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·18. August 2026

Früheres Pressing, mehr Tempo: So hat Leitl Hertha neues Leben eingehaucht

Artikelbild:Früheres Pressing, mehr Tempo: So hat Leitl Hertha neues Leben eingehaucht

Bild: Lars Baron/Getty Images

Hertha BSC ist mit zwei Siegen und 5:1 Toren in die neue Zweitligasaison gestartet. Entscheidend ist dabei nicht nur die veränderte Besetzung der Mannschaft. Trainer Stefan Leitl hat den Berlinern auch eine deutlich mutigere Spielweise verordnet.


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Der neue Ansatz war bereits beim 1:0 gegen den VfL Bochum zu erkennen. Hertha wartet nicht mehr ausschließlich in der eigenen Hälfte auf Fehler des Gegners, sondern attackiert früher und versucht, den Spielaufbau bereits weit vor dem eigenen Tor zu stören.

Hertha verteidigt höher und aggressiver

Leitl kündigte die offensivere Ausrichtung bereits während der Vorbereitung an. Die Mannschaft soll höher und aggressiver verteidigen, nach Ballgewinnen schnell umschalten und die dadurch kurzen Wege zum gegnerischen Tor nutzen, wie rbb24 berichtete.

Beim 4:1 gegen den Bundesliga-Absteiger aus Heidenheim ging dieser Plan besonders eindrucksvoll auf. Hertha setzte den Gegner früh unter Druck und führte nach 35 Minuten bereits mit 3:0. Die Gäste bekamen kaum Zeit, ihren Spielaufbau kontrolliert zu entwickeln.

Durch das konsequente Nachrücken bleiben zudem die Abstände zwischen Angriff, Mittelfeld und Abwehr geringer. Gewinnt Hertha den Ball, stehen sofort mehrere Anspielstationen für den Weg nach vorne bereit.

Offensive Spieler profitieren vom neuen Ansatz

Auch im eigenen Aufbau sucht Hertha schneller den Weg über die Außen. Doppelpässe und direkte Kombinationen sollen dabei helfen, das Spiel zu beschleunigen. Im Zentrum bindet Sebastian Grønning die gegnerischen Verteidiger und schafft damit Räume für nachrückende Mitspieler.

Gegen Heidenheim profitierte besonders Marten Winkler von dieser Ausrichtung. Der inzwischen nach Anderlecht gewechselte Offensivspieler erzielte einen Treffer und bereitete zwei weitere vor. Auch der weit aufgerückte Deyovaisio Zeefuik kam zum Torerfolg.

Vollständig ausgereift ist die neue Spielweise noch nicht. Leitl forderte zuletzt mehr Ruhe und Zutrauen in längeren Ballbesitzphasen. Wird die erste Pressinglinie überspielt, muss Hertha außerdem schnell wieder hinter den Ball kommen. Dennoch zeigt der beste Saisonstart seit acht Jahren, dass der mutigere Ansatz funktioniert. Im DFB-Pokal gegen den 1. FC Saarbrücken steht nun der nächste Test bevor. Dort muss Hertha erstmals beweisen, dass der neue Plan auch ohne Winkler trägt.

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