Fussballnationalmannschaft.net
·20. Juni 2026
Fußball heute: Türkei nach 0:1-Paraguay-Pleite bei der WM 2026 vorzeitig ausgeschieden

In partnership with
Yahoo sportsFussballnationalmannschaft.net
·20. Juni 2026

Die Türkei hat bei der WM 2026 den nächsten Rückschlag kassiert und ihre K.o.-Hoffnungen schon vor dem letzten Gruppenspiel verloren. Gegen Paraguay setzte es trotz langer Überzahl eine 0:1-Niederlage, weil Matias Galarza schon nach 64 Sekunden traf und damit das umkämpfte Duell in Santa Clara früh entschied. Das abschließende Spiel gegen die USA ist für die Mannschaft von Vincenzo Montella sportlich ohne Bedeutung.

Santa Clara, Kalifornien, USA, 19. Juni 2026: Fans der Türkei reagieren auf den Rängen während des WM-Gruppenspiels der Gruppe D zwischen der Türkei und Paraguay im San Francisco Bay Area Stadium. (Foto: Richard Heathcote/Getty Images)
Galarza erwischte die Türken mit seinem frühen Treffer direkt ins Herz und ließ die ohnehin wackligen Aussichten auf das Weiterkommen sofort schrumpfen. Für die ambitionierte Auswahl um Jungstar Arda Güler bedeutete das den vorzeitigen Abschied von allen WM-Träumen. Gleichzeitig verhalf der Sieg Paraguay zum nächsten Schritt in Richtung K.o.-Runde und den USA zum vorzeitigen Gruppensieg.
Die Stimmung war bereits vor dem Anpfiff aufgeheizt, denn in der Heimat hatte das frühe Aus nach der dritten WM-Teilnahme des Landes hitzige Debatten ausgelöst. Diese dürften nach dem erneuten Rückschlag noch lauter werden. Montella hatte die scharfe öffentliche Kritik vor der Partie als „sehr enttäuschend“ eingeordnet und mehr Solidarität sowie Respekt für seine Spieler gefordert.
Für Paraguay nahm die Partie zunächst eine bittere Wendung, als Miguel Almiron seiner Mannschaft einen Bärendienst erwies. Nach einer hitzigen Szene hielt sich der Mittelfeldspieler den Mund zu, nachdem er in Richtung Mert Müldür gesprochen hatte. Weil die neue Regel in Santa Clara damit erstmals griff, sah Almiron nach Videobeweis folgerichtig die Rote Karte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, genauer in der 45.+3. Minute.
Trotz des Platzverweises fanden die Türken auch in Überzahl keinen Weg zurück ins Spiel. Das Duell blieb zwar intensiv und teils wild, doch die Südamerikaner verteidigten diszipliniert und stellten sich immer wieder tief und kompakt auf.

Santa Clara, Kalifornien, USA, 19. Juni 2026: Arda Güler (8) aus der Türkei wird im WM-Gruppenspiel der Gruppe D gegen Paraguay von Andrés Cubas (14) attackiert. (Foto: Richard Heathcote/Getty Images)
Schon die Auftaktpleite der euphorisch gestarteten Türkei gegen Australien, die mit 0:2 endete, hatte für reichlich Unruhe gesorgt. Gegen Paraguay sollte nun die Antwort folgen, doch der frühe Nackenschlag brachte das Team zunächst aus dem Tritt. Die Mannschaft versuchte zwar zu reagieren, biss sich aber an der dichten Ordnung der „Albirroja“ die Zähne aus.
Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich die Begegnung zum Geduldsspiel. Die Türkei fand kaum Lösungen gegen die kompakte Defensive, hinzu kam Pech bei einem Kopfball von Mert Müldür, der in der 35. Minute am Aluminium landete. Danach kochte es erneut hoch: Nach einem Zweikampf entstand eine Rudelbildung, ehe Almiron kurz darauf vom Feld musste. Auch zum Pausenpfiff blieb die Atmosphäre angespannt, und auf der Bank sah Montella später ebenfalls Gelb, in der 63. Minute.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Die Türkei hielt den Druck zunächst hoch, doch Paraguay blieb bei Umschaltmomenten gefährlich und verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schluss.







































