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·3. August 2026

Freiburgs Playoff-Los: Helsinki oder Motherwell

Artikelbild:Freiburgs Playoff-Los: Helsinki oder Motherwell

Die Auslosung in Nyon hat dem SC Freiburg am Montag einen Gegner zugewiesen, den es noch gar nicht gibt. Wer im Playoff wartet – HJK Helsinki oder der FC Motherwell –, entscheidet sich erst am 13. August. Sieben Tage vor dem Hinspiel.

Auswärts zuerst, und zwar weit weg

Fest steht, dass die Breisgauer ihre Pflichtspielsaison mit einer Auswärtsreise beginnen: nach Finnland oder nach Schottland. Das Rückspiel steigt eine Woche später im Europa-Park-Stadion. Beide Kontrahenten kommen aus der 3. Qualifikationsrunde, die am 6. und 13. August ausgespielt wird.


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Ein Hammerlos ist das nicht. Der Europa-League-Finalist der Vorsaison bekommt zwei Gegner zugelost, die in ihren Ligen jeweils außerhalb der Spitze standen – HJK wurde Fünfter in Finnland, Motherwell Vierter in Schottland. Beide setzten sich zuletzt souverän durch: Helsinki mit 2:0 und 3:0 gegen Coleraine, Motherwell mit exakt denselben Ergebnissen gegen HB Tórshavn.

Der eigentliche Gegner heißt Kalender

Interessanter als der Name des Gegners ist der Terminplan. Julian Schusters Mannschaft absolviert innerhalb von zehn Tagen vier Pflichtspiele – und die Bundesliga hat da noch nicht einmal begonnen.

Eine Reise nach Nordeuropa, drei Tage später ein Auswärtsspiel im Pokal bei einem Drittligisten, vier Tage darauf das Rückspiel, dann der Ligastart. Wer die Rotation dieser Wochen beherrscht, kommt weiter. Wer sie verpasst, kann sich die europäische Saison in zehn Tagen zerlegen – Düsseldorf inklusive.

Istanbul, ein Jahr später

Über allem liegt eine Ironie, die der Terminkalender selbst geschrieben hat. Das Endspiel der Conference League steigt am 2. Juni 2027 in Istanbul. Genau dort verlor Freiburg im vergangenen Frühjahr das größte Spiel seiner Vereinsgeschichte, das Europa-League-Finale gegen Aston Villa mit 0:3.

Der Weg zurück an den Bosporus führt jetzt über die kleinere Bühne, dazu über einen Playoff, den der Klub erst einmal überstehen muss. Kommt er durch, erfährt er am 28. August seine Gegner in der Ligaphase, die am 15. Oktober beginnt.

Machbar heißt nicht erledigt

Die Frage ist nicht, ob Freiburg gegen Helsinki oder Motherwell favorisiert ist. Das ist es. Die Frage ist, in welchem Zustand eine Mannschaft in ein Playoff geht, deren Vorbereitung mit einem Auswärtsspiel im hohen Norden endet und deren Saison am selben Wochenende erst richtig anfängt.

Zwei Spiele gegen einen Gegner, der am 13. August noch nicht bekannt ist. Planen lässt sich das nur bedingt – aushalten muss man es trotzdem.

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