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·11. Mai 2026
Für Ex-Duo: Schalke darf auf viel Extra-Kohle hoffen

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·11. Mai 2026

Den Einzug ins Europa-League-Finale hat Rodrigo Zalazar mit dem SC Braga verpasst. Der Ex-Schalker scheiterte mit seinem Team am SC Freiburg. In beiden Halbfinal-Duellen stand der 26-Jährige von Beginn an auf dem Platz. Im Hinspiel vergab er kurz vor dem Pausenpfiff einen Elfmeter.
Eigenwerbung konnte Zalazar auf internationaler Bühne damit nicht mehr machen. Dem Interesse anderer Klubs scheint das aber kaum einen Abbruch zu tun. Schließlich spielt der siebenfache Nationalspieler Uruguays insgesamt eine bärenstarke Saison. In der portugiesischen Liga sind ihm in bislang 27 Spielen 16 Tore und fünf Vorlagen gelungen. Insgesamt steht Zalazar bei 46 Pflichtspielen, 23 Toren und acht Vorlagen.
Sein geschätzter Marktwert ist damit noch weiter angestiegen auf jetzt 22 Millionen Euro. Übereinstimmenden Meldungen zufolge buhlen die Topklubs aus Portugal um seine Dienste. Neben Sporting allen voran Benfica, das Zalazar als eines der Top-Transferziele für den Sommer auf dem Zettel haben soll.Transfer-Experte Rudy Galetti betont nun, dass das weiterhin gelte, auch wenn sich Braga als schwieriger Verhandlungspartner zeige. Der aktuelle Zalazar-Klub, bei dem der offensive Mittelfeldspieler noch bis 2028 unter Vertrag steht, verlange rund 30 Millionen Euro Ablöse.
Den Benfica-Vorschlag, Georgiy Sudakov in den Deal einzubauen und den Ukrainer im Gegenzug nach Braga zu schicken, wurde vom Zalazar-Klub "sofort abgelehnt". Dennoch will Benfica Sudakov in diesem Sommer offenbar verkaufen, um Geld für Neuzugänge wie Zalazar einzunehmen.
Was einen Zalazar-Transfer zudem erschwert: Laut Galetti will er bei einem Wechsel nach Lissabon zu Benficas Topverdiener aufsteigen. Das Benfica-Management berate derzeit, ob man sich darauf einlassen wolle.
Ob es Zalazar am Ende wirklich zu Benfica steht, bliebt also noch völlig offen. Möglich wäre auch, dass über den Sommer hinweg weitere Klubs ins Werben einsteigen. Zumal sich der 26-Jährige mit Uruguay bei der WM auf der größten Bühne empfehlen kann.
Für Schalke bleibt deshalb auch abzuwarten, wie es mit dem Ex-Spieler weitergeht. Klar ist, dass sich die Klubbosse einen teuren Wechsel des Mittelfeldspielers wünschen. Denn wie bereits berichtet, wird S04 dem Vernehmen nach zehn Prozent der Ablöse kassieren. Beim Verkauf 2023 flossen fünf Millionen Euro Sockelablöse, die durch Bonuszahlungen bereits auf sechs Millionen Euro angewachsen sein soll.Zahlt Benfica oder ein anderer Klub diesen Sommer die von Braga geforderten 30 Millionen Euro, würden die Knappen nochmals drei Millionen Euro zusätzlich erhalten.
Es wäre wichtiges Geld für Sportchef Frank Baumann, um eigene Transfers realisieren zu können. Helfen würde dabei auch eine Champions-League-Qualifikation der TSG Hoffenheim. In diesem Fall soll es eine Million Euro Nachschlag für Ex-Verteidiger Ozan Kabak geben. Vor dem letzten Spieltag müssen die Hoffenheimer allerdings auf einen Ausrutscher des VfB Stuttgart hoffen.

Ozan Kabak hofft mit der TSG noch auf die CL-Quali | Simon Hofmann/GettyImages
Sollten Zalazar und Kabak tatsächlich rund vier Millionen Euro in die Schalker Kassen spülen, hätten Baumann und Co. bei der Kaderplanung deutlich mehr Spielraum. Ohne weitere Spielerverkäufe werden die Knappen aber sicher auch in diesem Fall nicht auskommen.







































