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·20. Mai 2026
Freiburg ohne Chance: Europa-League-Traumlauf endet im Finale gegen Aston Villa!

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Das Endspiel der Europa League zwischen dem SC Freiburg und Aston Villa entwickelte sich nach einem über weite Strecken ausgeglichenen ersten Abschnitt zu einer klaren Angelegenheit.
Erstmals in ihrer knapp 122-jährigen Geschichte erreichten die Breisgauer ein internationales Finale. Auf dem Weg dorthin überquerten sie die Hürden Genk, Vigo sowie Braga und überzeugten dabei vor allem in den Heimspielen. Am Samstag tankte das Team von Julian Schuster durch ein 4:1 über Leipzig nochmals Selbstvertrauen. Darüber hinaus hat es die Teilnahme an der Conference League bereits sicher. Definitiv in der Champions League antreten wird das favorisierte Aston Villa, aktuell auf Rang vier der Premier League liegend. Die Generalprobe gelang beim 4:2 gegen Liverpool ebenfalls.
Der Traditionsklub aus Birmingham gab nach etwas mehr als zwei Zeigerumdrehungen den ersten nennenswerten Abschluss ab. Morgan Rogers prüfte nach Ablage von Ollie Watkins aus halbrechter Position den sicher abwehrenden Noah Atubolu. Rogers verfehlte wenig später das Tor per Schlenzer um einen guten Meter (10.). Dem SC Freiburg war die Nervosität anfangs sehr anzumerken. Er leistete sich den ein oder anderen einfachen Fehler. Philipp Treu etwa handelte sich schon in der fünften Minute eine vermeidbare Gelbe Karte ein.
Mit zunehmender Spielzeit fand der Bundesligist besser ins Spiel. Für die erste Torannäherung zeigte sich der nach 15 Jahren aus der Profimannschaft ausscheidende Nicolas Höfler verantwortlich, dessen Versuch knapp das rechte untere Eck verfehlte. Ansonsten tat sich wenig rund um die beiden Strafräume. Den Breisgauern gelang es, das Geschehen ausgeglichen zu gestalten. Aston Villa trat offensiv kaum noch in Erscheinung.
Doch infolge einer kurz ausgeführten Ecke bediente Rogers mit einem Chipball Youri Tielemans, dessen Volleyabnahme unhaltbar für Atubolu im Netz einschlug – 0:1 (41.). Der Treffer beflügelte den Premier-League-Vertreter, der in der Nachspielzeit des ersten Abschnitt ähnlich sehenswert nachlegte. Emiliano Buendía besaß an der Strafraumgrenze reichlich Freiraum, ließ sich nicht zweimal bitten und schlenzte die Kugel zum 0:2 in den linken Torwinkel. Hiernach bat Schiedsrichter Francois Letexier umgehend zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel lief der SC Freiburg zwar an, fand aber kein Durchkommen. Der Kontrahent agierte dagegen weiterhin effizient. In der 58. Minute erreichte eine scharfe Buendía-Hereingabe den am ersten Pfosten einlaufenden Rogers, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte – 0:3. Damit war die Begegnung frühzeitig gelaufen. Der Rückstand hätte noch anwachsen können: Der eingewechselte Amadou Onana köpfte infolge eines McGinn-Eckballs an den Außenpfosten (70.).

Foto: Getty Images
Auf der Gegenseite ließ der kaum beschäftigte Emiliano Martínez einen eigentlich harmlosen Halbfeld-Freistoß von Jan-Niklas Beste fallen, Derry Scherzhaft beförderte den Nachschuss jedoch direkt in seine Arme (74.). Keine 120 Sekunden später kombinierte Aston Villa wunderbar über McGinn und Rogers, sodass Buendía frei vor Atubolu auftauchte, das Spielgerät aber leichtfertig ans Außennetz setzte.
Wenig später parierte Atubolo dann gegen McGinn. Anschließend trudelte die Begegnung aus. Nach nur einminütiger Extraspielzeit pfiff Letexier ab. Aston Villa gewann damit seinen ersten europäischen Titel seit 1982. Trainer Unai Emery triumphierte bereits zum fünften Mal (!) in der Europa League.
SC Freiburg: Atubolu,-Kübler (73. Makengo), Ginter, Lienhart (61. Rosenfelder), Treu,-Eggestein, Höfler (61. Höler),-Beste, Manzambi, Grifo (73. Scherhant),-Matanovic
Aston Villa: Martínez,-Cash, Konsa, Pau (88. Mings), Digne (81. Maatsen),-Lindelöf (66. Onana), Tielemans (88. Douglas Luiz),-McGinn, Rogers, Buendía (81. Sancho),-Watkins
Tore: 0:1 Tielemans (41.), 0:2 Buendia (45+3.), 0:3 Rogers (58.)
Foto: Getty Images







































