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·17. Juni 2026
Fußball heute: Deutschland gegen Elfenbeinküste vor dem 2.WM Spiel

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Julian Nagelsmann hat nach zwei freien Tagen sofort wieder auf Angriff geschaltet. In Winston-Salem trieb der Bundestrainer die Vorbereitung auf das zweite WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste konsequent voran und peilt mit dem DFB-Team den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase an. Nach dem 7:1-Auftaktsieg gegen Curacao wartet am Samstag in Toronto ein deutlich härterer Prüfstein.

DFB-Sportdirektor Rudi Völler verfolgt gemeinsam mit Bundestrainer Julian Nagelsmann das Training der deutschen Nationalmannschaft an der Winston-Salem State University am 17. Juni 2026 in Winston-Salem, North Carolina, im Rahmen der FIFA Weltmeisterschaft 2026. Alexander Hassenstein / Getty Images
In der Mittagshitze von Winston-Salem ließ Nagelsmann an seinem 1000-Tage-Jubiläum keinen Gedanken an die persönliche Marke aufkommen. Stattdessen arbeitete der 38-Jährige im Spry Soccer Stadium das erste von drei Trainings vor dem Härtetest gegen die körperlich robusten afrikanischen Kraftkicker ab. An vielen Stationen standen für Kapitän Joshua Kimmich und seine Kollegen Pass- und Spielformen, Torabschlüsse sowie Standardvarianten auf dem Plan. Auch die Abstimmung im Defensivverbund rückte in den Mittelpunkt.
Der Bundestrainer hatte sich wegen der Vielzahl an Aufgaben eigens Notizen gemacht und einen Zettel mitgebracht. Schließlich trifft der viermalige Weltmeister nach dem Traumstart gegen Curacao am Samstag um 22.00 Uhr MESZ in Toronto auf ein ganz anderes Kaliber.
Die deutsche Nationalmannschaft startete in voller Besetzung in die Vorbereitung auf das zweite Turnierspiel. Beim Training am Mittwochvormittag Ortszeit auf dem Gelände der Wake Forest University standen alle 26 Spieler sowie Trainingstorhüter Jonas Urbig auf dem Platz. In Winston-Salem sind noch zwei weitere Einheiten vorgesehen, ehe es am frühen Freitagnachmittag mit dem FIFA-Charterflieger nach Toronto geht.
Dort trifft das Team von Julian Nagelsmann auf die Elfenbeinküste, die offiziell Cote d’Ivoire heißt. Mit einem weiteren Sieg wäre der Weg ins neue Sechzehntelfinale schon vorzeitig frei. Der letzte Gruppengegner heißt Ecuador, die Partie steigt am 25. Juni in East Rutherford.
Nach dem Auszug der Familien aus dem WM-Camp richtete sich der Blick schnell und geschlossen auf den nächsten Gegner. Genau darin sieht Joshua Kimmich einen zentralen Faktor. „Die Elfenbeinküste hat spektakuläre Spieler in der Offensive“, warnte er. Außerdem sei das Team um den Leipziger Turbo-Dribbler Yan Diomande „physisch sehr stark“. Nach dem Auftritt in der kanadischen Metropole werde man erkennen, „wo wir stehen“.
Der Kapitän betonte zugleich die Bedeutung eines konzentrierten Turnier-Alltags. „Das ist der Schlüssel, dass man während des Turniers nicht vergisst, gut zu trainieren“, sagte Kimmich: „Alle müssen auf Spannung bleiben. Das passiert durch eine gute Intensität und den Inhalt im Training. Da haben wir noch ein bisschen zu tun.“

Deutschlands Kapitän Joshua Kimmich spricht bei einer Pressekonferenz der DFB-Auswahl mit den Medien. Der Termin fand am 16. Juni 2026 an der Winston-Salem State University in North Carolina statt. Alexander Hassenstein / Getty Images
Auch Nagelsmann forderte die Mannschaft bereits seit Montag intensiv mit Blick auf den ersten echten Härtetest. Er verlangte von seinen Spielern, die Konzentration strikt auf die jeweils nächste Aufgabe zu richten. „Wir haben der Mannschaft eingetrichtert, dass wir uns immer auf die nächste Aufgabe konzentrieren“, erklärte der Bundestrainer. Auf das dritte Gruppenspiel gegen Ecuador oder einen möglichen weiteren Turnierverlauf solle keine Energie verschwendet werden.
Joshua Kimmich ist überzeugt, dass diese Gefahr ohnehin gering ist. „Außer Manu (Neuer) haben wir nur Spieler im Kader, die mit der Nationalmannschaft noch nichts gewonnen haben. Sie haben diesen besonderen Hunger und Antrieb, etwas Besonderes zu schaffen“, sagte der Spielführer. Viele Akteure wüssten zu schätzen, „hier dabei zu sein“, alle hätten „extrem Bock auf Fußball“.
Der 31-Jährige blickt mit großer Zuversicht auf diese Generation. Die Weltmeister von 2014 habe ausgezeichnet, dass sie über Jahre zusammengewachsen seien. „Bei uns hatte ich in den letzten Jahren nicht so das Gefühl, dass etwas zusammengewachsen ist. Wir hatten nach den Turnieren immer einen Neustart“, sagte Kimmich selbstkritisch. Nun könne sich unabhängig vom Ausgang dieser WM „eine Mannschaft zusammenwachsen, die sich über die nächsten Jahre entwickelt“. Er habe „Vertrauen in die jungen Spieler, dass sie auch in zwei, drei Jahren noch da sind und eine feste Säule in der Mannschaft werden“. Das habe man nach 2018 „nicht so hinbekommen, dass wir übernehmen und uns zu festen Säulen entwickeln konnten“, stellte er fest. Die jungen Spieler wolle er auf diesem Weg „unterstützen“. Auch dafür gilt aus seiner Sicht: Vollgas.
Auch an der Pfeife gibt es einen WM-Neuling: Juan Gabriel Benitez aus Paraguay leitet am Samstag in Toronto das zweite Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste. Das teilte die FIFA am Mittwoch mit. Schon beim Auftakt gegen Curacao war mit dem Marokkaner Jalal Jayed ein Debütant bei einer WM-Endrunde im Einsatz, der die Partie beim 7:1 ohne Probleme führte.
Der 43 Jahre alte Benitez wird an den Seitenlinien von seinen Landsleuten Eduardo Cardozo und Milciades Saldivar unterstützt. Vierter Offizieller ist Khalid Alturais aus Saudi-Arabien. Die Video-Assistenten nannte der Weltverband nicht. Benitez stammt aus Asuncion und steht seit 2019 auf der FIFA-Liste. 2024 kam er bei der Copa America zum Einsatz, im vergangenen Jahr pfiff er bei der Klub-WM das Gruppenspiel zwischen Borussia Dortmund und den Mamelodi Sundowns aus Südafrika, das der BVB mit 4:3 gewann. Nationalspieler Felix Nmecha erinnert sich daran besonders gut, denn er traf damals für Borussia Dortmund.







































