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·16. April 2026
Frauen Nationalmannschaft vor dem nächsten Länderspiel – Jule Brand ist wieder da & trifft

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Jule Brand liefert im DFB-Trikot wieder als Vorbereiterin und Vollstreckerin ab. Das neue Kapitel bei OL Lyonnes gibt der 23-Jährigen sichtbar Schub, nachdem ihre Entwicklung zeitweise ins Stocken geraten war.
Sara Däbritz, Sjoeke Nüsken, Rebecca Knaak und Jule Brand bejubeln das 3:0, das durch ein Eigentor von Sarah Puntigam fiel. Im WM-Qualifikationsspiel am 14. April 2026 im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg überrollten die DFB-Frauen Österreich mit 5:0. Foto: Adam Pretty / Getty Images
Nürnberg. Gegen Österreich zeigte sich die Offensivspielerin im WM-Qualifikationsspiel am Dienstag von ihrer flexibelsten Seite – und das auf dem rechten Flügel. Beim 5:1 (1:0) trug sie sich nach einer zunächst zähen ersten Hälfte mehrfach in die Entstehung deutscher Treffer ein: zweimal per Ecke, einmal mit einer Flanke, dazu erzielte sie selbst das Tor zum 4:0-Zwischenstand.
Für die Partie in Nürnberg hatte Bundestrainer Christian Wück Brand je nach Gegner auf der Zehn oder außen eingesetzt. Die Frage nach ihrer bevorzugten Position beantwortet sie dabei ohne Umwege: „Ich spiele dort, wo der Bundestrainer mich aufstellt. Ich hinterfrage das nicht“, sagte sie. Wück brachte die Sache auf den Punkt: „Jule ist es, ehrlich gesagt, egal. Hauptsache, sie spielt.“
Frauen Länderspiel gegen Österreich am Samstag, 18.8.2026 num 18 Uhr
Dass Brand inzwischen so variabel eingesetzt wird, ist auch Ausdruck ihrer Entwicklung. Einst galt sie als Golden Girl und Toptalent, doch mit diesem Etikett kann sie heute wenig anfangen. Inzwischen, so die 23-Jährige, wolle sie „eine andere Rolle einnehmen“. Bei Sport1 erklärte sie außerdem: „Mein Spielstil ist reifer geworden, ich bin nicht mehr so verkopft. Ich hatte eine gute EM, darauf möchte ich aufbauen.“
Der Wechsel im Vorsommer vom VfL Wolfsburg ins Ausland zum Topklub OL Lyonnes war dafür ein wichtiger Schritt. In Frankreich hat sie neuen Rückenwind gefunden – und zugleich eine Phase hinter sich gelassen, in der ihre Karriere nach dem schnellen Aufstieg zu stagnieren drohte. In der Bundesliga schwankte sie teils stark zwischen Weltklasse-Aktionen und kopflosen Momenten. Sogar VfL-Direktor Ralf Kellermann hatte sich 2023 zu deutlicher Kritik veranlasst gesehen.
Brand sagt heute, diese Erfahrungen hätten sie geprägt: „Am Anfang musste ich erst lernen, damit umzugehen, aber mittlerweile sehe ich es so, dass mich diese Erfahrungen zu der Spielerin gemacht haben, die ich heute bin.“
Mit mehr Selbstvertrauen und klareren Zielen richtet sie den Blick längst auch auf das Nationalteam. Dort will sie noch stärker vorangehen. Mit Blick auf das Turnier 2027 in Brasilien betonte Brand: „Wenn wir das alles auf den Platz bringen und als Team mit unserer individuellen Klasse auftreten, dann sind wir auf jeden Fall in der Lage, ganz oben mitzuspielen.“
Vor dem zweiten Duell mit Österreich in Ried am Samstag um 18.00 Uhr auf sportschau.de bleibt die Marschroute von Wück klar: Brand soll ihre Stärken einbringen – egal, ob zentral oder über den Flügel. „Jule muss wissen, was sie auszeichnet, was sie stark macht – und das sehr oft in unser Spiel bringen“, forderte der Bundestrainer. Dann bringe sie „das komplette Team weiter“.









































