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·8. September 2026
Gänsehaut im Volkspark: HSV plant großes Comeback für Vuskovic

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·8. September 2026

Es wird ein Tag, der in die Geschichtsbücher des Hamburger SV eingehen dürfte. Am kommenden Dienstag (15. September) steht für die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin eigentlich eine ganz normale, öffentliche Einheit um 15 Uhr auf dem Programm. Doch dieser Termin markiert einen emotionalen Meilenstein: Es wird das erste offizielle Mannschaftstraining von Mario Vuskovic nach seiner vierjährigen Dopingsperre sein. Zwar ist der kroatische Innenverteidiger, der wegen eines positiven EPO-Tests im Herbst 2022 vom CAS für vier Jahre gesperrt wurde und bis heute vehement seine Unschuld beteuert - er klagt aktuell vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte - erst ab dem 15. November wieder für Pflichtspiele spielberechtigt. Das Regelwerk erlaubt es ihm jedoch, exakt zwei Monate vor Ablauf der Sperre wieder ins reguläre Teamtraining einzusteigen.
Das Comeback des Kroaten löst bei den HSV-Fans, die ihm all die Jahre stets die Treue hielten, eine enorme Euphorie aus. Noch immer prangt sein Banner mit der Nummer 44 regelmäßig in der Kurve, noch immer hallen Vuskovic-Rufe durch das Stadion. Da der Verein in der kommenden Woche mit einem enormen Fan-Zulauf von mehreren Tausend Schaulustigen rechnet, wird hinter den Kulissen an einem historischen Plan gebastelt. Sollte das Interesse in den nächsten Tagen erwartungsgemäß explodieren, zieht der HSV in Erwägung, die Trainingseinheit vom normalen Trainingsplatz hinter der Südtribüne direkt in das große Volksparkstadion zu verlegen. Ein solches öffentliches Training in der Arena gab es noch nie. Laut dem Hamburger Abendblatt tendiert der Klub dazu, für dieses emotionale Wiedersehen gezielt die Nordtribüne für die Fans zu öffnen – genau jenen Ort, an dem sich Vuskovic während seiner Sperre schon einmal unter die Ultras gemischt hatte.

Die Mannschaft stand stets hinter Vuskovic | Cathrin Mueller/GettyImages
Für den Abwehrspieler, der sich die vergangenen Jahre über mit einem privaten Fitnesscoach in der Heimat fit hielt, steht am Vormittag des 15. September zunächst eine ausführliche sportmedizinische Untersuchung an. Erst dann entscheidet sich der genaue Trainingsumfang. Sportlich käme ein fitter Vuskovic für den HSV absolut gelegen. Nach der desaströsen 0:5-Klatsche gegen 1. FSV Mainz 05 offenbarte die Defensive erhebliche Schwächen. Wenn Vuskovic den Trainingsrückstand schnell aufholt, könnte er theoretisch beim brisanten Nordderby gegen Werder Bremen am 21. November – nur wenige Tage nach Ablauf seiner Sperre – sein offizielles Pflichtspiel-Comeback feiern. Zunächst aber blickt ganz Hamburg auf den kommenden Dienstag und die Rückkehr auf den Trainingsplatz.
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