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·25. März 2026

Fußball-Märchen mit Fragezeichen: Como drohen Probleme bei Champions-League-Einzug

Artikelbild:Fußball-Märchen mit Fragezeichen: Como drohen Probleme bei Champions-League-Einzug

Nach einer überraschend starken Saison steht Como 1907 plötzlich vor der historischen Chance auf die Champions League. Doch selbst im Erfolgsfall drohen dem Klub große Probleme abseits des Platzes.

Der Höhenflug von Como 1907 gehört zu den größten Überraschungen dieser Saison. Noch vor zwei Jahren spielte der Klub in der Serie B, inzwischen steht das Team von Trainer Cesc Fàbregas nach 30 Spieltagen auf einem beeindruckenden vierten Tabellenplatz – und damit mitten im Rennen um die Champions-League-Qualifikation. Juventus Turin und die AS Rom liegen aktuell hinter den Norditalienern.


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Sportlich wäre der Einzug in die Königsklasse ein echtes Märchen. International war Como zuletzt Anfang der 1980er-Jahre vertreten – und selbst damals nur im inzwischen nicht mehr existierenden Mitropapokal. Doch so außergewöhnlich der sportliche Erfolg wäre, so groß sind die Hürden abseits des Rasens. Ein zentrales Problem ist laut einem Bericht von "Calcio e Finanza" das heimische Stadio Giuseppe Sinigaglia.

Die Arena entspricht derzeit nicht den Anforderungen der UEFA und müsste umfassend modernisiert werden. Sollten die Umbauarbeiten nicht rechtzeitig abgeschlossen sein, droht Como, seine Heimspiele in der Champions League in einem anderen Stadion austragen zu müssen. Als mögliche Ausweichlösung steht laut dem Bericht bereits das Mapei Stadium von Sassuolo im Raum.

Champions League und ihre Folgen: Große Hürden für Como

Noch schwerer wiegen jedoch die finanziellen Rahmenbedingungen. Nach der Übernahme durch die indonesische Hartono-Familie investierte der Klub massiv in den sportlichen Aufschwung. Das führte zwar zum Erfolg auf dem Platz, gleichzeitig aber auch zu erheblichen Verlusten – allein im Geschäftsjahr bis Juni 2025 sollen rund 105 Millionen Euro Minus angefallen sein.

Die UEFA könnte hier laut "Calcio e Finanza" zunächst ein Auge zudrücken, langfristig wäre jedoch ein sogenanntes "Settlement Agreement" notwendig, um die Vorgaben des Financial Fair Play einzuhalten. Dass Como aktuell dennoch von großen Erfolgen träumen darf, zeigte sich zuletzt auch im Pokal: Anfang März trotzte das Team im Halbfinal-Hinspiel der Coppa Italia Inter Mailand ein 0:0 ab und hielt sich damit die Chance auf den Finaleinzug offen.

Ob der Traum von Europa tatsächlich Realität wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Selbst wenn Como den Sprung in die Champions League schafft, warten abseits des Spielfelds große Herausforderungen auf den Überraschungsklub.

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