bayern-Sicht jedoch von zwei Roten Karten überschattet. Gwinn nannte die Platzverweise „sehr schade“, Direktorin Bianca Rech sprach trotz des insgesamt „sehr, sehr guten Auftritts“ von einem faden Beigeschmack vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag um 16.30 Uhr in Barcelona.
Besonders die Entscheidung der Unparteiischen sorgte für Unverständnis. Rech kritisierte: „Die Schiedsrichterin hat die Kontrolle verloren.“ Dazu fügte sie an: „Ich weiß nicht, wie viele Karten sie am Ende verteilt hat wie Smarties.“ Zunächst war Torschützin Franziska Kett in der 69. Minute nach einem Griff an Gegenspielerin Salma Paralluelo an den Haaren vom Platz gestellt worden, kurz darauf sah auch José Barcala wegen Meckerns die Rote Karte.
Der Spanier wertete beide Verwarnungen als „unfair“. Er selbst habe nur „geschrien“, was „niemals“ Rot rechtfertigen würde. Über Kett sagte er zudem, sie habe „niemals die Intention, an den Haaren zu ziehen“. Seine Einschätzung: „Das muss man diskutieren.“
Die Bayern wollen sich von den Sperren nicht aus dem Tritt bringen lassen und in Barcelona trotz der Ausfälle bestehen. Das 1:7 aus der Ligaphase soll endgültig aus den Köpfen, auch wenn die Aufgabe im Camp Nou als „Mammutaufgabe“ beschrieben wird. Rech betonte, das Remis gegen die von ihr als „beste Mannschaft der Welt“ bezeichneten Katalaninnen habe „gute Voraussetzungen für das Rückspiel geschaffen“.
Gwinn richtete den Blick derweil schon auf die Haltung, mit der ihr Team auftreten soll. „Die Mannschaft wird das Spiel heute nutzen, um nur noch Lust auf mehr zu bekommen“, sagte die DFB-Kapitänin. Ihre Ansage für das Rückspiel fiel klar aus: „Deshalb: Nicht verstecken, Vollgas.“
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