Füllkrug-Transfer zu Werder Bremen: Was West Ham fordert, was der Stürmer verdient und wann es klappen kann | OneFootball

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·17. August 2026

Füllkrug-Transfer zu Werder Bremen: Was West Ham fordert, was der Stürmer verdient und wann es klappen kann

Artikelbild:Füllkrug-Transfer zu Werder Bremen: Was West Ham fordert, was der Stürmer verdient und wann es klappen kann

Drei Zahlen entscheiden darüber, ob Niclas Füllkrug in diesem Sommer wieder für Werder Bremen aufläuft: die Ablöse, das Gehalt und die Restlaufzeit seines Vertrags in London. Alle drei haben sich in den vergangenen Wochen zugunsten der Bremer verschoben. Deshalb arbeitet der Klub inzwischen konkret an einer Rückkehr des 33-Jährigen.

Artikelbild:Füllkrug-Transfer zu Werder Bremen: Was West Ham fordert, was der Stürmer verdient und wann es klappen kann

Niclas Füllkrug von West Ham United feuert seine Teamkollegen während des Premier-League-Spiels Wolverhampton Wanderers gegen West Ham United im Molineux-Stadion in Wolverhampton, Großbritannien, am 1. April 2025 an.


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(Foto: Gareth Evans/News Images)

Ablöse, Gehalt, Vertrag: die drei Stellschrauben des Deals

Zum Verständnis der Lage hilft ein Blick auf die Ausgangsposition. Vor zwei Jahren zahlte West Ham United 27 Millionen Euro an Borussia Dortmund, um den Nationalspieler in die Premier League zu holen. Entsprechend hoch war zunächst die Summe, die die Londoner bei einem Verkauf wieder sehen wollten.

Von einer satten Forderung zum Gratis-Abgang

Diese Haltung ist inzwischen Geschichte. Erst reduzierte West Ham seine Vorstellung auf fünf Millionen Euro, mittlerweile soll der Angreifer sogar ohne Ablöse wechseln dürfen. Der Grund liegt auf der Hand: Der Klub ist aus der Premier League abgestiegen, braucht Einnahmen und will gleichzeitig Gehalt aus dem Kader nehmen.

Das Gehalt bleibt die eigentliche Hürde

Genau daran hängt der Deal jetzt. Füllkrugs Vertrag in London läuft bis 2028 und garantiert ihm rund 4,5 Millionen Euro netto pro Jahr. Ein Betrag in dieser Größenordnung ist an der Weser nicht darstellbar. Ohne deutliche Abstriche wird aus dem Interesse kein Transfer. In seinem Umfeld gilt es als ausgemacht, dass der Stürmer zu einer Rückkehr grundsätzlich bereit wäre.

Warum der Angreifer in London keine Rolle mehr spielt

Die Signale der Hammers sind seit dem Saisonstart unmissverständlich. Beim Media Day, an dem die Porträt- und Mannschaftsfotos entstanden, war Füllkrug nicht dabei. In der offiziellen Kaderliste trägt er keine Nummer mehr, seine frühere 11 gehört jetzt Neuzugang Tanner Tessmann. Beim Pflichtspielauftakt im League Cup gegen Portsmouth stand er nicht im Aufgebot.

Auch der Versuch, das Problem über einen anderen Klub zu lösen, ging schief. Ein bereits ausgehandelter Wechsel zum Serie-A-Klub FC Venedig scheiterte am Wochenende in letzter Minute an der Ablöseforderung, Gespräche mit Lazio Rom verliefen ebenfalls im Sand. Dass London jetzt bereit ist, den Stürmer gratis abzugeben, ist die direkte Konsequenz dieser Absagen.

Was Füllkrug in Bremen erwarten würde

124 Pflichtspiele hat der Angreifer für Werder bestritten. 2022 stieg er mit dem Klub auf, ein Jahr später wurde er mit 16 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga und schaffte über diesen Weg den Sprung in die Nationalmannschaft. Der Kontakt in die Stadt ist über all die Jahre nie abgebrochen, sein Status als Publikumsliebling ebenfalls nicht.

Sportlich wäre die Verpflichtung dennoch kein Selbstläufer. Verletzungen haben Füllkrug zuletzt zwei Jahre Rhythmus gekostet, in 26 Ligaspielen für West Ham gelangen ihm drei Tore, während der Leihe zum AC Mailand kam ein weiterer Treffer in 20 Einsätzen hinzu. Werder holt also keinen Torgaranten, sondern einen Mittelstürmer mit Vergangenheit im Klub, der wieder Spielpraxis braucht. Wie schnell Bremen einen Angreifer sucht, war schon im Sommer zu sehen, als Nick Woltemade dort nur zum Training zu Gast war.

Die Perspektive Nationalmannschaft

Für den DFB ist die Personalie derzeit kein Thema. Bei der WM 2026 in Nordamerika gehörte Füllkrug nicht mehr zum Kader, in der erweiterten Kandidatenliste von Bundestrainer Jürgen Klopp spielt er keine Rolle. Seine Länderspielbilanz bleibt trotzdem bemerkenswert: 14 Tore in 24 Einsätzen, dazu je zwei Treffer bei der WM 2022 und der EM 2024.

Der einzige Weg zurück führt über Einsatzminuten in der Bundesliga. Insofern geht es bei diesem Transfer für Füllkrug um mehr als um die Rückkehr in eine vertraute Stadt. Es geht um die letzte realistische Chance, seine Karriere noch einmal in die Richtung zu drehen, aus der er 2023 gekommen ist.

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