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·7. Juni 2026

Frauenfußball heute: DFB-Frauen feiern WM-Ticket & Newcomerin Marie Müller

Artikelbild:Frauenfußball heute: DFB-Frauen feiern WM-Ticket & Newcomerin Marie Müller

Die DFB-Frauen haben sich mit dem 2:0 gegen Norwegen vorzeitig das WM-Ticket gesichert und als erstes europäisches Team den Blick schon auf Brasilien 2027 gerichtet. Im Mittelpunkt des Abends stand dabei Newcomerin Marie Müller, die in ihrem Debüt direkt traf und damit den Grundstein für den Gruppensieg legte. Für zusätzliche Spannung sorgt zugleich die Causa Laura Freigang.

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Marie Müller bejubelt ihren Treffer zum 1:0 für Deutschland im Qualifikationsspiel zur Frauen-Weltmeisterschaft 2027 gegen Norwegen am 5. Juni 2026 im RheinEnergieStadion in Köln. (Pau Barrena / Getty Images)


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Traumstart für Marie Müller

Nach der Feier mit Döner, Schnitzel, Pommes und Eiscreme durfte die Mannschaft zunächst noch ins Musical „Moulin Rouge“, bevor es am Sonntagmorgen weiter nach Ljubljana ging. Bundestrainer Christian Wück sprach nach dem Erfolg in Köln von einer „unheimlich erleichtert und stolz auf die Mannschaft“ stimmenden Entwicklung, denn mit dem Sieg gegen Norwegen war die Mission WM 2027 in Brasilien früh eingeläutet.

Für Marie Müller wurde der Abend zum Märchen. Die 25 Jahre alte Verteidigerin aus Dortmund, die eigentlich schon Anfang 2025 ihr erstes Länderspiel hätte bestreiten sollen, rückte wegen der verletzten Kapitänin Giulia Gwinn nach und erzielte bei ihrem Debüt als Rechtsverteidigerin gleich das 1:0 in der 18. Minute. Dabei trug sie sogar die Rückennummer 7 von Gwinn. „Ein unglaubliches Gefühl“, sagte sie nach ihrer Gala, ergänzt von deutlicher Gefühlslage: „Ich hatte wirklich Gänsehaut und ein paar Tränen in den Augen.“

Wück hatte mit seiner mutigen Personalentscheidung nach den Ausfällen in der Defensive ein gutes Händchen bewiesen. Der 52-Jährige lobte vor allem die Positionierung und Technik der gebürtigen Dortmunderin, die in den USA bei den Portland Thorns unter Vertrag steht. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Müller im Trainingsbetrieb der DFB-Auswahl schon einmal ein Kreuzbandriss ausgebremst hatte. „Marie hat noch unheimlich viel Potenzial auf dieser Position, die für unser Spiel so wichtig ist“, betonte der Bundestrainer.

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Wamser trifft sehenswert, Blick geht nach Brasilien

Auch Carlotta Wamser unterstrich vor 33.425 Fans die Tiefe im Kader. Mit ihrem Traumtor zum 2:0, einem Abschluss, bei dem sie selbst sagte: „Ich habe blind aufs Tor geschossen“, setzte sie den Schlusspunkt unter eine starke erste Halbzeit. Als Belohnung träumte die Linksverteidigerin anschließend von einem „Döner, mit Knoblauch, scharf“ im Kölner Teamhotel am Rheinufer.

Die Freude über das gelöste WM-Ticket war groß, der Blick nach vorne aber längst geschärft. Brasilien sei für sie ohnehin ein Traumziel, sagte Wamser. Für deutsche Mannschaften war das Land bereits ein gutes Pflaster, sowohl bei Olympiagold 2016 der Frauen als auch beim WM-Triumph der Männer 2014.

Am Dienstag (18.00 Uhr/ZDF) folgt in Slowenien der Abschluss der laufenden Aufgabe. Wück kündigte dafür kräftige Rotation an. Entscheidender werde ohnehin der Herbst, wenn geplante Tests gegen Teams aus Afrika, Südamerika oder Asien helfen sollen, das Team weiter an die Titelreife heranzuführen. „Es fehlt noch sehr viel“, bilanzierte der Chefcoach und verwies auch auf das ernüchternde 0:0 Mitte April in Österreich. Im Fokus stehe nun die Weiterentwicklung und dass „unser Spielsystem, unsere Art Fußball zu spielen, weiter zu verinnerlichen.“

Freigang weiter außen vor

Unruhe bringt die Situation um Laura Freigang. Während der Partie bestätigte die Nationale Anti-Doping-Agentur drei Meldeversäumnisse der Angreiferin von Eintracht Frankfurt innerhalb von zwölf Monaten. Die 28-Jährige stellte am Folgetag bei Instagram klar: „Mir ist an der Stelle wichtig zu betonen: Gegen mich besteht und bestand zu keinem Zeitpunkt ein Dopingverdacht.“

Die versäumten Kontrollen seien nach ihrer Darstellung „nicht um bewusst vermiedene Kontrolltermine“ gegangen, sondern „um Unstimmigkeiten bzw. Missverständnisse“. Freigang verfolgte das Norwegen-Spiel von der Tribüne aus, für das Disziplinarverfahren ist nun der Deutsche Fußball-Bund zuständig. Im Raum steht eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Der DFB bestätigte bislang lediglich den Eingang der NADA-Mitteilung, Wück wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.

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