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·9. März 2026

Galatasaray-Alarm trotz Titelkurs: Kavukcu warnt plötzlich – „Noch ist überhaupt nichts entschieden“

Artikelbild:Galatasaray-Alarm trotz Titelkurs: Kavukcu warnt plötzlich – „Noch ist überhaupt nichts entschieden“

Galatasaray geht mit viel Selbstvertrauen in die entscheidende Phase der Saison, doch im Klub will niemand den Titelkampf zu früh für entschieden erklären. Genau diese Botschaft stellte Abdullah Kavukcu, Vizepräsident von Galatasaray Sportif AS, bei einem Treffen mit Pressevertretern in den Mittelpunkt. Vor den letzten neun Ligaspielen formulierte er eine unmissverständliche Vorgabe: volle Konzentration, keine Nachlässigkeit und kein Blick auf vermeintliche Vorentscheidungen. Für die Gelb-Roten zählt in dieser Phase ausschließlich der Weg zur nächsten Meisterschaft.

Neun Endspiele bis zur möglichen Meisterschaft

Kavukcu machte deutlich, dass innerhalb des Klubs niemand an halben Lösungen interessiert ist. „Wenn wir Meister in der Liga werden wollen, müssen wir diese verbleibenden neun Spiele gewinnen„, sagte der Funktionär und unterstrich damit den internen Anspruch für den Saisonendspurt. Obwohl es bereits Stimmen gebe, die Galatasaray vorzeitig an der Spitze sähen, lehnt die Vereinsführung jede Form von Selbstzufriedenheit klar ab. „Es gibt diejenigen, die uns bereits zum Meister erklärt haben, aber jetzt ist noch nichts fertig„, betonte er.


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Diese Haltung beschreibt auch die innere Spannung, mit der der Klub in die entscheidenden Wochen geht. Jedes Spiel werde wie ein Finale betrachtet, die gesamte Gemeinschaft sei auf das gemeinsame Ziel ausgerichtet. Kavukcu sprach davon, dass die Mannschaft und das Umfeld fest auf die 26. Meisterschaft fokussiert seien. Seine Wortwahl zeigte, dass Galatasaray den bisherigen Weg als stark einschätzt, den Titel aber erst dann als real begreift, wenn die letzten Schritte konsequent gegangen sind.

Der Mai, die Fans und der Blick auf Liverpool

In seinen Aussagen verband Kavukcu sportliche Zielstrebigkeit mit dem typischen Selbstverständnis des Klubs. Er erinnerte daran, dass Galatasaray sich auf großer Bühne bereits behauptet habe und das Team auch im weiteren Saisonverlauf an seine Qualität glaube. Besonders bildhaft wurde er mit einem Satz, der im Umfeld der Gelb-Roten sofort Wirkung entfalten dürfte: „Wenn Sie den Duft von Blumen vernehmen, wenn Sie das Fenster öffnen, ist Galatasarays Jahreszeit gekommen. Der Mai gehört Galatasaray.“ Damit spielte er auf jene Phase an, in der sich Titelrennen traditionell zuspitzen und die Erwartung rund um den Klub besonders wächst.

Gleichzeitig richtete er den Fokus bereits auf die nächste große Herausforderung. Das jüngste Spiel sei abgehakt, nun gehe es ausschließlich um die kommende Aufgabe gegen den FC Liverpool. Kavukcu erinnerte daran, dass Galatasaray diesen Gegner bereits einmal besiegt habe und deshalb auch diesmal an einen Erfolg glaube. Die Aussage wirkte wie ein bewusst gesetztes Signal: Der Klub möchte nicht nur im nationalen Titelkampf bestehen, sondern auch international mit Überzeugung auftreten.

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Fairplay als Grundsatz im Derby-Streit

Neben dem Meisterrennen sprach Kavukcu auch über das viel diskutierte Derby gegen Besiktas (1:0) und legte den Schwerpunkt auf den Aspekt der Sportlichkeit. Aus seiner Sicht gehört es zum Kern des Fußballs, in entscheidenden Momenten dem Fairplay Vorrang einzuräumen. Er verwies auf eine Szene, in der sich Torhüter Ugurcan Cakir verletzt habe und der Ball aus Gründen des Sportsgeists ins Aus gespielt worden sei. In einer solchen Situation, so die klare Haltung des Galatasaray-Funktionärs, werde normalerweise erwartet, dass der Ball dem Gegner zurückgegeben wird.

Kavukcu stellte unmissverständlich klar, dass Fairplay für Galatasaray denselben Stellenwert habe wie der sportliche Wettbewerb. „Sportsgeist ist uns genauso wichtig wie der Wettbewerb„, sagte er. Er fügte hinzu, niemand könne sich über ein Tor in einer solchen Situation wirklich freuen, weil jeder wisse, welches Verhalten dem Geist des Spiels entspreche. Zugleich verband er diese Kritik mit einem sportlichen Seitenhieb auf den Rivalen und machte deutlich, dass sich andere Vereine aus seiner Sicht stärker auf das Geschehen auf dem Platz konzentrieren sollten, statt nachträglich Erklärungen und Rechtfertigungen zu liefern.

Klare Worte zu Victor Osimhen und dessen Zukunft

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Aussagen betraf Victor Osimhen, um den sich seit Wochen zahlreiche Diskussionen drehen. Kavukcu zeigte dabei offen Unverständnis über die Vielzahl an Spekulationen und stellte zunächst die sportliche Ausnahmestellung des Stürmers heraus. „Wie viele Spieler wie Osimhen gibt es auf der Welt?„, fragte er und deutete damit an, dass der Nigerianer in seiner Kategorie nur schwer vergleichbar sei. Für ihn sei deshalb entscheidend, die Größenordnung des Spielers zu begreifen, bevor über Gehälter oder Motive gesprochen werde.

Besonders bemerkenswert war seine Darstellung zu angeblichen finanziellen Beweggründen. Nach seinen Worten habe Osimhen ein Angebot von Al-Hilal SFC in Höhe von 50 Millionen Euro pro Jahr abgelehnt, insgesamt also 150 Millionen Euro für drei Jahre. Daraus leitete Kavukcu ein klares Argument ab: Ein Spieler mit einer solchen Offerte im Hintergrund werde nicht aus Unsicherheit über sein Gehalt handeln. Vielmehr sei seine Bindung an Galatasaray auch Ausdruck der emotionalen Kraft des Umfelds. Die Liebe und Unterstützung der Fans, so seine Überzeugung, seien ein Faktor, der auf diesem Niveau weltweit nur schwer zu finden sei.

Galatasaray will sportlich und finanziell aufsteigen

Kavukcu nutzte den Auftritt zugleich, um die wirtschaftliche Entwicklung des Vereins hervorzuheben. Er sagte, Galatasaray habe in den vergangenen Jahren in Europa deutlich an Dynamik gewonnen, bewege sich aber weiterhin in einem Umfeld, in dem andere Klubs über enorme finanzielle Mittel verfügten. Genau deshalb arbeite der Verein daran, seine wirtschaftliche Struktur weiter auszubauen und sich Schritt für Schritt an dieses Niveau anzunähern. Sein Tenor war klar: Dauerhafter sportlicher Erfolg ist nur möglich, wenn die finanzielle Basis stark genug ist.

Dabei verwies er auf spürbare Fortschritte in mehreren Bereichen. Von Logen bis Sponsoring seien zuletzt erhebliche Einnahmen erzielt worden, auch die Bezahlung der Spieler erfolge planmäßig. Kavukcu stellte heraus, dass der Klub im Hinblick auf die UEFA-Kriterien keine Probleme sehe und die relevante Ausgabenquote bei 68 Prozent liege. Das war ein wichtiger Hinweis, weil die wirtschaftliche Stabilität in einem europäischen Spitzenumfeld inzwischen fast denselben Stellenwert hat wie sportliche Resultate auf dem Platz.

Löhne, Schuldenabbau und mehr Luft für die Zukunft

Auch zur internen Finanzlage äußerte sich Kavukcu mit großer Zuversicht. Er machte deutlich, dass Galatasaray seine Gehälter auszahle und zugleich in eine Phase eintrete, in der Schulden systematisch reduziert werden sollen. Seine Wortwahl zielte darauf ab, Stärke und Ordnung zu vermitteln: Der Klub zahle nicht nur seine Spieler, sondern erfülle auch seine Verpflichtungen gegenüber anderen Vereinen. Gerade im Hinblick auf die kommenden Jahre sieht die Führung darin einen entscheidenden Unterschied zu früheren Belastungen.

Zusätzlich verwies er auf den ersten Sechs-Monats-Bericht, der im Januar eingegangen sei, und auf die Erwartung, dass sich die Lage im kommenden Jahr noch entspannter darstellen werde. Hintergrund sei auch, dass bestimmte auslaufende Belastungen und Gehaltsstrukturen dann nicht mehr in gleicher Form anfallen würden. Aus Sicht des Vizepräsidenten öffnet sich damit die Front des Vereins weiter in Richtung Wachstum, Planungssicherheit und strategischer Handlungsfähigkeit.

Logen ausverkauft, Sponsoring wächst deutlich

Konkrete Zahlen nannte Kavukcu vor allem im Zusammenhang mit den gestiegenen Einnahmen. Er erklärte, dass sämtliche Logen verkauft seien und die Nachfrage dennoch weiter anhalte. Das wertete er als starkes Signal für die Markenkraft des Vereins und für dessen Attraktivität im wirtschaftlichen Umfeld. Gerade in einem Wettbewerb, in dem wiederkehrende Erlöse eine zentrale Rolle spielen, ist diese Entwicklung für Galatasaray von besonderer Bedeutung.

Hinzu komme ein klarer Sprung im Sponsoring. Nach seinen Angaben wurde die Vereinbarung mit PUMA von vier Millionen Euro auf 8,3 Millionen Euro pro Jahr erhöht, mit Boni könne der Betrag sogar auf knapp 13 Millionen Euro steigen. Kavukcu stellte diesen Schritt in einen größeren Zusammenhang und sprach davon, dass die Marke Galatasaray von Tag zu Tag wachse. Auch die im Zuge der Kapitalerhöhung geführten Gespräche mit der Börsenaufsicht wertete er als wichtigen finanziellen Schritt, der nicht nur die Gegenwart stärke, sondern auch die Zukunft absichere.

Merchandising als nächster Wachstumsmotor

Darüber hinaus sieht der Klub weiteres Potenzial im Bereich Merchandising. Kavukcu erklärte, Galatasaray sei heute der umsatzstärkste Verein der Türkei und wolle diesen Vorsprung weiter ausbauen. Um das zu erreichen, plane der Klub, die Merchandising-Seite öffentlich zugänglich zu machen und damit die wirtschaftliche Struktur noch stärker zu professionalisieren. Im Raum steht dabei nach seinen Angaben ein Unternehmenswert von rund 600 Millionen Dollar.

Nach einer Genehmigung durch die zuständigen Stellen wolle der Verein die nötigen Prozesse abschließen und das öffentliche Angebot realisieren. Damit könnte Galatasaray ein weiteres Unternehmen an der Börse platzieren und seine wirtschaftliche Basis verbreitern. Kavukcu verband diese Perspektive mit einem langfristigen Ziel, das über einzelne Spielzeiten hinausgeht: Der Klub soll zu jenen Vereinen in Europa gehören, die nachhaltige Erfolge nicht nur einmal erreichen, sondern dauerhaft etablieren.

Familiäres Klima als Teil des sportlichen Plans

Zum Abschluss hob Kavukcu noch den internen Zusammenhalt hervor und beschrieb innerhalb der Mannschaft ein echtes familiäres Umfeld. Die Kommunikation mit den Spielern sei intensiv, der Kontakt eng und regelmäßig. Er schilderte, dass die Vereinsführung häufig in Kemerburgaz präsent sei, mit den Spielern spreche und vor Spielen bewusst die Nähe zur Mannschaft suche. Diese Aussagen sollten offenbar unterstreichen, dass Galatasaray nicht nur finanziell und sportlich, sondern auch menschlich auf Stabilität setzt.

Dabei formulierte Kavukcu eine klare Zukunftsprognose. Aus seiner Sicht ist die Richtung des Klubs eindeutig, die Perspektive offen und die Grundlage für weitere Entwicklung gelegt. „Es wird in den kommenden Jahren ein viel stärkeres Galatasaray geben„, sagte er. Damit fasste er die zentrale Botschaft seines gesamten Auftritts zusammen: Im Saisonendspurt zählt jetzt nur die volle Konzentration auf Titel und Spiele, doch parallel arbeitet der Verein bereits daran, sich langfristig auch strukturell als europäische Kraft zu festigen.

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