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·19. September 2026
Fußball heute Ergebnisse: Wie hat der FC Bayern gegen Union Berlin gespielt?

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Der FC Bayern München hat zum Auftakt des 4. Spieltags der Bundesliga 2026/27 mit 7:0 (3:0) gegen den 1. FC Union Berlin gewonnen und die Tabellenführung übernommen. Michael Olise gelang ein Dreierpack, Harry Kane erzielte im 98. Spiel sein 100. Bundesligator und damit so schnell wie kein Profi vor ihm. Alle Daten stehen auf unserer Spielseite zu FC Bayern München gegen den 1. FC Union Berlin, alle Ergebnisse des Spieltags in unserer Übersicht Bundesliga heute.
Harry Kane verwandelt den Foulelfmeter zum 2:0 für den FC Bayern gegen den 1. FC Union Berlin am 18. September 2026 in der Allianz Arena. Es war sein 100. Bundesligator. (Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images)
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Eine gute Viertelstunde lang fanden die Münchner keine Lücke in der tief gestaffelten Berliner Abwehr. Dann übernahm Jamal Musiala: Der Nationalspieler erspähte eine freie Schussbahn, zog aus 17 Metern ab und traf halbhoch in die lange Ecke (18.). Es war sein zweiter Treffer binnen einer Woche, nachdem er schon beim 5:0 zum Champions-League-Auftakt gegen Bodö/Glimt getroffen hatte.
Danach wurden die Räume größer, und vor allem Michael Olise sorgte bei den Gästen für Dauerstress. Der Franzose wurde von Tom Rothe im Strafraum gefoult, Harry Kane verwandelte den fälligen Foulelfmeter brachial zum 2:0 (39.) und erreichte damit in seinem 98. Bundesligaspiel die Marke von 100 Toren. Die bisherige Bestmarke von Dieter Müller, der dafür 129 Spiele gebraucht hatte, unterbot er deutlich. Kurz vor der Pause belohnte sich Olise für seine Dauerläufe selbst: Musiala legte ihm den Ball elegant an die Strafraumgrenze ab, der Rest war ein Traumtor zum 3:0 (43.).
Nach dem Seitenwechsel ging es im selben Takt weiter. Kane nahm eine Flanke von Olise an und schob zum 4:0 ein (54.), es war sein 101. Bundesligatreffer. Nach einer Stunde wechselte Vincent Kompany doppelt, und der eingewechselte Ismael Saibari markierte in der 70. Minute seinen ersten Bundesligatreffer für die Münchner.
Die letzte halbe Stunde gehörte dann endgültig Olise. Innerhalb von drei Minuten schnürte er mit dem 6:0 (73.) und dem 7:0 (76.) seinen Dreierpack und führt mit vier Saisontoren nun die Torjägerliste der Bundesliga an. Kurz vor Schluss feierte außerdem Nationalspieler Serge Gnabry sein Comeback. Bemerkenswert aus Münchner Sicht: Musiala stand erstmals seit seiner langen Verletzungspause über 90 Minuten auf dem Platz.
Ismael Saibari bejubelt seinen Treffer zum 5:0 für den FC Bayern gegen den 1. FC Union Berlin am 18. September 2026 in der Allianz Arena. Für den Sommerzugang war es das erste Bundesligator. (Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images)
Der FC Bayern steht nach vier Spieltagen mit zehn Punkten und 14:2 Toren erstmals seit dem 1. Spieltag wieder auf Platz eins, einen Zähler vor dem SC Freiburg und Borussia Dortmund, die beide erst am Samstag spielen. Wichtiger als die Momentaufnahme ist die Art des Auftritts: Kompany schickte vor der Länderspielpause noch einmal seine beste Elf auf den Platz, nur Konrad Laimer fehlte wegen einer leichten Verletzung an den linken Adduktoren.
„Wir haben in dieser Saison auf so ein Spiel gewartet. Wir haben zwar Spiele gewonnen und gut gespielt, aber vielleicht noch nicht ganz das Niveau erreicht, das wir in der vergangenen Saison hatten“, sagte Kane bei Sky. Zu seinem Rekord meinte der 33-Jährige: „Ich bin sehr stolz darauf. Mehr Tore als Spiele zu haben, ist natürlich eine großartige Statistik.“ Seit seinem Wechsel von Tottenham Hotspur im Sommer 2023 kommt Kane auf 152 Tore in 154 Pflichtspielen für die Bayern und liegt damit bereits auf Rang sieben der ewigen Münchner Torschützenliste.
Trainer Vincent Kompany hob neben Olise vor allem Musiala hervor: „Vor der Länderspielpause ist das perfekt. Da sind alle Fragen weg. Jamal hat 90 Minuten gespielt und wieder getroffen.“ Über Olise sagte er: „Natürlich schießt Michael Tore, aber er arbeitet auch sehr viel im Training. Die Topspieler brauchen mehr als nur Talent.“
Auf der anderen Seite steht ein Klub in der Krise. Das 0:7 ist die höchste Niederlage der Eisernen seit dem Aufstieg 2019, und der Saisonstart unter dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli ist mit einem Punkt aus vier Spielen und 4:17 Toren der schlechteste der Vereinsgeschichte. „Zahnarztbesuch für diese Saison abgehakt“, textete die Social-Media-Abteilung der Köpenicker danach.
Tom Rothe, der den Elfmeter verursacht hatte, gab sich trotzig: „Ich glaube trotzdem, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich würde nicht alles so negativ sehen. In der Höhe ist es sehr ärgerlich. So sind die Bayern halt, die hören einfach nicht auf.“ Lustrinelli nimmt die Länderspielpause dankbar an: „Ich freue mich auf die Pause, es ist wichtig für die Spieler, den Kopf freizubekommen.“
Joshua Kimmich bedankt sich nach dem 7:0 des FC Bayern gegen den 1. FC Union Berlin am 18. September 2026 bei den Fans in der Allianz Arena. (Adam Pretty / Getty Images Europe via Getty Images)
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FC Bayern München: Neuer, Stanišić, Upamecano (46. Kim Min-jae), Tah, Davies (83. Brown), Kimmich, Pavlović (63. Bischof), Olise, Musiala, Díaz (63. Saibari), Kane (77. Gnabry). Trainer: Vincent Kompany
1. FC Union Berlin: Rönnow, Trimmel (71. Van Den Bosch), Querfeld, Uduokhai, Rothe, Khedira, Haberer (60. Kemlein), Aebischer, Jeong (60. Burcu), Schäfer (82. Köhn), Latte Lath (46. Skarke). Trainer: Mauro Lustrinelli
Die Zahlen unterstreichen die Einbahnstraße: 24 Abschlüsse für München, drei für Berlin. Die offiziellen Aufstellungen und das Wiesn-Trikot der Münchner stehen in unserem Aufstellungsartikel zum Spiel.
Mit dem 7:0 übernimmt der FC Bayern die Tabellenführung, zumindest bis zu den Samstagsspielen von Freiburg und Dortmund. Die Top 5 der Bundesliga:
Die komplette Tabelle mit allen 18 Mannschaften steht auf unserer Turnierseite zur Bundesliga 2026/27.
Für beide Klubs folgt zunächst die Länderspielpause. Danach tritt der FC Bayern am Wochenende des 10. Oktober beim FC Augsburg zum bayerischen Derby an, Union Berlin empfängt am selben Wochenende Aufsteiger SV Elversberg und steht dabei schon deutlich unter Druck. Zuvor steht für die Münchner noch der obligatorische Wiesn-Besuch an: Am Sonntag geht der Rekordmeister auf das 191. Oktoberfest, erstmals ohne ein Pflichtspiel am selben Tag.
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