Borussia Dortmund
·9. September 2026
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Nach dem 1:1-Ausgleichstreffer von Santiago Mourino (67.) stand der angestrebte Heimsieg gegen den Vorjahresdritten aus Spanien kurzzeitig auf der Kippe. Torhüter Gregor Kobel verhinderte sogar einen möglichen Rückstand, und Trainer Niko Kovac bewies wie so oft ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen: Jobe Bellingham dichtete das Mittelfeldzentrum ab, und Fabio Silva drehte vorne auf. Der 24 Jahre junge Portugiese legte Serhou Guirassy den Treffer zum 2:1 auf (80.) und hätte selbst wohl mehrmals getroffen, wenn der frühere Leipziger Torwart Peter Gulacsi nicht in den Spielminuten 76, 83, 90 dreimal überragend pariert hätte.
Am Ende stand ein 3:2-Erfolg für den BVB auf der Anzeigetafel. Ein verdienter Sieg angesichts von 2,83 zu 1,34 anhand der jeweiligen Chancenqualität erwartbarer Treffer („xGoals“) sowie 18:13 Torschüssen. Damit setzte Schwarzgelb einen attraktiven Trend fort. Bereits in den 16 BVB-Spielen der beiden Ligaphasen 2024/25 und 2025/26 waren die insgesamt 70 Tore auf beiden Seiten die europaweit meisten. Durchschnittlich sind es aktuell 4,4 Treffer pro Partie.
„Wir haben ein tolles Fußballspiel gesehen. Meine Mannschaft hat das richtig gut gemacht“, lauteten die lobenden Worte von Niko Kovac nach der Partie. „Wir haben verdient gewonnen, weil wir vieles gezeigt haben von dem, was wir können. Der Ballbesitz in der ersten Halbzeit war klasse, in der zweiten haben wir viele gute Chancen herausgespielt.“ Aber eben auch einige zugelassen. „Natürlich hat der Gegner mehr Möglichkeiten gehabt, als ich mir erhofft hatte“, räumte der Cheftrainer ein, „aber wir hatten auch einen sehr, sehr guten Gegner auf der anderen Seite.“
Doch Fabio Silva und Doppeltorschütze Serhou Guirassy (verwandelte in der 85. Minute einen Elfmeter zum 3:1) waren noch besser. „Fabio macht das richtig gut. Er blüht auf und macht das, was er kann: viel arbeiten für die Mannschaft, viele Chancen herausspielen, und er ist natürlich sehr wertvoll als Assistgeber“, so Kovac, der andeutete, künftig bei der taktischen und nominellen Ausrichtung zwischen 3-4-3 und 3-5-2 wechseln zu können: „Man sieht, dass wir auch dieses System mit zwei Stürmern genauso gut spielen können wie mit einem Stürmer und zwei Flügelstürmern.“
Somit könnte es in Zukunft auch häufiger Guirassy und Silva heißen, wenn der BVB aufläuft – und nicht oder. „Ich spiele besser, wenn ich mit ihm zusammenspiele“, erklärte der Portugiese im Gespräch mit BVB-TV: „Wir können uns gegenseitig mehr Platz verschaffen. Wir kreieren mehr Chancen und sind im Strafraum präsenter.“ Auch Guirassy plädiert für eine Doppelbesetzung im Angriff und versuchte, seinen Kollegen ins Team zu reden: „Es ist nicht immer leicht für ihn. Ich bin sehr glücklich mit Fabio. Er hat in den letzten beiden Spielen den Unterschied ausgemacht. Ich kenne ihn sehr gut, wir sprechen die gleiche Fußballsprache, und heute Abend sind wir alle happy.“
Noch wichtiger, als wer für den BVB aufläuft, ist die Art und Weise, wie er auftritt. Das weiß auch Top-Torjäger Serhou Guirassy: „In den letzten beiden Spielen ging es vor allem um Teamgeist. Und diese Einstellung müssen wir beibehalten. Und Spieler, die eingewechselt werden, machen den Unterschied. Das ist wichtig für einen großen Verein. Lasst uns daran arbeiten, etwas Großes zu erreichen.“







































